Welterschöpfungstag

30. Juli 2018 22:08; Akt: 30.07.2018 22:08 Print

Am 1. August sind alle Ressourcen aufgebraucht

Die Weltbevölkerung hat ihr Ressourcenbudget für das gesamte Jahr bereits aufgebraucht. Auch die Schweiz nimmt keine Vorbildfunktion ein.

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Am 1. August sind alle Ressourcen aufgebraucht, die auf der Erde innerhalb eines Jahres nachwachsen können und damit nachhaltig zur Verfügung stehen. Dies teilt die Umweltorganisation WWF mit. WWF gibt Tipps für einen umweltfreundlichen 1. August: Diesen bei einem Picknick in der Schweiz zu feiern, sei weitaus ressourcenschonender als ein Kurztrip mit dem Flugzeug ins Ausland. Zum Picknick fährt man mit dem Zug oder Velo und lässt das Auto in der Garage stehen. So umgeht man Staus und erspart sich die lästige Parkplatzsuche und tut Gutes für die Umwelt. In der Schweiz landen pro Person täglich rund 300 Gramm einwandfreie Lebensmittel im Müll. Wer nur das einkauft, was er wirklich braucht, verhindert Food Waste. Unnötige Verpackungen vermeiden, indem man zum Beispiel im Zero-Waste-Laden einkauft oder auf den Wochenmarkt geht. Auch eine Möglichkeit: Einen Mehrwegbeutel nutzen wie hier bei Coop. Bei Früchten und Gemüse auf biologischen Anbau achten. Ausserdem: Auf Lebensmittel verzichten, die per Flugzeug transportiert oder aus einem mit fossilen Treibstoffen beheizten Treibhaus stammen. Weg mit dem Plastik: Auf Einweggeschirr und Wegwerfgrills sollte beim Picknicken verzichtet werden. Besser einen leckeren Cervelat statt das teure Filet auf den Grill legen. In der Schweizer Nationalwurst werden nämlich auch weniger «wertvolle» Fleischstücke sinnvoll verwertet. Wer aber noch umweltfreundlicher grillieren möchte, der legt Zucchetti, Mais und anderes Gemüse auf den Rost.

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Der sogenannte Welterschöpfungstag fällt in diesem Jahr bereits auf den 1. August und ist damit einen Tag früher als vor einem Jahr. Zum Stichtag am kommenden Mittwoch sind alle Ressourcen aufgebraucht, die auf der Erde innerhalb eines Jahres nachwachsen können – und damit nachhaltig zur Verfügung stehen, wie die Umweltorganisation WWF mitteilte. Demnach findet der Welterschöpfungstag immer früher statt. In den 1970-Jahren lag er der Mitteilung zufolge noch im November.

Auch die Schweiz kann nicht mit einer Vorbildfunktion glänzen. Sie liegt beim Ressourcenverbrauch über dem weltweiten Schnitt: «Um den weltweiten Ressourcenhunger zu stillen, verbraucht die Weltbevölkerung aktuell rund 1,7 Erden. Wenn aber die gesamte Weltbevölkerung wie Herr und Frau Schweizer leben würde, benötigten wir jährlich sogar deren drei», schreibt der WWF.

Der Schweizer Welterschöfpungstag sei deshalb auch längst passé: Er fand am 7. Mai statt. Gerade mal fünf Monate kommt die Schweizer Bevölkerung also mit ihren Ressourcen aus.

Ein paar Tipps, wie man den 1. August möglichst umweltfreundlich feiern könnte, finden Sie in der Bildstrecke.


(kat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mobidick0 am 30.07.2018 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu bequem

    Wissen wir ja schon lange. Beherzigen es aber nicht, weil wir viel zu bequem sind. Wir bringen noch die ganze Erde aus dem Gleichgewicht. Auch das scheint uns irgendwie egal zu sein.

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  • aseiiron am 30.07.2018 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wir müssen uns ändern

    man kann immer jammern, dass wir die erde zerstören. man weiss es auch schon lange, dass wir die erde zerstören. jedoch ist das geld zu mächtig, dass wir daran etwas ändern können. die welt ist zu liberal und basiert zu stark auf der wirtschaft. jede regierung will zu viel macht haben, mehr geld und eine noch stärkere wirtschaft. jedoch leidet die welt darunter. es zu ändern, wird wahrscheinlich nie klappen, solange es keine globale lösung gibt. jedoch brauchen wir in der schweiz erstmal eine nationale lösung, um als vorbild zu dienen.

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  • Autofahrer am 30.07.2018 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunderbar

    Herrlich. Staus und Parkplatzsuche sind also Ressourcenkiller. Dann liebes rot-grünes Zürich, wisst ihr was zu tun ist: mehr Parkplätze statt weniger, aufhören mit der alle 5m Rotlicht Schikane, VCS verbieten. Und schon sind wir alle grüner.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • LiTuo am 02.08.2018 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    2. August

    Heute ist der 2. August, ich kann immer noch autofahren, grillieren, und Energie sinnlos verprasseln. Ironie off. Nun zu diesen neuen Öko-Weltwnde-Prediger, hört auf mit diesen unsinnigen Vorhersagen die nichts aussagen. Ich gehe sinnvoll mit den Ressourcen um und habe einfach genug von dieser Art von Propheten.

  • John s. am 02.08.2018 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich

    Ich find es ja schon witzig, dass man am 1. August alles aufgebraucht hat. Besonders wenn Ostern ist fährt ja als kein Mensch mit dem Auto. Nur am 1. August! Klar verbrauchen wir Ressourcen, aber bitte... richtet diese Nachricht an Grossfirmen die nicht Nachhaltig Produzieren! Wir können es langsam nicht mehr hören und lesen! LG

  • Heidi Heidnisch am 02.08.2018 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Space Migration

    Es gibt eine Blume, die akkumuliert Druck, bis sie explodiert, und dabei ihre Samen in einem Umkreis von 200m verteilt. Ähnlich erscheint mir die gegenwärtige Situation der Menschheit. Solange es noch dünn besiedelte Länder gab, wurde ausgewandert, wann immer es zu Hause zu eng oder zu unerträglich wurde. Heute steht uns nur der Weltraum zur Verfügung. Längst hätten jegliche Verschwendung von Ressourcen für unnötige Konsumgüter gestoppt, und alle Militärausgaben in die einzige freundliche Lösung für die Überbevölkerung umgeleitet werden müssen.

  • M.G. am 01.08.2018 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sozialer Status

    Solange der Sozialstatus von der Grösse des materiellen Besitzes abhängig ist wird sich nichts ändern. Der Mensch ist genetisch auf Hierarchiekämpfe programmiert, jeder versucht ganz nach oben zu kommen um den Chef zu spielen. Dashalb hatten unsere Vorfahren schon Tiere wie das Mammut ausgerottet. Die Jagd artete oft in einen Blutrausch aus, wer am meiste Beute machte war war der Grösste. Das das meiste Fleisch danach einfach verrottete spielte keine Rolle. Das ist wie bei unseren Verwandten, den Schimpansen, das aggressivste Männchen bekommt den Harem.

  • Isa am 01.08.2018 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Mensch-das Dümmste Lebewesen

    Das beste für Mutter Erde wäre den Rücksichtslosen,Egoistischen Menschen auszurotten.Dann hätten Tiere und Die Erde ihre Ruhe.