Andrea Caroni

31. Oktober 2011 22:32; Akt: 31.10.2011 22:41 Print

Anti-Pelli aus dem Appenzell

von Simona Marty - Andrea Caroni aus Appenzell Ausserrhoden gilt als Hoffnungsträger der FDP. Nach dem Wahlverlust soll der neu gewählte Nationalrat die FDP wieder auf Touren bringen.

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Der neu gewählte Nationalrat Andrea Caroni gilt als neuer Hoffnungsträger der FDP.

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Seine Matura hat er mit einem Schnitt von 5,97 abgeschlossen, neben den Landessprachen spricht er Englisch und Spanisch, seinen Doktor machte er in Jura und zurzeit beendet er das Nachdiplomstudium an der renommierten Harvard University in Cambridge. Andrea Caroni wird als «Shootingstar» der FDP bejubelt. «Er ist blitzgescheit und bringt für sein Alter einen unglaublichen Rucksack an Wissen und Begeisterung mit», so Hanspeter Blaser, Präsident der Ausser­rhoder FDP.

Hinter vorgehaltener Hand wird der Appenzeller mit Tessiner und Bündner Wurzeln bereits als neuer Parteipräsident gehandelt. Als Nachfolger von Fulvio Pelli käme mit Caroni ein liberaler Politiker an die Spitze, der sich nicht scheut, auch «neben der Parteilinie» zu politisieren. Doch selbst wenn der Jungpolitiker tatsächlich das Format zum Präsidenten besitze, das Amt sei noch nicht adäquat, meint Blaser: «Caroni kann der Fraktion mit seiner Frische neuen Schwung verleihen. Für das Präsidialamt ist die Zeit noch nicht reif.» Obwohl sich Caroni politisch bereits als Mitglied der Parteileitung der FDP AR, als Gemeindepräsident von Grub und als Mitarbeiter von alt Bundesrat Hans Rudolf Merz engagierte – die Erfahrung im Parlament fehlt dem 31-Jährigen. Seine Vorgängerin im Nationalrat, Marianne Kleiner, prophezeit ihm trotzdem eine glanzvolle Politkarriere: «Ich traue ihm im Parlament sehr viel zu.»

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