Rummel um Bündner Bär

01. Mai 2012 13:56; Akt: 01.05.2012 15:02 Print

Amt bestätigt: M13 von Zug erfasst

Bär M13 ist am Montagabend von einem Zug der Rhätischen Bahn angefahren worden. Lange konnte das Tier nicht gefunden werden. Jetzt steht es unter ständiger Beobachtung.

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Es passierte am Montagabend um 21.40 Uhr: Ein Zug der Rhätischen Bahn kollidiert mit dem Bären M13. Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden bestätigte am Dienstagmittag entsprechende Recherchen von 20 Minuten Online. «Der besenderte Bär wurde von einem Spätzug erfasst», heisst es in einer Medienmitteilung in bestem Amtsdeutsch. Bis jetzt konnten an der Unfallstelle keine näheren Hinweise für den Zusammenstoss gefunden werden. Es sei kein Blut gefunden worden, sagt Wildbiologe Hannes Jenny. Auch an der Lokomotive seien keinerlei Spuren festgestellt worden. Trotzdem ist sich das Amt sicher, dass es zu der Kollision zwischen Bär und Zug gekommen sei. Die Wildhüter stützen sich dabei auf Aussagen des Lokomotivführers und die GPS-Daten, die von M13 gesendet wurden.

Die Wildhüter versuchten schon kurz nach dem Zwischenfall, der vom Lokführer per Funk an die Zentrale gemeldet wurde, den Bären aufzuspüren. Die Peilung mit der VHF-Antenne sei zunächst jedoch erfolglos geblieben. Erst am Dienstagmorgen wurde M13 dank GPS-Peilung rund 300 Meter von der Unfallstelle entfernt geortet werden. Wildhüter hatten am Dienstag Sichtkontakt mit M13. Der Bär habe sich zurückgezogen und verhalte sich ruhig. Grössere Verletzungen konnten nicht festgestellt werden, sagt Jenny zu 20 Minuten Online. «Er bewegt sich ab und zu ein bisschen und hat auch schon einen kleinen Ausflug unternommen. Daher gehen wir nicht davon aus, dass er schwer verletzt wurde.»

Bär wird nicht genauer untersucht

Wildhüter Jenny vermutet, dass M13 seitlich leicht vom Zug erfasst worden ist. Den Bären zu betäuben und genauer zu untersuchen, komme derzeit nicht in Frage. Das Tier würde zusätzlich gestresst werden, brauche derzeit allerdings vor allem Ruhe. Der Bär wird nun weiter beobachtet.

Bereits am Dienstagmorgen bestätigte Wildhüter Guolf Denoth gegenüber 20 Minuten Online, dass er wegen dem Zusammenstoss mit dem Bären an die Unfallstelle beordert worden war. An der Unfallstelle bei Ftan habe es jedoch keine Hinweise gegeben, dass M13 vom Zug erfasst worden sei.

(meg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tschaggelar Niculin am 01.05.2012 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    M13

    Zum Glück haben wir M13 und soviel Leute welch dank Bär zu Vollbeschäftigung kommen. Sonst würde es uns Schweizern echt langweilig. Verglichen mit Eurokrise, Iran, Syrien, Welternährung, Energieversorgung, und Umweltfragen ein Problem von höchster Tragweite und Wichtigkeit.

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  • Anna am 01.05.2012 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    M13

    Die Bezeichnung für den Bären ist völlig daneben! Man sollte den Tieren angemessene Namen geben.

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  • Finn am 01.05.2012 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung!

    Was dich nicht umbringt macht dich stark. Gute Besserung aus Bern!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel Nussberger am 01.05.2012 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    Arrangez-vous

    Wir Menschen sind schon etwas sonderbar. Wolf / Bär haben keinen Platz in der Schweiz?!? Soeben wurde ein Flamingo (Zugvogel) gesichtet und jetzt? Hat jemand echt das Gefühl Tiere haben irgendeinen Pass irgendeiner Nation. Die halten sich dort auf, wo das Umfeld stimmt, basta!

  • Finn am 01.05.2012 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung!

    Was dich nicht umbringt macht dich stark. Gute Besserung aus Bern!

  • Anna am 01.05.2012 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    M13

    Die Bezeichnung für den Bären ist völlig daneben! Man sollte den Tieren angemessene Namen geben.

    • Dani am 03.05.2012 17:23 Report Diesen Beitrag melden

      schon gut so ...

      nur Menschen und Haustiere brauchen Namen. Wildtiere sollen nicht auch noch vermenschlicht werden. Für mich ist ist der Nick "M13" i.O.

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  • Paul Gerber am 01.05.2012 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Jungbär in der Wildnis aussetzen

    Dieser Jungbär hat in der Schweiz NULL Überlebenschancen! Fangt ihn ein und setzt ihn in einer bärenfreundlichen Gegend aus. Das sind wir der Natur schuldig! Andernfalls ist er in kurzer Zeit tot.

  • soso am 01.05.2012 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    sdsd

    Irgendwie komisch. Der eine Bär M12 wurde zutode gefahren.Nun wird innert kurzer Zeit M13, der 2.Bär vom Zug erfasst. Alles unglückliche Häufung von Zufällen???Ich behaupte mal, das hat System, in der Hoffnung,dass sich dann das Thema Bär von selbst erledigt.Insbesondere dann komisch, weil man dem Bären M13 einen Sender umgelegt hat u.somit eigentlich weiss, wo er gerade steckt.Was heisst dann "man konnte ihn lange nicht finden?"