Nationalrat

22. Februar 2011 07:32; Akt: 22.02.2011 07:48 Print

André Daguet tritt vorzeitig zurück

Der umtriebige Gewerkschafter André Daguet zieht sich noch vor den eidgenössischen Wahlen vom Herbst aus dem Nationalrat zurück. Auslöser ist ein erlittener Herzstillstand.

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SP-Nationalrat André Daguet tritt noch vor den Wahlen von November 2011 zurück. (Bild: Keystone)

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Der Berner SP-Nationalrat André Daguet will mit seinem Rücktritt den Weg freimachen «für eine neue Generation von SP-Leuten, die sich genauso überzeugt für die Anliegen von SP und Gewerkschaften einsetzen.»

Daguet tritt per 30. Mai zurück, wie er am Dienstag mitteilte. In den vergangenen Monaten sei ihm zunehmend klar geworden, «dass man als öffentliche Person, die mannigfachen Belastungen ausgesetzt ist, den richtigen Zeitpunkt für den Rückzug aus der institutionellen Politik finden muss.»

Sein Herzstillstand vom Mai 2010 habe ihn gezwungen, sich diese Frage reiflich zu überlegen. Obwohl er sich gesundheitlich wieder gut fühle, sei es ihm immer mehr bewusst geworden, dass man die Chance nicht verpassen sollte, sich dann zu verabschieden, «solange man dies mit aufrechtem Gang und gesund tun kann.»

Seit 2003 im Nationalrat

Die SP des Kantons Bern entscheidet am kantonalen Parteitag vom Samstag in Burgdorf über die Nominationen für die Nationalratswahlen. Daguet gehörte dem Nationalrat seit 2003 an. Bei der Gewerkschaft Unia ging Daguet 2009 mit 62 in Pension.

Daguet war unter anderem massgeblich an der Fusion des Smuv und der GBI zur Gewerkschaft Unia im Jahr 2004 beteiligt und trug entscheidend zu deren heutigen Stärke als Sozialpartnerin bei. Von 1986 bis 1996 war Daguet Generalsekretär der SP Schweiz - an der Seite von Parteipräsident Peter Bodenmann.

(sda)