Grösste Demo bisher

05. Oktober 2019 09:02; Akt: 05.10.2019 19:07 Print

Klima-Streikende wollen ganze Schweiz stilllegen

Die Klima-Jugend will noch einen Schritt weitergehen. Sie plant einen Zusammenschluss mit den Gewerkschaften.

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Am 20. August 2018 schwänzte die damals 15-jährige Schwedin Greta Thunberg erstmals die Schule, um auf die Klima-Krise aufmerksam zu machen. Daraus entwickelte sich die Bewegung «Fridays for Future», im Zuge derer Schüler weltweit jeweils freitags die Schule schwänzen und durch die Strassen ziehen.

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Etwas mehr als ein Jahr später steht fest: Der Klimastreik soll auf die nächste Ebene gebracht werden. Laut «Blick» planen die Jugendlichen in der Schweiz einen landesweiten Streik. Dieser soll am 15. Mai 2020 stattfinden.

Streiks bergen ein Risiko

Die erste Planungssitzung für die Durchführung dieses Streiks findet heute statt. Es kommen Jugendliche aus Zürich, Bern und Lausanne zusammen und beraten, wie sie die Arbeitnehmervertreter für sich gewinnen können. «Es soll der grösste Klimastreik der Schweiz bisher werden», sagt Dominik Waser zu 20 Minuten. Das Ziel sei es, möglichst viele Menschen auf die Strasse zu bringen.

«Wir wollen auch andere Gesellschaftsschichten erreichen als jene, die bisher gestreikt haben. Dafür brauchen wir auch die Gewerkschaften und die Arbeitnehmer», so Waser. Dies bedeute aber nicht, dass der Klimastreik nun politisiert werde. «Wir wollen nach wie vor parteiübergreifend sein und jeden ansprechen.»


Der bisher grösste Klima-Streik der Schweiz am 28. September.

Die Gewerkschaften sind allerdings noch unentschlossen. Ein Streik birgt nämlich immer auch das Risiko, den Unmut in der Bevölkerung zu schüren, anstatt auf das Thema des Streiks aufmerksam zu machen.

Offizielle Anfrage steht noch aus

Dore Heim vom Gewerkschaftsbund bestätigt gegenüber dem «Blick», dass Gespräche mit den Klimastreikenden im Gange sind. Eine offizielle Anfrage stehe aber noch aus und werde in den nächsten Tagen erwartet. Ein definitiver Entscheid werde aber nicht vor Mitte November gefällt.

So sah der Frauenstreik im Sommer aus:

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marylou am 05.10.2019 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Elende Heuchelei

    Ja und wahrscheinlich dieselben die täglich von Mama,Papa oder Schulbus in die Schule gekarrt werden.

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  • Oliver S. am 05.10.2019 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heuchlerische Bevölkerungsgruppe

    Wenn das so weitergeht, werde ich mal ein Gegengewicht lancieren. Es bringt mich langsam aber sicher auf die Palme!

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  • Eric am 05.10.2019 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts besseres zu tun?

    Hoffentlich streikt dann auch der gesamte öffentliche Verkehr.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • gogg am 05.10.2019 22:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn vs Unsinn

    Ihr wollt was für Klima tun? Ab in die Schule statt Freitags demonstrieren! Werdet Wissenschaftler, Unternehmer und Ingenieure! Entwickelt neue Triebwerke, die die Emissionen senken oder gar CO2 neutrales fliegen ermöglichen, findet alternative Motoren, die auch in der Produktion der Umwelt nicht schaden. Entiwickelt richtige Lösungen! Diese Demos sind für nichts und wieder nichts und schaden nur!

  • harryN am 05.10.2019 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    es grünt so grün...

    grün .... 2 Kilowatt Gesellschaft .... AKW s und Kohlekraftwerke abstellen ... keine Windräder ... keine Erhöhung von Staumauern ...usw ... aber Elektroautos ... das soll einer verstehen....

  • Grimmige Märchenstunde am 05.10.2019 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hänsel und Gretel klimaschädlich

    Es ist jetzt dringendst notwendig, auch die Märchen, die unsere Kinder prägen, sofort klimapolitisch korrekt umzuschreiben. So muss das Märchen von Hänsel und Gretel ein völlig neues Drehbuch erhalten. Denn der Ofen der Hexe verpestet einfach die Luft zu stark mit den massiven CO2-Schwaden. Eine derartige Frühinfiltration unserer Kleinen mit klimaschädlichem Gedankengut dürfen wir nicht länger zulassen. Wahrscheinlich ist Gretel deswegen so grimmig. Handelt endlich!

  • ibex am 05.10.2019 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    was lernen die nur in der schule

    Die Schweiz stillegen ...im Ernst? Freiwillig von den eigenen Bewohnern. Man glaubt es kaum.

  • Alina75 am 05.10.2019 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es funktioniert aktuell noch nicht!

    Ja, legt mal alles lahm! Die SBB ist ja gar nicht fähig, alle Passagiere zu befördern, sollten plötzlich alle, dem Klima zuliebe, auf ÖV umsteigen. Das gibt schon einen totalen Kollaps, wenn nur 10-15% vom Fahrzeug auf ÖV wechselt. Die Züge sind am Morgen und Abend schon jetzt komplett überlastet. Wenn jeder Autobesitzer ein Elektrofahrzeug hat und dieses über Nacht aufladen würde, woher soll der ganze Strom kommen? Wo und wie werden die alten Batterien der Elektrofahrzeuge entsorgt/recycelt? Die Produktion der Batterien ist auch nicht umweltfreundlich. Alles ist noch viel zu wenig durchdacht. Wenn ich dann lese, was vom privaten Liegenschaftsbesitzer je nach Energiegesetz der Kantone gefordert wird und diverse Kantone in seinen Bauten gerade das Mindeste erfüllt, was nötig ist, werde ich schon wütend. Es steht ausser Frage, dass man Handeln muss, aber aktuell werden Dinge in die Wege geleitet, die nicht zu Ende gedacht sind. Alle haben viel zu lange geschlafen. Das nervt!