Empfang in Japan

13. April 2018 10:51; Akt: 13.04.2018 11:21 Print

Alain Berset besucht die «Bösen»

Alain Berset hat bei seinem Japan-Besuch nicht nur über bilaterale Beziehungen diskutiert. Auch Sumo-Ringer haben es dem Bundespräsidenten angetan.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bundespräsident Alain Berset ist am Donnerstag in Tokio vom japanischen Premierminister Shinzo Abe empfangen worden. Neben den bilateralen Beziehungen wurde eine breite Palette internationaler Themen erörtert.

Beide Seiten hätten die «ausgezeichneten» bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan gewürdigt und Wege diskutiert, diese Beziehungen weiter zu intensivieren, teilte das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mit.

Kooperation bei Wissenschaft und Forschung

Mit Blick auf die intensiven Wirtschaftsbeziehungen habe Bundespräsident Berset den Willen der Schweiz bekräftigt, das «erfolgreiche» bilaterale Freihandelsabkommen, das seit 2009 in Kraft ist, zu aktualisieren.

Eine im Februar unterzeichnete Absichtserklärung zwischen dem Schweizerischen Nationalfonds und dessen japanischer Schwesterorganisation ebne den Weg für eine noch engere Kooperation bei Wissenschaft und Forschung, schrieb das EDI.

Am Rande seines dreitägigen Besuchs traf Berset in Tokio auch mit Sumo-Ringern zusammen. Dabei liess er es sich nicht nehmen, ein Selfie mit den Kämpfern zu schiessen. Bei dem japanischen Nationalsport, der sich traditionell mit dem Schweizer Schwingen verglichen lässt, müssen die Ringer ihren Gegner jeweils aus einem sandbedeckten Kreis drängen und dafür sorgen, dass dieser den Boden mit einem anderen Körperteil als den Fusssohlen berührt.

Mitarbeit bei G-20

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zudem globale und internationale Themen. Beide Seiten betonten ihre Unterstützung für ein starkes multilaterales System, wie es unter anderem durch die Vereinten Nationen (Uno) und die Welthandelsorganisation (WTO) ermöglicht wird. Bundespräsident Berset unterstrich die Bedeutung der Asien-Europa-Treffen (Asem), an denen die Schweiz seit fünf Jahren teilnimmt.

Berset beglückwünschte Japan des Weiteren zum bevorstehenden Präsidium der G-20 und erklärte die Bereitschaft der Schweiz, im Rahmen des G-20-Finanzsegments mitzuarbeiten.

Engagement für Vernetzung

Beide Seiten besprachen das Engagement für die Vernetzung zwischen Europa und Asien auch mit Blick auf das von China lancierte Projekt der «Belt and Road Initiative» (BRI).

Premierminister Abe erläuterte in diesem Zusammenhang die indo-pazifische Vernetzungsstrategie Japans. Die Delegationen tauschten sich zudem aus über die Lage auf der koreanischen Halbinsel.

Ebenfalls Thema war schliesslich die Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele im Jahre 2020 in Tokio. Die Schweiz wird sich dort wie zuletzt im südkoreanischen Pyeongchang mit einem «House of Switzerland» präsentieren.

Befrachtetes Besuchsprogramm

Im weiteren Verlauf von Bersets Besuch in Japan ist ein Treffen mit Gesundheits-, Arbeits- und Sozialminister Katsunobu Kato geplant. Ausserdem wird der Bundespräsident am Samstag am dritten globalen Ministertreffen zur Patientensicherheit teilnehmen und am Rande des Gipfels bilaterale Gespräche mit Gesundheitsministerinnen und -ministern führen.

Zum Programm in Tokio zählen ausserdem mehrere Anlässe, die der engen wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Japan gewidmet sind.

(bee)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kevin Keller am 13.04.2018 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesundheits System. 

    Schade war gerade in Tokio und hätte gern gesagt er solle lieber mal zu Hause bleiben und das Gesundheits System überarbeiten. Das sollte prio Nummer 1 sein.

    einklappen einklappen
  • Marco am 13.04.2018 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Staatsbesuch ist Pflicht! Aber...

    ...japanische Sumo-Ringer sind ebenso wie Schweizer Schwinger keine Bösen. Es sind kräftige Burschen welche anständig, motiviert und mit viel Elan einen Sport ausüben. Mit böse sein hat dies überhaupt nichts zu tun. Bitte hört auf die Schwinger immer als "die Bösen" zu bezeichnen. Wir sind nicht in den den USA beim Wrestling wo es gut und Böse wie im Kino geben muss.

  • Ernesto Hosten am 13.04.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Eine bezahlte Ferienreisen tut immer gut. Aber hat er diese verdient?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tobias am 13.04.2018 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel lernen

    Von den Japanern können wir sehr, sehr viel lernen.

  • Aram am 13.04.2018 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Selfies statt Arbeit

    genau so wie der Rest in Bern kann ich auch den Herrn Berset nicht ernst nehmen.

  • Paul der Steuerzahler am 13.04.2018 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reisen so weit so gratis

    Im eigenen Land ungelöste Probleme, aber auf Weltreisen ohne Pflichtenheft mit Giesskanne - man ist ja nur 1 Jahr Bundespräsident und das soll genutzt werden, später als BR-AD kann man es sich nicht mehr leisten.

  • Toni am 13.04.2018 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    Swiss Japan

    Hoffe er schöne Zeit in Japan hat! ( at least)

  • Martial2 am 13.04.2018 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Netter BR, ja aber...

    Monsieur Berset ist ein sehr sympathischer Präsident, aber Charisma und nur nett sein ist nicht alles... Er sollte dringend über die Bücher gehen, was KK, Ärzte Tarife und Medikamenten Preise anbelangt. Wer ist sonst zuständig?