Luzern

19. Januar 2011 22:57; Akt: 19.01.2011 22:29 Print

Antifeministen lösen Sturm der Entrüstung aus

von Désirée Pomper - Dass die Antifeministen die geheimen Adressen der Frauenhäuser veröffentlichen wollen, sorgt schweizweit für Empörung. Das Frauenhaus Luzern will die Liste mittels einer superprovisorischen Verfügung gerichtlich verbieten lassen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Frauenhäuser der Schweiz sind in Aufruhr. Gestern liess die IG Antifeminismus verlauten, sie werde die anonymen Adressen der Frauenhäuser im Internet veröffentlichen. Die Bevölkerung solle wissen, wo sich die «Trainingslager zur Ruinierung der Männer befinden». Dagegen hat das Frauenhaus Luzern beim Bezirksgericht Luzern einen Antrag für eine superprovisorische Massnahme eingereicht. Diese soll erwirken, dass keinerlei geheime Adressen von Frauenhäusern veröffentlicht werden dürfen. «Frauen, die unsere Häuser aufsuchen, sind schutzbe­dürftige Personen», sagt eine Mitarbeiterin des Frauenhauses Luzern. Es sei einige Male vorgekommen, dass Männer ihre Frauen aufgesucht und vor den Augen der Kinder umgebracht hätten. Auch die Dachorganisation der Frauenhäuser der Schweiz DAO wird rechtlich gegen die Antifeministen vorgehen.

Die Antifeministen und ihr Anführer, Ex-SVP-Politiker René Kuhn, gerieten gestern heftig ins Kreuzfeuer der Kritik. Leser, Politiker und ­Gewaltexperten verurteilten einhellig die lebensgefährliche Aktion: «Es war richtig, dass wir diesen Mann aus der Partei ausgeschlossen haben», sagt SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Julia Gerber-Rüegg, Präsidentin der SP-Frauen, vermutet derweil, dass sich Kuhn «auf Kosten der Frauen und Kinder» profilieren will. Auch die Stadtpolizei Zürich verurteilt eine mögliche Veröffentlichung der Adressen auf das Schärfste.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin Manger am 21.01.2011 06:28 Report Diesen Beitrag melden

    Transparenz gefordert

    Die IGAF hatte offenbar nicht vor, die Adressen tatsächlich zu veröffentlichen, aber durch ihre Provokation ist das Thema endlich in der öffentlichen Diskussion. Die Vorwürfe der IGAF, u.a. dass die Frauenhäuser unter dem Deckmantel berechtigter Nothilfe subversiv die Frauengewalt gegen Männer fördern, stehen nach wie vor unbeantwortet im Raum und werden ignoriert. Das spricht nicht für die Seriösität dieser Institutionen, Transparenz ist hier gefordert.

  • claire grube am 20.01.2011 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    mackermacken

    dies typen sind doch nicht bei trost  was die da tun ist krimminell und sollte strafrechtlich verfolgt werden .

    einklappen einklappen
  • Mistä D am 20.01.2011 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Antifeminismus berechtigt aber mit Grenzen!

    Ich finde es gut, dass es eine Gruppierung gibt, welche sich gegen diese extrem feministisch gewordene Gesellschaft wehren. Man kann es aber auch übertreiben. Die Frauenhäuser machen schon ihren Sinn. Man sollte in der Schule endlich wieder ansetzen, dass Mädchen und Frauen nichts besseres sind. Frauenförderung ist nicht notwendig. Der beste kriegt den Job, so gehört sichs!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lynne am 21.01.2011 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Adressen veröffentlichen?

    Mich interessiert es, wie der Herr Kuhn überhaupt an die ANONYMEN Adressen der Frauenhäsuer gekommen ist? Oder hat sich das noch keiner gefragt?

  • Martin Manger am 21.01.2011 06:28 Report Diesen Beitrag melden

    Transparenz gefordert

    Die IGAF hatte offenbar nicht vor, die Adressen tatsächlich zu veröffentlichen, aber durch ihre Provokation ist das Thema endlich in der öffentlichen Diskussion. Die Vorwürfe der IGAF, u.a. dass die Frauenhäuser unter dem Deckmantel berechtigter Nothilfe subversiv die Frauengewalt gegen Männer fördern, stehen nach wie vor unbeantwortet im Raum und werden ignoriert. Das spricht nicht für die Seriösität dieser Institutionen, Transparenz ist hier gefordert.

  • eva am 21.01.2011 05:27 Report Diesen Beitrag melden

    nicht therapierbare !

    für kuhn und seine trabanten gibt es dank dem volk die lebenslängliche verwahrung !

  • claire grube am 20.01.2011 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    mackermacken

    dies typen sind doch nicht bei trost  was die da tun ist krimminell und sollte strafrechtlich verfolgt werden .

    • ein Vater am 22.01.2011 08:11 Report Diesen Beitrag melden

      Kriminiell ist die Entfremdung der Kinder von Väte

      Kriminell ist das entfremden der Kinder der Väter und wird mittlerweile in einigen Ländern der Welt tatsächlich strafrechtlich verfolgt! - Frauenhäuser braucht es nicht - aber dafür Real-Opferhäuser - allerdings mit Abklärung über das Gewaltschutzgesetz.

    einklappen einklappen
  • Adam am 20.01.2011 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    Echte Gleichberechtigung

    Absolute Gleichberechtigung muss endlich gelebt werden.Frauen- und Männerhäuser (natürlich ohne Bekanntgabe der Adressen). Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit, gleiche Rechte und Pflichten in der Familie, Gleichberechtigtes Sorgerecht für Kinder etc. Keine Bevorzugung von Männern oder Frauen. Leider mussten wir in den letzten Jahren erleben, dass Frauen immer mehr Rechte zugesprochen wurde und wir uns von einem früheren Patriarchat immer mehr zu einem Matriarchat gewandelt haben anstatt eine echte Gleichberechtigung zu erreichen, und dass kanns ja auch nicht sein.