Ständeratswahl Bern

13. Februar 2011 15:12; Akt: 14.02.2011 13:11 Print

Amstutz gewinnt – zweiter Wahlgang nötig

Bei der Neubesetzung des Ständeratssitzes von Simonetta Sommaruga hat SVP-Kandidat Adrian Amstutz die Nase vorn. Am 6. März folgt der zweite Wahlgang.

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Wer erbt Sommarugas Sitz? Derzeit liegt Amstutz vorn. (Bild: Keystone)

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Den ersten Wahlgang der Ersatzwahl in den Ständerat hat der SVPler Adrian Amstutz gewonnen. Er erzielte insgesamt 136522 Stimmen und liegt damit klar vor Ursula Wyss (SP) mit 117835 Stimmen. Christa Markwalder (FDP) kommt auf 69303 Stimmen und Marc Jost (EVP) auf 27553 Stimmen.

Damit erreichte keiner der Berner Kandidaten und Kandidatinnen das absolute Mehr für die Nachfolge der SP-Frau Simonetta Sommaruga. Es wird deshalb am 6. März zu einem zweiten Wahlgang kommen.

Markwalder mit Rücken zur Wand

Auffallend ist, dass FDP-Nationalrätin Christa Markwalder nicht nur in Amstutz' Heimregion, dem Berner Oberland, deutlich hinter dem SVP-Mann liegt. Auch im Emmental, im Seeland, im Oberaargau und im Berner Jura konnte Amstutz seine bürgerliche Mitbewerberin deutlich distanzieren. Damit dürfte der Druck auf Markwalder wachsen, im zweiten Wahlgang nicht mehr anzutreten, wie dies Bürgerliche und die Wirtschaftsverbände im Kanton fordern.

In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Markwalder enttäuscht von ihrem Ergebnis. Offenbar hätten sich die Wählenden im linken und rechten Lager besser mobilisieren lassen. «Wer für eine pragmatische und konstruktive Politik einsteht, hat es offensichtlich schwerer.» Ob sie zum zweiten Wahlgang antreten werde, will sie am Montag abend mit ihrer Partei, der FDP, entscheiden.

Amstutz und Wyss gaben sich erfreut über ihre Resultate. Beide riefen ihre Anhänger auf, in drei Wochen nochmals abzustimmen. «Die Stimmbeteiligung wird eine grosse Rolle spielen», sagte Amstutz im Schweizer Fernsehen. «Das rotgrüne Lager muss nochmals alle Kräfte mobilisieren», betonte Wyss.

(sda)