Kanton Freiburg

04. Dezember 2011 14:25; Akt: 04.12.2011 19:02 Print

Alle bisherigen Staatsräte bestätigt

Der zweite Wahlgang im Kanton Freiburg hat keine Überraschungen gebracht. Die bisherigen Staatsräte konnten ihren Sitz halten. Die Grünen erobern sich zudem einen Sitz.

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Georges Godel (CVP), links, und Erwin Jutzet (SP) sind wiedergewählt. (Bild: Keystone)

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Beim zweiten Wahlgang für die Freiburger Staatsratswahlen sind alle wieder antretenden Regierungsmitglieder im Amt bestätigt worden. Neu ziehen in die Kantonsregierung ein Marie Garnier von den Grünen und Maurice Ropraz von der FDP.

Beim zweiten Wahlgang vom Sonntag setzten die Freiburger Wahlberechtigten die gleichen sieben Personen auf die ersten sieben Plätze wie schon anlässlich des ersten Wahlgangs vom 13. November. Nur die Reihenfolge hat sich minim geändert.

Den neuen, siebenköpfigen Freiburger Staatsrat werden ab nächstem Jahr folgende Personen bilden: Isabelle Chassot (CVP, bisher, 35'622 Stimmen), Beat Vonlanthen (CVP, bisher, 35'191), Georges Godel (CVP, bisher, 33'504), Erwin Jutzet (SP, bisher, 33'141), Marie Garnier (Grüne, neu, 31'222), Anne-Claude Demierre (SP, bisher, 30'472) und Maurice Ropraz (FDP, neu, 28'359).

Nicht gewählt wurden Pierre-André Page von der SVP (20'450) und Pierre Olivier Nobs von der CSP (19'834).

Nach dem ersten Wahlgang lag Erwin Jutzet noch auf Rang 3, nun also auf Rang 4. Und die Grüne Marie Garnier verbesserte sich von Rang 6 auf Rang 5.

Grüne erstmals im Freiburger Staatsrat

Im Zentrum der Staatsratswahlen von diesem Jahr im Kanton Freiburg stand vor allem die Frage, wer die Sitze der abtretenden Pascal Corminboeuf (parteilos) und Claude Lässer (FDP) ergattern würde. Die FDP hat nun also ihren Sitz halten können. Und den Grünen ist es gelungen, erstmals in ihrer Geschichte in die Regierung einzuziehen.

Ihre neue Staatsrätin, Marie Garnier, ist Leiterin des Pro-Natura- Zentrums Champ-Pittet bei Yverdon, Gemeinderätin der Freiburger Agglomerationsgemeinde Villars-sur-Glâne und Mutter einer Tochter und eines Sohnes. Die 49-jährige Agronomin ist die Tochter eines früheren FDP-Grossrats.

Maurice Ropraz, der neue FDP-Staatsrat, ist noch bis Ende Jahr Oberamtmann (Regierungsstatthalter) im Greyerzbezirk. Der 46-jährige Rechtsanwalt wohnt in Sorens.

SVP und CSP verhinderten stille Wahl

Beim ersten Wahlgang vom 13. November waren noch zwölf Kandidierende angetreten. Drei Personen zogen sich danach zurück. Sowohl die Linke wie auch CVP und FDP hätten danach gut mit einer stillen Wahl der sieben Erstplatzierten leben können, doch dem machten SVP und CSP einen Strich durch die Rechnung: Sie schickten Page und Nobs erneut ins Rennen.

Page, der im ersten Wahlgang auf Rang 10 gelandet war, ist es nun also auch im Jahr 2011 nicht gelungen, in die Regierung einzuziehen - wie schon 2006 nicht. Nobs hatte im ersten Wahlgang Rang 9 belegt. Die Wahlbeteiligung beim zweiten Wahlgang betrug 37,65 Prozent.

Abschluss des Superwahljahrs

Mit dem zweiten Wahlgang für die Staatsratswahlen schliessen die Freiburgerinnen und Freiburger ein Superwahljahr ab, wie es nur alle zwanzig Jahre vorkommt. Sie bestimmten heuer Gemeinderäte, Ortsparlamente, Oberamtmänner, den Grossen Rat, den Staatsrat und die Freiburger Vertretung in National- und Ständerat neu.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia Pro am 04.12.2011 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwängelers

    Da hat das zwängelen der svp wie erwartet nichts gebracht. Da hätte viel gespart werden können. Naja, so durfte ich auch ein 2 mal wählen gehen. Gruss aus dem kanton fribourg!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pia Pro am 04.12.2011 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwängelers

    Da hat das zwängelen der svp wie erwartet nichts gebracht. Da hätte viel gespart werden können. Naja, so durfte ich auch ein 2 mal wählen gehen. Gruss aus dem kanton fribourg!