Terrorrisiko

19. März 2017 13:16; Akt: 19.03.2017 13:16 Print

41 Asylbewerber als gefährlich eingestuft

Der Nachrichtendienst des Bundes schlägt nach der Prüfung Tausender Asyldossiers Alarm. 41 Personen werden als Sicherheits-Risiko betrachtet.

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Die Federführung des Bundesamts für Polizei (Fedpol) hält in einem Bericht fest, dass 5202 von 27'000 Asylgesuchen, die 2016 hierzulande eingereicht wurden, genauer geprüft wurden. Bei 14 Gesuchen empfahlen die Behörden eine Ablehnung des Asylantrags, wie der «SonntagsBlick» berichtet.

Schaut man die Zahlen seit 2010 an, sind es 41 Personen, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wurden. Deshalb wurden auch bei diesen Dossiers eine Ablehnung empfohlen. Bei einem Fall wurde sogar der Entzug des bereits erteilten Flüchtlingsstatus angeordnet, schreibt die Zeitung weiter.

Wegweisungen oft erfolglos

In den letzten sieben Jahren hätten die durch den Nachrichtendienst zu prüfenden Asylgesuche deutlich zugenommen. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass irakische und syrische Asylbewerber mittlerweile routinemässig überprüft würden. Das Staatssekretariat für Migration halte sich jeweils an die Empfehlungen des Nachrichtendienstes, sagt Sprecher Martin Reichlin dem «SonntagsBlick».

Nach einem abgelehnten Asylgesuch müssten die Bewerber theoretisch das Land verlassen. Weil die Abgewiesenen oft aus Ländern stammen, wo ihnen Folter oder die Todesstrafe drohen, können solche Wegweisungen aber in der Regel nicht vollzogen werden. Dies sei beispielsweise bei syrischen Staatsbürgern der Fall.

Herkunftsländer verweigern Aufnahme

Oft weigern sich aber auch die Herkunftsländer selbst, die Bewerber zurückzunehmen. Dies war beispielsweise beim Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, der Fall.

Auch bei einem Schweizer Islamisten, einem 24-jährigen Pharmazie-Studenten aus dem Irak, hatten sich die Behörden seines Heimatlandes geweigert, ihn aufzunehmen. Die Schweiz muss solche Migranten vorläufig aufnehmen, kann sie aber bei akutem Sicherheitsrisiko polizeilich überwachen.

(duf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pit am 19.03.2017 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weniger ist mehr!!!

    Wir müssen von unser Wilkommens-Kulter weg kommen!!!

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  • Oettli am 19.03.2017 13:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sofort Raus

    Es gibt einen Grund dafür, als "Sicherheitsrisiko" eingestuft zu werden. Am Besten so schnell wie möglich aus dem Land schaffen, um das Risiko der Schweizer Bürger ( und Ausländern, die hier leben ) zu minimieren.

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  • Ein besorgter Vater und Bürger am 19.03.2017 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Terror

    Ist es denn besser zu warten bis diese Leute dann bei uns Terroranschläge mit vielen Toten durchführen...????? Was ist mit den Lebensrechten unserer Kinder...???

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Trucker am 20.03.2017 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Und auf was wird noch gewartet?

    Nun müssen Taten folgen; Wieviel ist den Politiker das Leben der treuen Schweizer Steuerzahler eigentlich Wert?

  • Nobody am 20.03.2017 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schlendrian lässt Grüssen

    Würde dieser Staat die "Dauergäste" genauso unter die Lupe nehmen wie die Steuererklärungen der kleinen Leute, hätten wir dieses Desaster mit diesen Leuten gar nicht!

  • Fritz am 20.03.2017 00:19 Report Diesen Beitrag melden

    Mitgefühl

    Wir leben damit wir Mitgefühl haben und uns auch um Menschen kümmern die weniger Glück im Leben haben. Oder leben hiet nur noch Breiviks!

  • Alldays am 19.03.2017 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Canada Border

    Usa und Canada haben strenge Grenzkontrollen. Ja sind die denn jetzt alle auch rassistisch :)

  • Jonny sh am 19.03.2017 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Einlochen, nicht Überwachen, das kostet noch mehr. Das ist alles eine unglaubliche Frechheit.