Neue Option

14. August 2019 11:35; Akt: 14.08.2019 16:19 Print

Ab 2022 soll es die E-Vignette fürs Auto geben

Der Bundesrat hat dem Parlament eine Gesetzesänderung vorgelegt. Man will eine freiwillige E-Vignette einführen.

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Statt einer Autobahnvignette zum Aufkleben sollen Fahrzeughalter künftig eine elektronische Vignette kaufen können. Der Bundesrat hat dem Parlament am Mittwoch eine entsprechende Gesetzesänderung vorgelegt.

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Der Widerstand gegen die Abschaffung der Klebevignette war zu stark. Der Bundesrat hatte daher beschlossen, diese nicht durch die E-Vignette zu ersetzen. Stattdessen soll die E-Vignette auf freiwilliger Basis eingeführt werden. Der Preis bleibt unverändert bei 40 Franken.

Nicht an ein bestimmes Fahrzeug gebunden

Wer sich für die elektronische Variante entscheidet, muss das Kontrollschild seines Fahrzeuges über eine Internetapplikation im System registrieren. Anders als die Klebevignette ist die E-Vignette nicht an ein bestimmtes Fahrzeug, sondern an das Nummernschild gebunden.

Ob die Abgabe entrichtet wurde, wird wie bisher durch die Polizei und die Zollverwaltung kontrolliert. Ursprünglich war eine elektronische Überwachung mit einem Kamerasystem geplant. Diese Kontrollen waren in der Vernehmlassung auf Kritik gestossen.

Nun ist das Parlament am Zug. Der Bundesrat möchte die freiwillige E-Vignette auf das Jahr 2022 hin einführen. Er geht davon aus, dass die Einnahmen ungefähr gleich hoch bleiben würden wie sie heute sind. Sie belaufen sich auf rund 360 Millionen Franken pro Jahr und werden für Bau, Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen eingesetzt. Eine Erhöhung des Vignettenpreises auf 100 Franken ist 2013 an der Urne gescheitert.

Keine Klebevignetten mehr im Ausland

In einer Botschaft schreibt der Bundesrat, dass bis anhin jährlich rund 2 Millionen Klebevignetten für die Schweiz im Ausland verkauft werden. Diese sollen komplett durch E-Vignetten ersetzt werden. Die Begründung des Bundesrats: «Der Vertrieb der Klebevignette im Ausland ist logistisch aufwändig. Immer wieder
gehen auf dem Transport Vignettensendungen verloren oder werden gestohlen.» Zudem hielten sich einzelne ausländische Verkaufsstellen nicht an die Preisvorgaben, um einen eigenen Gewinn zu erzielen. E-Vignetten würden diese Problematik aus der Welt schaffen.

(fss/jk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • steph am 14.08.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sinnvoll

    das macht sinn, besonders bei wechselnummern. eine nummer gleich eine vignette

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  • Gschyydr am 14.08.2019 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super bei Wechselschild

    Super, dank der elektronischen Vignette kann ich bei meinem Wechselschild die zweite Vignette sparen

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  • Joggeli Buume am 14.08.2019 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso erst 2022

    Eine eifache Sache. In Oesterreich gibt es sowas schon lange. Aber die Schweiz braucht über 2,5 Jahre für eine Einführung, richtig beschämend in der heutigen Zeit.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfred A. am 16.08.2019 23:41 Report Diesen Beitrag melden

    Staatsstelle führt Informatik Lösung ein

    Na dann - Gute Nacht! Wo das endet wissen wir.

  • mcmili am 15.08.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    die Totale Überwachung

    die Totale Überwachung jetzt auch bei Autos.

  • John Doe am 15.08.2019 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Vignette

    Ich frage mich wer noch freiwillig eine Klebevignette verwendet. Von mir aus hätte man ein komplett elektronisches System ab 2020 einführen können.

    • Freier Mensch am 15.08.2019 21:10 Report Diesen Beitrag melden

      Von mir aus hätte man Dein

      Guthaben auf Deinem Konto schon vor Wochen für die Finanzierung dieses Leerlaufs bezypern sollen.

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  • Ma_BAcker am 15.08.2019 14:26 Report Diesen Beitrag melden

    Over engineered?

    Ich liebe das KISS Prinzip. Keep It Simple Stupid. Ein Kleber ist das kleiner Übel und die bessere Lösung für ein Veloständer Problem. Sind wir wirklich bereit nochmehr Elektroschrott zu produzieren? Alle die hier wegen ihren Wechselnummern stöhnen müssen sich wirklich überlegen wieviel ihnen das Wert ist. Die technische Umsetzung wird auch wieder nicht so ablaufen wie geplant. Wenn mit der E-Vignette gleichzeitig ein Road-Pricing mit Verursacher gerechten Preisen eingeführt wird, dann kann man wieder darüber reden. Technologie kann viele Problem lösen aber sollte nicht einen Kleber ersetzen

    • roger am 15.08.2019 22:56 Report Diesen Beitrag melden

      Welchen Elektroschrott

      Sag mal, was genau hast Du an der Lösung nicht verstanden? Da wird 0 (in Worten NULL) Elektroschrott produziert, es eignet sich genau nicht um Roadpricing einzuführen (dafür braucht es eh nur Nummernscanner) und auch sonst ist das Prinzip sowas von einfach...

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  • Mathias am 15.08.2019 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Überwachungsbalken bereits im Bau

    Wer hin und wieder auf der Autobahn fährt, wird es in letzter Zeit gemerkt haben: Überall werden unzählige Balken, noch ohne ersichtliche Funktion, in sehr dichtem Abstand erstellt. Des Rätsels Lösung sind wir hier wohl einen Schritt näher. Ich denke aber, in Zukunft wird noch mehr kommen; die hohe Anzahl der (Überwachungs-)Balken lässt jedenfalls darauf schliessen, dass man mittelfristig auf Km-abhängige Streckenmaut umstellen wird. Für den Moment, wenn die (autofahrende) Bevölkerung realisiert, dass der Bund klammheimlich Tatsachen schafft, lege ich mir einen Popcorn- und Biervorrat an. ;-)