Terroranschlag

21. Dezember 2016 16:25; Akt: 21.12.2016 16:54 Print

Anbieter rechnen mit Einbruch bei Berlin-Reisen

Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt passen Schweizer Anbieter ihre Adventsreisen an. Sie rechnen zudem mit einem Buchungsrückgang.

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Nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt rechnen Schweizer Anbieter mit einem kurzfristigen Einbruch bei den Reisen nach Berlin. Weihnachtsmärkte in Deutschland sind auch bei den Schweizern beliebte Reiseziele. Besonders Car-, aber auch Bahnreisen gibt es zur Adventszeit in solche Christkindlmarkt-Städte.

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Ein Anbieter ist Railtour, der derzeit auch rund ein Dutzend Kunden in Berlin hat. «Wir haben schnell Kontakt aufgenommen mit ihnen, um nachzufragen, ob alle wohlauf sind. Glücklicherweise ist ihnen nichts passiert», sagte Railtour-Leiter Werner Schindler gegenüber Tele M1.

Planung für nächste Saison abgebrochen

Trotzdem rechnet Schindler mit einem Einbruch. «Für Berlin wird es nicht sehr viele Buchungen geben.» Annullierungen habe das Unternehmen aber noch keine gehabt.

Gerber Reisen, das Schweizer mit dem Car zu Weihnachtsmärkten fährt, hat aufgrund des Anschlags seine fünftägige Weihnachtsreise in die deutsche Hauptstadt angepasst. Ausserdem wartet man mit der Planung und dem Einkauf für die nächste Saison noch zu. «Wir warten mit dem Einkauf noch ab und schauen, wie sich die Lage entwickelt», sagt Geschäftsführer Urs Gerber.

Reiseanbieter erwarten Stagnation bei Buchungen

Anpassungen nimmt auch Eurobus bei seinen Weihnachtsmarkt-Reisen vor. «Wir werden den Besuch des Weihnachtsmarkts in Berlin vom Programm streichen», sagt Geschäftsführer Andreas Meier. Ansonsten bleibe alles so bestehen wie geplant.

Bei Hotelplan hat es bisher noch keine Annullierungen wegen des Anschlags gegeben. Der Reiseanbieter rechnet aber ebenfalls mit einer gewissen Stagnation bei den Neubuchungen für Städtereisen nach Berlin. Dies sei aber wohl nur kurzfristig. «Finden keine neuen Anschläge statt, wird sich die Lage wieder normalisieren», sagt Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir. Ähnlich sieht die Lage bei Tui und Kuoni aus. Swiss kann noch keine Prognosen stellen.

(ann)