Agrarpolitik

23. März 2011 12:45; Akt: 23.03.2011 12:54 Print

3,4 Milliarden für die Schweizer Bauern

Die Schweizer Bauern sollen künftig möglichst viel Nahrungsmittel produzieren, dabei aber mit den Ressourcen sparsam umgehen und so die Umwelt schützen.

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Mehr Geld für die Schweizer Bauern. Der Bundesrat will mit seinen Agrarpolitik aber auch die negativen Auswirkungen auf die Umwelt minimieren. (Bild: Keystone)

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Der Bundesrat hat am Mittwoch die Vernehmlassung zu den agrarpolitischen Zielen Zielen 2014-2017 und zu deren Umsetzung eröffnet.

Im Vergleich zum im September vorgestellten Entwurf der künftigen Agrarpolitik will der Bundesrat den Landwirten für den Vierjahresplan ab 2014 etwas mehr Geld zur Verfügung stellen: Er hat den Zahlungsrahmen um 176 Millionen Franken auf 13,67 Milliarden Franken erhöht.

Dies würde einer jährlichen Unterstützung von 3,4 Milliarden Franken entsprechen. Grund für die leichte Zunahme ist der vorläufige Verzicht auf Teile des bundesrätlichen Sparprogramms.

Einkommen soll um 10 Prozent steigen

Wie der Bundesrat am Mittwoch zu seiner Vernehmlassungsbotschaft schreibt, soll dank der Umsetzung der politischen Vorgaben das Einkommen des gesamten Landwirtschaftssektors bis 2017 um 100 Millionen Franken steigen. Das Einkommen eines einzelnen Landwirtschaftsbetriebs soll sich dank mehr Produktivität im Schnitt um 10 Prozent erhöhen.

Ziel der Landwirtschaftspolitik - die vor allem über eine Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems durchgesetzt werden soll - ist es unter anderem, den Selbstversorgungsgrad bei rund 60 Prozent zu halten.

Mehr Getreide

Wie der Bundesrat nun schreibt, geht er gar davon aus, dass mit den vorgeschlagenen Massnahmen die Produktion von Nahrungsmitteln gemessen an den Kalorien zunimmt. Er erwartet dabei insbesondere eine Zunahme der Getreideproduktion.

Positiv auswirken soll sich die neue Politik aber auch auf die Umwelt. Ziel ist unter anderem die Förderung der Artenvielfalt und eine Erhöhung der Ressourceneffizienz. So will der Bundesrat die Phosphor- und die Stickstoffeffizienz um 6 beziehungsweise 4 Prozentpunkte erhöhen.

(sda)