Geist der Revolution

06. März 2011 22:58; Akt: 06.03.2011 23:42 Print

Angriff auf Hardliner-Imam

Gläubige Muslime rebellierten vor der Freitagspredigt in der Genfer Moschee. Grund: Sie haben genug vom Einfluss der Islamisten.

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Der Imam der Genfer Moschee: Youssef Ibram. (Foto: Pascal F. Rautschi)

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Der als konservativer Hardliner bekannte Imam Youssef Ibram wollte gerade mit der Freitagspredigt beginnen, doch die anwesenden Gläubigen liessen dies nicht zu: Sie skandierten seinen Namen und forderten ihn auf, von der Tribüne herunterzukommen. «Mitglieder der ägyptischen Gemeinschaft haben mich angegriffen und mein Gewand zerrissen», so der Imam zu 20 minutes. Der Tumult endete erst, als die Genfer Polizei mit mehreren Fahrzeugen vorfuhr.

Ein Zeuge der Rauferei berichtet: «Der Streit dauert schon mehrere Jahre an. Aber jetzt haben die Moscheegänger genug. Sie wollen ihren Glauben in Freiheit leben.» Die «Tribune de Genève» zitiert einen der Aufmüpfigen: «Das ist eine Bürgerrevolte analog zu dem, was in der arabischen Welt passiert.» Der Hintergrund der Revolte: Die Gläubigen wollen nicht, dass saudi-arabische Wahhabiten die Moschee kontrollieren. Es geht das Gerücht um, die saudi-arabische Botschaft habe in der Moschee sogar Kameras installiert.

Der in Saudi-Arabien ausgebildete Imam Youssef Ibram stösst nicht zum ersten Mal auf Widerstand. Ibram stand bis 2004 der Moschee an der Zürcher Rötelstrasse vor. Nachdem er sich in mehreren Interviews geweigert hatte, sich von der Steinigung von Ehebrecherinnen zu distanzieren, wehrten sich die Zürcher Gläubigen und zwangen Ibram zu gehen. Er hat allerdings auch in Zürich weiterhin Anhänger: Der Verein Ummah-Muslimische Jugend Schweiz lud ihn im Dezember als Referent zum ersten Zürcher Ummah-Day.

(loo/rle/sha/20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guschti am 07.03.2011 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die sollen 'zu Hause' hetzen!

    Wie lange müssen wir uns das noch zumuten lassen? Der Freiheitsgrad den sich die islamischen Volkshetzer rausnehmen ist bei uns nicht gefragt. Das Gastrecht missbrauchen ist auch im Islam nicht erlaubt. Die Kerle erlauben sich aber alles und denken noch sie seien das Heil der Welt! Sauerei! Und irgendwelche 'sozial angehauchten' bei uns reklamieren noch wenn man diese ausschafft! das ist der Gipfel des Blödsinns.

  • B. Kerzenmacher am 07.03.2011 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Jetzt bringen diese Typen diesen politischen radikalen Islam auch schon in die CH. Es reicht offenbar nicht wenn praktisch alle muslimischen Länder mit enormen Konflikten kämpfen die zum Grossteil beim Islam liegen. Jetzt muss das auch hier noch eingeführt werden? Man sollte seitens der Behörden schnellstens dafür sorgen dass Hardliner und Hetzer verschwinden, und zwar schnell. Braucht es hier nicht.

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  • Simon am 07.03.2011 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schritt für Schritt die Welt erobern

    Der Islam muss in der Schweiz durch Gesetze gestoppt werden. Wir dürfen diesem Geschehen nicht tatenlos zusehen, und müssen nun entlich handeln. Wir CHer wollen keinen Staat im Staat der uns vorschreibt was wir tun oder lassen sollen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kari am 07.03.2011 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Gut, dass Muslime Radikale ablehnen

    Wenn die Muslime selbst ihre radikalen Imame ablehnen, da finde ich, sind wir auf dem richtigen Weg. Den ich denke, dass die richtigen Muslime in Frieden leben wollen und nicht das, was von den Islamisten gepredigt wird.

  • Katholiker am 07.03.2011 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    remember, remember

    Wir haben vor ein paar Generationen noch Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt und Massenmord im Auftrag unserer Religion begangen, also liebe Polterer, den Ball mal schön Flach halten.

  • Papierlischweizer am 07.03.2011 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Die Geschichte wiederholt sich

    Es ist erschreckend, wie vergesslich wir sogenannten Christen sind, wenn es um gewaltsame Verbreitung des eigenen Glaubens geht. Was heute der Islam ist, war vor 600 Jahren das Christentum. Gemäss islamischer Zeitrechnung befindet sich der Islam somit an derselben Stelle wie das Christentum im 15. Jahrhundert. Die Reformation folgte kaum 50 Jahre danach. Auch der Islam wird sich reformieren. Dass sich gemässigte Kräfte wie in Genf gegen die Hassprediger erheben, ist als erstes Anzeichen dafür zu werten.

  • Simon am 07.03.2011 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schritt für Schritt die Welt erobern

    Der Islam muss in der Schweiz durch Gesetze gestoppt werden. Wir dürfen diesem Geschehen nicht tatenlos zusehen, und müssen nun entlich handeln. Wir CHer wollen keinen Staat im Staat der uns vorschreibt was wir tun oder lassen sollen.

  • Bag Wahn-Sinn am 07.03.2011 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    40 Jahre zu spät ...

    diese Hass-Prediger werden schon dafür sorgen, dass sich ihr Geistesgut von selbst auflöst. Alles nur Schabernack.