Der SVP ist es egal

08. Mai 2011 18:52; Akt: 08.05.2011 19:02 Print

Antifeministen wollen in den Nationalrat

Die Gender-Rabauken um René Kuhn treibt es in die Politik: Sie brüten Initiativen aus und wollen in den Nationalrat. Hat die SVP ein Thema verschlafen?

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4000 Mitglieder soll die Interessengemeinschaft für Antifeminismus (IGAF) seit ihrem hochkonspirativen Treffen im letzten Oktober angeworben haben, schreibt der «Sonntag». Die Männer um Haudegen René Kuhn (der wegen frauenfeindlicher Äusserungen als Präsident der SVP Luzern zurücktrat) planen nun den Gang in die Politik: Sie tüfteln Volksinitiativen aus und wollen bei den Nationalratswahlen im Oktober antreten. IGAF-Präsident Urs Bleiker hofft im «Sonntag» auf mehrere Nationalratssitze, weil man ein «Monopolthema besetze».

Die SVP, in deren Wählerkreisen die Antifeministen am ehesten auf Zuspruch hoffen dürften, reagiert gelassen: «Wir sind damit gut gefahren, uns auf wenige Themen zu konzentrieren», sagt Ständerat This Jenny. Der IGAF prognostiziert er kaum Erfolg. Den Vorwurf, das Thema Männerrechte verschlafen zu haben, lässt er nicht gelten. «Wenn es wirklich ein Problem wäre, das uns unter den Nägeln brennt, hätten wir es aufgenommen.»

Oder, wie es ein mürrisch gelaunter Alfred Heer (SVP-Nationalrat) ausdrückt: «Frau ist Frau, Mann ist Mann, fertig. Keine Ahnung, was die Antifeministen da zusammenbasteln. Von mir aus können sie weiterbasteln, aber interessieren tut es mich nicht.»

(job)