Serie reisst nicht ab

16. Dezember 2011 14:45; Akt: 19.12.2011 09:42 Print

7 Unfälle in 24 Stunden auf Zebrastreifen

Fussgänger leben in der Schweiz gefährlich. Seit Anfang Dezember sind über 30 Menschen auf Zebrastreifen angefahren worden. Bilanz: Drei Tote und zahlreiche Verletzte.

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Unsicherheitszone Fussgängerstreifen. (Bild: Keystone)

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Sieben Personen sind am Donnerstag und am Freitag auf Fussgängerstreifen verunfallt. Die Unfälle ereigneten sich in Brugg, Trübbach, Goldach, Oetwil am See und Goldau. Seit Anfang Dezember sind so schon mindestens 30 Menschen angefahren worden – drei kamen ums Leben. Glimpflicher gingen die jüngsten Unfälle am Donnerstag aus.

Umfrage
Seit Anfang Dezember sind über 30 Menschen auf Zebrastreifen angefahren worden. Fühlen Sie sich noch sicher auf dem Fussgängerstreifen?
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Insgesamt 1345 Teilnehmer

In Brugg wollte eine Fussgängerin am Morgen einen Fussgängerstreifen mit Lichtsignalanlage überqueren. Als sie den Streifen bei grün betreten hatte, habe sie ein Auto erfasst und zu Boden geschleudert, teilt die Aargauer Kantonspolizei mit. Dabei zog sich die Frau leichte, aber schmerzhafte Verletzungen zu. Der Autofahrer beging Fahrerflucht.

Praktisch zeitgleich um 17.30 Uhr ereigneten sich im Feierabendverkehr zwei Unfälle in der Ostschweiz. In Goldach erfasste eine 38-jährige Autofahrerin zwei junge Fussgänger. Die 20 und 23 Jahre alten Personen mussten mit mittelschweren Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Auch ein 64-Jähriger musste mit unbestimmten Verletzungen ins Spital. Er war in Trübbach von einem 51-jährigen Autofahrer erfasst worden.

Am Freitagmorgen geht es weiter

Schwer verletzt worden ist eine 21-Jährige in Oetwil am See. Die junge Frau war am Freitagmorgen von einem 59 Jahre alten Autofahrer auf einem Fussgängerstreifen erfasst worden. Gemäss der Zürcher Kantonspolizei musste das Opfer schwerverletzt von der Rega ins Spital geflogen werden.

Eine 46-jährige Frau ist am Freitagmorgen in Goldau SZ auf einem Fussgängerstreifen von einem 82-jährigen Automobilisten angefahren worden. Die Frau wurde laut Polizei- Communiqué mittelschwer verletzt und musste hospitalisiert werden.

(rme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erika am 16.12.2011 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    keine Gesetze beachten...

    Heute auf dem Arbeitsweg wurde ich wiederum mit der täglich gleichen Situation konfrontiert. Stehe mit dem Auto beim Lichtsignal, es schaltet für mich auf grün, ich biege ab, die Fussgänger haben rot, aber laufen trotzdem seehlenruhig weiter, ohne mir auch nur einen Blick zuzuwerfen. Ich fahre langsam vor, hupe schliesslich mehrmals generft, einige erschrecken, andere zeigen mir den "Stinkefinger".... Kein wunder erwischt es die Fussgänger! Jeden Tag erlebe ich in Zürich das gleiche Spiel an X-Kreuzungen, dies übrigens auch mit den Fahrradfahrern....*

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  • freddy f am 16.12.2011 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    es braucht immer 2

    beide parteien müssen mithelfen!!! fussgänger und autofahrer: mehr vorsicht bei fussgängerstreifen!!!

  • Markus Weber am 16.12.2011 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Xenon Scheinwerfer

    Wenn die Xenon Scheinwerfer der entgegenkommenden Autos blenden, dann sieht man nun mal kaum mehr was, speziell bei Regen und Dunkelheit. Viel zu hell diese Lichter um auf beleuchteten Strassen rumzufahren. Vorsichtig fahren hilft, jedenfalls wenn man weiss wo sich die Fussgängerstreifen befinden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nic Schühle am 20.12.2011 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Was muss denn NOCH ALLES passieren???

    Ich glaube, es liegt an den Fussgängern und den Autofahrern. Jeder schaut nur noch auf sich, alle wollen bloss so schnell wie möglich von A nach B. Dabei wird oft gedacht; Die anderen Verkehrsteilnehmer passen ja auf, also muss ich das nicht mehr. So kann es doch nicht weitergehn?! Ich wünschte mir, dass die Leute wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Ist das denn so viel zu viel verlangt??? Dass kann und darf nicht sein!

  • Verärgerter Autofahrer am 18.12.2011 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetzgeber MUSS reagieren

    Jetzt müssen zwingend Massnahmen gegen diese überalterten Fahrzeugführer ergriffen werden und das sofort. Ab 65 zwingend jährlich zum Amtsarzt und dann ab 70 zusätzlich eine verschärfte Fahrprüfung in der Hauptverkehrszeit inkl. Autobahn und Stadtverkehr. Dazu noch seitwärts Parkieren in vorgebener Zeit, natürlich an einer stark befahrenen Strasse. Mit 80 ist dann der Führerschein generell weg. Allein in dieser Woche 50/2011 sind mindestens 15 Unfälle mit Senioren in den Medien. Nur so werden solche Unfälle in Zukunft effektiv verhindert und die Strassen wieder sicher.

    • Roger am 19.12.2011 16:49 Report Diesen Beitrag melden

      Quatsch

      Ich wüsste nicht, wann ich das letzte Mal seitwärts parkiert habe....und ich bin noch lange nicht 65. Auch ist mir unklar, wieso man zur Hauptverkehrszeit anders fahren müsste als sonst, das einzige was ändert, ist, dass man auf Grund all den Drängler ein bisschen mehr Nerven braucht.

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  • Ludwig Niederer am 18.12.2011 11:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Fussgänger hat Vortritt, aber ...

    Wir haben ein Problem, das möglichst schnell gelindert werden muss. Aber nicht auf der Basis "böse Autofahrer - gute Fussgänger". Diejenigen die sich nicht an die Regeln halten, sollen nicht Diskussionsgrundlage sein. Der Fussgänger hat auf dem Zebrastreifen Vortritt - doch er soll verpflichtet sein schauen zu müssen, ob der Autofahrer verlangsamt und für Kinder ganz hält. Dann sollte es für Fussgänger untersagt sein, im Bereich von Fussgängerstreifen zu stehen und Gespräche zu führen.

  • B. Intlekofer am 18.12.2011 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesunder Menschenverstand

    In den meisten Fällen ist der Fußgänger auch Automobilist, das gleiche gilt umgekehrt. Demnach gilt es einfach nur, sich in die Lage des jeweils anderen hinein zu versetzen. Das ganze mit gesundem Menschenverstand angewandt, funktioniert bestens!

  • Fussgänger am 17.12.2011 23:46 Report Diesen Beitrag melden

    Fussgänger sind alle selber schuld

    Ich hab jetzt sämtliche Kommentare der letzten Fussgängerunfall-Artikel gelesen. Offenbar sind ungefähr 98% der Leser Autofahrer und der Meinung, dass Fussgänger alle selber schuld sind und gefälligst Rücksicht auf die armen gefährdeten Autofahrer zu nehmen haben.