Adress-Wirrwarr

30. April 2019 08:20; Akt: 30.04.2019 08:20 Print

Serafe verschickt erneut falsche Rechnungen

Nach dem holprigen Start kündigt sich bei Serafe das nächste Chaos an: Weil die Korrektur fehlerhafter Adressen lange dauert, werden auch im Sommer noch falsche Rechnungen verschickt.

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Als Nachfolgerin der Billag übernahm die Serafe AG eine schwierige Aufgabe. Und schon zu Beginn gab es Ärger: Weil die Firma für die Rechnungen alte Einwohnerlisten benutzte, wurden zahlreiche Briefe an die falsche Adresse verschickt. Noch immer arbeitet die Firma daran, den Fehler zu beheben. In einem ersten Schritt hatte sie betroffene Kunden angewiesen, sich direkt bei den Gemeinden zu melden. Doch das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) entschied schliesslich, dass Serafe zuständig ist.

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Die Zahl der Reklamationen ist so gross, dass Serafe zwischenzeitlich überlastet war. Rund zwei Prozent aller Adress-Angaben waren fehlerhaft, schreibt der Blick.

Mitarbeiter dürfen Fehler nicht selbst korrigieren

Das sind rund 70'000 Rechnungen, die Anfang Jahr verschickt worden waren. Dazu kommen noch andere Anfragen zur Rechnung, weshalb Serafe im Callcenter aufstocken musste. Die Wartezeit war dennoch lang. «Das Callcenter beantwortete an Spitzentagen bis zu 10'000 Kundenfragen», sagt Sprecher Erich Heynen zur Zeitung.

Doch der Ärger scheint weiterzugehen. Denn die Mitarbeiter des Callcenters können Fehlermeldungen zwar entgegennehmen, dürfen die Angaben aber nicht selbst korrigieren. Stattdessen müssen sie diese an die Einwohnerdienste weiterleiten.

Kosten sind noch unklar

Gemäss dem «Blick» wird es mindestens bis Hochsommer dauern, bis sich Serafe, Bakom und Gemeinden auf ein Vorgehen geeinigt haben. Folglich werden auch die Juni-Rechnungen Fehler enthalten, selbst wenn die Fehler bereits gemeldet worden sind. Wie viel die Korrekturen kosten werden, ist noch unklar.

Die fehlerhaften Adressdaten führen auf veraltete Listen der Einwohnerdienste zurück. Serafe hatte für das Rechnungsjahr 2019 jene mit dem Stand vom November 2018 verwendet.

Die Erklärung zur Serafe-Rechnung vom Bakom:

(Video: Bakom)

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petermann am 30.04.2019 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Steuereintreibung durch Private?

    Die Empfangsgebühren wurden zu einer Steuer erklärt, da jeder irgendwo irgend ein Gerät hat heutzutage das in der Lage ist TV oder Radio zu empfangen. Jeder Computer, jedes Tablet, jedes Handy kann das. Da es aber für Steuern eine Volksabstimmung braucht, lässt der Staat dieses Geld von einer extra durch Steuergeld zu bezahlende Privatfirma. Der Staat stiehlt dem Volk Geld. Das gehört mit der Steuerrechnung erledigt, Serafe brauchts nicht, dann kann man es nochmal deutlich günstiger machen.

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  • Hirschli am 30.04.2019 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei

    Wieso wird das nicht endlich mit den Steuern verrechnet ist ja echt nicht schwer und bestimmt würde so viel Geld und Aufwand gespart... ist echt zum K.....

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  • NoSerafe am 30.04.2019 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Weg damit.

    Direkt wieder abschaffen. Das wird Jahre so weitergehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Don Logan am 01.05.2019 22:36 Report Diesen Beitrag melden

    Aber hallo

    Man muss natürlich immer aufpassen, welche Rechnungen man bezahlt. Ich kann da kein Mitleid ertragen.

  • Erich Ruoff am 01.05.2019 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Soviel zum hochgelobten, Service Public

    War da nicht eine Abstimmung welche der Dödel angenommen hat ??!! Wäre auch mit O.- Fr abgegangen! Nun, so wie man sich bettet so liegt man. Nicht jammern, nächstes Mal denken, bevor man den Stimmzettel absendet. Hoffentlich schmerzt es!!! Der Murks war doch vorprogrammiert! Sowas geht nie ohne Schrammen ab!

  • Titus am 01.05.2019 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Thema

    In diesem Thema habe ich als Bürger nur die Pflicht einen Radio zu haben, um im Krisenfälle in der Lage zu sein mich zu informieren und um Anweisungen erhalten zu können. Also wäre es nur logisch Radiogebühren über die Steuer zu verrechnen und gerecht wäre es Fernsehsender/Sendungen und der ganze Rest nur die bezahlen zu lassen die es auch nutzen.

  • Puderzucker am 01.05.2019 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Anke

    Für mich fehlen bei dem Firmennamen zwei Buchstaben. h und f!

  • Richard Castle am 01.05.2019 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    e-bill

    Meine Serafe e-bill Rechnung kam in Hyroglyphen. Selbst ein Anruf hat nichts gebracht. Ein Mail und das ablehnen der Rechnung hat dann geholfen.