285 Tage Verspätung

21. Februar 2019 10:42; Akt: 21.02.2019 22:12 Print

A-Post-Brief macht Umweg über Australien

Eigentlich hätte der Brief nur von Feusisberg nach Frick geschickt werden sollen. Die Post kann sich nicht erklären, wieso der Brief via Australien gesendet wurde.

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Wenn man einen Brief per A-Post verschickt, hat man die Erwartung, dass dieser am nächsten Tag seine Destination erreicht. Dies dachte auch eine Familie aus Feusisberg, als sie im Mai 2018 den Mietvertrag für eine Ferienwohnung mit einer A-Post-Marke in einen Briefkasten einwarf. Adressiert war der Brief an den Vermieter der Wohnung, der in Frick, also rund 65 Kilometer Luftlinie von Feusisberg entfernt, wohnt.

Als der Brief aber auch einige Tage später noch nicht beim Vermieter eingetroffen war, die Familie die Anzahlung für die Wohnung aber bereits überwiesen hatten, wurde der Vermieter misstrauisch, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt. Daher fragte er telefonisch nach und liess sich versichern, dass der Brief abgeschickt worden war. Zur Sicherheit stellte die Familie dem Vermieter aber nochmals eine Kopie des Mietvertrags zu und sicherte sich somit die Ferienwohnung.

285 Tage Verspätung

Damit war die Sache eigentlich vergessen. Bis zum 9. Februar 2019, als der Vermieter ein Couvert der «Post CH AG» erhielt. Darauf stand «unanbringliche Briefe» als Absender. Im Umschlag befand sich ein zweiter Brief, bei dem es sich zur Überraschung des Mieters um den Mietvertrag von vergangenem Mai handelte. Dieser war mit 285 Tagen Verspätung eingetroffen.

«Ich konnte kaum glauben, dass es der Brief doch noch zu mir geschafft hatte», sagt der Vermieter zur «Aargauer Zeitung». Überraschend war insbesondere, dass auf dem Umschlag die Ortschaft «Frick» von Hand durchgestrichen war und jemand «Australia» darauf geschrieben hatte. Bei der Post fragte der Vermieter nach, wie es zu einer solchen Verspätung hat kommen können.

Der Fall lasse sich leider nicht abschliessend klären, hiess es bei der Post. Wahrscheinlich habe ein Fehler beim Arbeitsablauf dafür gesorgt, dass der Brief via Australien geschickt wurde. Für die Umstände entschuldigte sich die Post beim Adressaten und wies darauf hin, dass die Post ihr Bestes gebe, Briefe und Pakete pünktlich auszuliefern.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz am 21.02.2019 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Auslageritis

    Kein Wunder wenn die Post immer mehr an externe Billigfirmen auslagert.

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  • latino am 21.02.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Egal was genau passiert ist

    285 Tag sind definitiv zu lange auch wenn das Brief um die Welt gegangen wäre.

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  • Daniel K. am 21.02.2019 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öfters

    Kommt leider öfters vor als man denkt. Die meisten sagen einfach nichts. Ca 90% der A Post kommt pünktlich. Die anderen 10% sind mehrere Tage verspätet. Denn wenn ein Brief mal falsch läuft gehts richtig schief.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heidi Wirth am 22.02.2019 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Du heiliger Strohpostsack

    Wenn Maschinen Handschriften nicht erkennen, dann müsste der Brief eigentlich in der Handsortierung landen, die neuerdings in Vietnam ist. Und 285 Tage hat's gedauert, weil man erst den Postsack füllen musste. Nein, nicht kurios, sondern: Fail. Fail. Fail.

  • renes am 21.02.2019 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    Post Australien

    Das die Australische Post top ist haben wir selbst schon erlebt

  • Reetischneeti am 21.02.2019 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    1 Monat für A Post Briefe und 15 Tage für B Post

    Ich hatte 200 Hochzeitseinladunge per A Post verschickt die 1 Monat brauchten in der Schweiz und die B Post briefe für die Post nur 15 Tag. Wenn ich es jedem Persönlich vorbeigebracht hätte wäre es in einem maximal 2 Tagen dort gewesen da ich ein GA habe.

  • Nick am 21.02.2019 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Briefe,auch Menschen betroffen

    Ich habe auch schon erlebt, dass das Postauto eine Abzweigung verpasst deshalb einen beträchtlichen Umweg genommen hat. Zum Glück nicht über Australien. Positiv war immerhin, dass die Passagiere keinen Aufpreis bezahlen mussten.

    • Dorli am 21.02.2019 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nick

      Wen man für den Brief mehr bezahlt kann er ja auch ein wenig weiter Reisen oder immerhin ist der A Tarif gut genutzt worden

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  • Jacqueline Nydegger am 21.02.2019 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Auf post keinen verlass mehr

    Das kennt man von der post pakete kommen nie an verschwinden plötzlich briefe kommen nie an express packete bezahlt man teuer ware kommt aber nicht wie fleich das man ja extra express bestellt und zahlt aber ware dan nicht kommt und wen sie dan kommt wegschmeissen muss!!!die post hat rapide abegeben jeden rag sind sie unfähig daher dhl oder mit dpd viel besser ware kommt