15. April 2005 14:36; Akt: 15.04.2005 14:38 Print

71 Schweizer Tsunami-Opfer identifiziert

Die Schweizer Task Force hat elf weitere Schweizer Opfer des Seebebens von Ende 2004 in Südostasien identifiziert.

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Damit steigt die Zahl der identifizierten Todesopfer aus der Schweiz auf 71. 41 Personen mit Schweizer Wohnsitz gelten weiterhin als vermisst.

Wie das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Freitag mitteilte, liegt die Identifizierungsquote bei den Schweizer Tsunami-Opfern im internationalen Vergleich über dem Durchschnitt. Dies sei nicht zuletzt der gründlichen Arbeit zu verdanken, welche die Polizeikräfte der Kantone bei der Erhebung von Informationen über die Vermissten leisteten, hiess es in der Mitteilung.

Unmittelbar nach dem Seebeben waren der Task Force 520 Verdachtsfälle von vermissten oder getöteten Schweizern gemeldet worden. In 408 Fällen bestätigte sich der Verdacht nicht. Die erhärteten Vermisstenfälle betragen 112, wovon in 71 Fällen die sterblichen Überreste inzwischen identifiziert wurden.

Die Identifizierungen basieren laut fedpol mehrheitlich auf dem Vergleich von Zahnschemen und in einigen wenigen Fällen auf Fingerabdrücken und DNA-Profilen. Die thailändischen Behörden bemühten sich um die Lösung von Schwierigkeiten bei der Identifizierung mittels DNA-Profilen, hiess es.

Die Arbeiten in Thailand werden von sechs Schweizer Spezialisten vor Ort unterstützt. Der Schweizer Einsatz werde so lange fortgesetzt, als noch Aussicht auf weitere Identifizierungen bestehe, hiess es. Die Task Force rechne in den nächsten Wochen mit weiteren Identifizierungen.

(ap)