06. April 2005 13:18; Akt: 06.04.2005 13:21 Print

AKW Leibstadt: Längerer Betriebsunterbruch

Das Kernkraftwerk Leibstadt steht zum zweiten Mal in seiner 20-jährigen Geschichte ungeplant länger still.

Fehler gesehen?

Am 28. März hatte der Generator seinen Dienst versagt. Aktuellen Abschätzungen von Kernkraftwerksleiter Mario Schönenberger zufolge muss von einem Unterbruch von mindestens neun Wochen ausgegangen werden. Die Versorgungssicherheit ist dank Importen nicht gefährdet.

Der Schaden an einem Generator des Kernkraftwerkes Leibstadt hatte zunächst einen Stillstand des Werks von vier Wochen nach sich gezogen. Nach neusten Erkenntnissen dauert der Produktionsunterbruch nun aber mindestens neun Wochen, also bis Ende Mai. Das ausgedehnte Zeitfenster veranlasst die Betreiber, die für August geplante Jahresrevision vorzuverlegen, so dass die Stromproduktion frühestens Ende Mai wieder aufgenommen werden kann.

Die Schadenursache kann nach den Worten von Kraftwerksleiter Schönenberger noch nicht bestimmt werden. Dazu müssen Teile des Generators demontiert werden, damit die Schadenstelle besser zugänglich wird. Sichtbar sind Brandspuren an Metallteilen am Eisenpaket hinter dem Wickelkopf auf der Nicht-Antriebsseite. «Der Schaden trat unerwartet und ohne Vorzeichen ein», schreibt die Werksleitung. Gemäss der Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) als Aufsichtsbehörde wurde durch den Vorfall keine Radioaktivität an die Umgebung abgegeben.

(ap)