Juso-Präsidentschaftskandidatin

01. Mai 2016 15:23; Akt: 01.05.2016 19:23 Print

25-Stunden-Woche statt Grundeinkommen

Unser Arbeitsmodell müsse neu organisiert werden, findet eine Juso-Präsidentschaftskandidatin – und lanciert eine neue Idee.

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Bedingungsloses Grundeinkommen könnte ihrer Meinung nach die Löhne unter Druck setzen: Tamara Funiciello. (Bild: Keystone/Symbolbild)

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Eine Arbeitswoche mit 25 Stunden: Mit diesem Vorschlag steigt Tamara Funiciello ins Rennen um die Präsidentschaft der Jungsozialisten (Juso). Wegen der Entwicklungen hin zu Digitalisierung und Roboterisierung brauche es in Zukunft neue Lösungen, damit jeder und jede eine Arbeit finden könne, sagte die Bernerin der Zeitung «Le Matin Dimanche».

Nein zum bedingungslosen Grundeinkommen

Bietet das bedingungslose Grundeinkommen von 2500 Franken pro Monat ein Lösung? Funiciello ist skeptisch. Das könnte die Löhne unter Druck setzen. «Mit einer Wochenarbeitszeit von 25 Stunden kann das Lohnniveau dagegen für alle gehalten werden», sagte sie. «Das wäre eine bessere Art, wie alle von der Entwicklung der Gesellschaft profitieren könnten – nicht nur die Arbeitgeber.»

Vertrauensvotum institutionalisieren

Das Programm der 26-jährigen Bernerin fordert zusätzlich die Möglichkeit eines Vertrauensvotums für alle gewählten Sozialdemokraten in der Exekutive, das die Parteibasis selbst organisieren könnte. So soll Druck auf die Politiker ausgeübt werden, dass sie der Parteilinie treu bleiben.

(mch/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • beatus am 01.05.2016 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Süss

    BGE wird nich angenommen und Arbeitszeit wird auch nicht reduziert. Und SP wird auch nicht reformiert - Kritik ist unangebracht (sonst rennen noch alle auf WC)! Ideen dürfen nur noch von EU kommen. Ich schalte mich mal aus... bye bye..

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  • MiHe am 01.05.2016 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer bezahlt's?

    Sowas kann ja nur aus dieser Ecke kommen - weniger arbeiten und mehr verdienen wollen, aber weiter als bis über das eigene Grundstück sehen sie nicht...

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  • Aglaya am 01.05.2016 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider finanziell nicht umsetzbar

    Natürlich würde ich auch gerne nur 25h pro Woche arbeiten anstelle der heutigen 42h. Das Problem dabei ist jedoch das Geld. Wenn mein Lohn entsprechend angepasst würde, könnte ich mir deutlich weniger leisten als heute. Bliebe mein Lohn gleich, würden die Kosten für die Arbeitgeber deutlich ansteigen, entsprechend würden die Produkte und Dienstleistungen teurer. Also könnte ich mir auch dann viel weniger leisten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Oliver Bieder am 02.05.2016 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    #Pointless

    Cool, dann arbeite ich mit zwei vollen Jobs genau so viel wie heute und verdiene vermutlich auch gleich viel #pointless

  • Peter Geissmann am 02.05.2016 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese Idee.......

    kann nur ein Fossil "altsozialister" Maximen sein. Die Dame ist ihres zarten Alters wegen einwenig entschuldigt. Weiterbildung und in der Gegenwart ankommen ist aber wünschenswert.

  • Michi am 02.05.2016 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee

    Und der Arzt legt nach 5 Stunden die Arbeit nieder oder wie genau wollen die Befürworter z.B. die Ärzte beschaffen die bei einer 25Std.-Woche fehlen würden?!

  • Rudolf A am 02.05.2016 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten und konsumieren für die Müllhalden

    25 Stunden pro Woche, allerdings bei entsprechend weniger Lohn wie es Esther Vilar in ihrem Buch, die 25 Stundenwoche, beschrieben hat, würde viele Probleme, insbesondere die zwischen den Geschlechtern lösen! Auch müssen wir berücksichtigen, dass Computerisierung und Automatisation die bezahlte Arbeit reduziert. Und nur für die Müllhalden konsumieren wollen wir ja auch nicht!

  • Bruno am 02.05.2016 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ein witz!

    Jetzt will man arbeit für alle schaffen. Unlängst hiess es, dass wir zuwanderer brauchen, um die anfallende arbeit zu erledigen und dass die mei wirtschaftsfeindlich sei. Solche modelle werden die schweiz noch teurer machen. Und eer soll dies finanzieren?