Kaserne in Sitten

20. Januar 2020 16:48; Akt: 20.01.2020 17:33 Print

33 Rekruten leiden an Durchfall

Die Kaserne von Sitten wird vom Norovirus heimgesucht. Trotzdem wurden die Rekruten krank nach Hause geschickt. Ein Vater ist stinksauer.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Kaserne in Sitten liegen 33 Rekruten flach. Sie sind am Norovirus erkrankt und haben mit starkem Durchfall und Erbrechen zu kämpfen, wie Armeesprecher Daniel Reist bestätigt. Die Kranken absolvieren in Sion die Militärpolizeischule.

Bereits diesen Sommer litten 91 Armeeangehörige in der gleichen Kaserne an Durchfall. Gemäss Reist war damals eine Lebensmittelvergiftung schuld: «Trinkwasser stand zu lange in einem Schlauch, so dass sich Bakterien bildeten.» Ein Zusammenhang zum jetzigen Vorfall bestehe aber nicht.

Denn laut Reist ist gesichert, dass jetzt ein Norovirus und nicht eine bakterielle Krankheit in der Kaserne herumgeht. Die Ursache der Durchfallerkrankungen werde deshalb auch nicht weiter untersucht: «Das Norovirus kann jeder in die Kaserne geschleppt haben.» Von einer Häufung will der Armeesprecher nichts wissen.

Rekruten mussten krank wieder einrücken

Die Mehrheit der 33 betroffenen Rekruten sei nur leicht krank, so Reist. Sie seien über das vergangene Wochenende regulär nach Hause geschickt worden. «Vier Personen waren dafür allerdings zu schwach.» Sie habe man auf der Krankenstation behalten und gepflegt.

Am Sonntagabend mussten schliesslich alle Rekruten wieder einrücken – auch die Kranken. Sie sollen sich jetzt in der Kaserne vom Norovirus kurieren.

Vater kritisiert Reaktion der Armee

Der Vater eines Rekruten ist sauer über das Verhalten der Armee: «Norovirus ist hochansteckend», sagt er zu 20 Minuten, «wenn Rekruten womöglich krank nach Hause gehen, können sie ganze Familien anstecken.» Das sei besonders für ältere Menschen und Kinder gefährlich.

Geht es nach dem Vater, hätte die Armee die Rekruten in Quarantäne behalten sollen. Für ihn ist klar: «Es ist fahrlässig, dass mein Sohn heimgeschickt wurde.»

Mit der Kritik konfrontiert, sagt Armeesprecher Reist, er habe ein gewisses Verständnis für die Aussage des Vaters. Und: «Es wird noch diskutiert, ob diese Entscheidung richtig war.»

(pro)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arzt, Armee Oberst am 20.01.2020 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krank nach Hause?

    Das geht gar nicht. Da ist Quarantaine Pflicht.

    einklappen einklappen
  • Arzt, Armee Oberst am 20.01.2020 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krank nach Hause?

    Das geht gar nicht. Da ist Quarantaine Pflicht. Zudem hat die Kaserne Sion eine grosse Pflegeabteilung mit Fachleuten.

    einklappen einklappen
  • Chefkoch am 20.01.2020 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schon wieder!

    Schon wieder? Haben die dort keinen anständigen Koch?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Diamondcobra am 21.01.2020 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Anonym am 21.01.2020 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Bruder ist gerade da....

    Mein Bruder ist gerade dort, die haben Mundschutz bekommen und anscheinend werden die noch Intern irgendwie geschult... von über 500 rekruten, 33 ausser gefächt. Ist noch und die Betonung liegt auf Noch überschaubar. Ich hoffe es bricht nicht komplett aus. Übrigens es liegt nicht immer am essen. Es reicht wenn einer das von Zuhause mit einschleppt.

  • Rolf Lehner am 21.01.2020 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Was ist nur los. Ich habe die ganze Zeit im Militär nur super gegessen und solche Theater gab es nie

    • Telekömmler am 21.01.2020 21:08 Report Diesen Beitrag melden

      @Rolf Lehner

      Ich auch, bis auf einmal, als sie unseren Zug auf dem Ricken oben vergifteten. Allerdings lag das wohl eher am Metzger, der das abgelaufene Trutenfleisch an Auswärtige verticken wollte. Passiert ist nichts, wie bei staatlichen und halbstaatlichen Institutionen üblich.

    einklappen einklappen
  • Schmulch am 21.01.2020 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Maria am 21.01.2020 15:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verantwortungslos!!!

    und an die reisenden im zug, was ist mit denen?