Statistik 2017

05. September 2019 14:23; Akt: 05.09.2019 14:23 Print

57 Prozent der Sozialhilfe-Bezüger sind Ausländer

Von den ausländischen Sozialhilfebezügern im Jahr 2017 stammten die meisten aus Eritrea. Der Bundesrat will ihnen den Zugang zur Arbeit erleichtern.

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Im Jahr 2017 haben in der Schweiz rund 345'000 Personen mindestens einmal Sozialhilfe bezogen. Bei rund 196'000 Personen oder 57 Prozent handelte es sich um Ausländerinnen und Ausländer. Das schreibt der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation des Berner SVP-Nationalrats Erich Hess.

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Die Zahlen umfassen wirtschaftliche Sozialhilfe sowie Sozialhilfe im Flüchtlings- und Asylbereich. Von den Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern ausländischer Nationalität stammten die meisten aus Eritrea, gefolgt von Syrien. An dritter Stelle liegen Personen aus Serbien, Montenegro und Kosovo. Es folgen Afghanistan, die Türkei, Italien, Portugal, Sri Lanka und Somalia.

Zugang zu Sozialhilfe erschweren

Rund 71'000 Personen oder 36 Prozent der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger ausländischer Nationalität verfügten 2017 über eine Niederlassungsbewilligung C, wie der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort schreibt.

Er verweist auch auf einen Bericht, den er im Juni veröffentlicht hatte. Darin werden Optionen dargelegt, wie Ausländerinnen und Ausländern aus Staaten ausserhalb der EU und der EFTA der Zugang zur Sozialhilfe in der Schweiz erschwert werden könnte. Unter anderem stehen Massnahmen beim Familiennachzug zur Diskussion. Die Zahlen in diesem Bericht beziehen sich auf Drittstaatenangehörige ohne Asylbereich und ohne EU/EFTA-Raum.

Arbeit ermöglichen

Erst vor kurzem haben der Bundesrat und das Parlament Massnahmen getroffen, um vorläufig aufgenommenen Personen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu ermöglichen beziehungsweise zu erleichtern. So wurden die Bewilligungspflicht durch eine Meldepflicht ersetzt und die Sonderabgabe auf Löhnen gestrichen. Weiter gibt es seit 2018 die Integrationsvorlehre für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene.

Vergangene Woche hat der Bundesrat ausserdem eine Vorlage in die Vernehmlassung geschickt, die vorläufig aufgenommenen Personen den Zugang zum Arbeitsmarkt weiter erleichtern soll. Neu sollen sie den Kanton wechseln können, wenn sie in einem anderen Kanton eine Stelle haben.

Vorläufig aufgenommen werden Personen, die in der Schweiz kein Asyl erhalten, weil sie nicht individuell verfolgt werden, aber nicht ins Herkunftsland zurückgeschickt werden können. Viele stammen aus Eritrea, Syrien und Afghanistan.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul am 05.09.2019 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Unser System ist für uns gedacht

    Jeder mit gesundem Menschenverstand weiss, dass nicht korrekt ist, was uns da abgefordert wird. Für Fremde darf Hilfe nur befristet sein. Es gibt kein Grundrecht, einem fremden Volk unendlich auf der Tasche zu liegen. Höchstens drei bis fünf Jahre und dann tschüss. Mitleid ist fehl am Platz, denn auch diese Leute sind schlussendlich selber für sich verantwortlich.

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  • Schweizeebürger am 05.09.2019 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Kanns doch nicht sein

    57%sind Ausländer. Sagt doch schon einiges was hier in der Schweiz falsch läuft.

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  • Minusch am 05.09.2019 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bitte Frau Keller

    Meine grosse Hoffnung ist dass Frau Keller endlich etwas unternimmt. Frau Somaruga hat ja mit vollen Händen ausgegeben und immer alle in den Schutz genommen. Es kann ja nicht sein dass wir Schweizer an den Pranger gestellt werden obwohl über die Hälfte des Geldes an Ausländer geht. Hier muss aber sofort etwas geändert werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • RappelZappel am 05.09.2019 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeit ist nicht gut

    Wieso arbeiten, wenn das Geld gratis kommt.

  • Thor mjoelnier am 05.09.2019 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo sind die

    News?

  • A.a. am 05.09.2019 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz Einfach

    Arbeitsmarkt Integrieren und einen Gewissen Anteil zurück Zahlen. So fruchtet die AHV wieder und auch diese Leute Leben wie die Schweizer.

  • S@m.W am 05.09.2019 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Imigration

    Das es eine hohe Prozent Zahl ist das hatte ich schon gewusst, das ist aber enorm. All die haben noch nichts in die Sozialhilfe bezahlt und beziehen es, die dürfen auch 10 Jahre länger arbeiten. Hätte der Staat auch etwas besseres einfallen können, eine separate Sozialhilfe für Immigranten und Flüchtlinge die Sie dann zurück bezahlten können wenn sie arbeiten in miniraten

  • Vivi am 05.09.2019 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Von mir aus könnte man ihnen eine

    gute Ausbildung anbieten (generierte sogar Arbeitsplätze in der Schweiz) , aber danach sollen sie zurück in ihre Heimatländer und das Wissen dort weiter geben und anwenden.