Geri-Gate

14. Dezember 2014 14:27; Akt: 06.09.2016 11:26 Print

Anwalt zeigt Chefredaktor Patrik Müller an

Die Untersuchungen in der Nacktselfie-Affäre weiten sich aus: Nun soll auch gegen den Chefredaktor der «Schweiz am Sonntag» ermittelt werden.

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Der Badener Stadtammann und Grünen-Nationalrat Geri Müller hat die Anzeige in seiner Nacktselfie-Affäre ausgeweitet. Er verlangt, dass nun auch die Rolle des Journalisten untersucht wird, der die Affäre Mitte August erstmals öffentlich gemacht hatte.

Andreas Meili, der Anwalt von Geri Müller, bestätigte entsprechende Meldungen der «SonntagsZeitung» und des «SonntagsBlick». Der Ausweitungsantrag betreffe Patrik Müller, den Chefredaktor der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Gegen weitere Chefredaktoren seien keine solchen Anträge erfolgt und auch nicht geplant, sagte er zu anderen Informationen, die in der Sonntagspresse verbreitet wurden.

Die Strafuntersuchung wird von der Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland in Biel geführt. Sie betraf zuerst nur die Chatpartnerin von Geri Müller, wurde dann aber auch auf den PR-Berater Sacha Wigdorovits und Josef Bollag ausgeweitet.

Chatverkehr im Zentrum

In allen vier Fällen geht es um den Chatverkehr, der zwischen Geri Müller und der Chatpartnerin ablief. Die Chatpartnerin wurde angezeigt, weil sie die privaten Gespräche ohne Wissen von Geri Müller aufgezeichnet hatte. Patrik Müller, Sacha Wigdorovits und Josef Bollag wird vorgeworfen, dass sie diese Gespräche verwendet, weitergegeben oder Dritten zugänglich gemacht haben.

Patrik Müller hatte in seinem ersten Artikel über die Affäre ein Tondokument erwähnt, das der «Schweiz am Sonntag» vorliege. Aus diesem gehe hervor, dass Geri Müller die Frau aufforderte, abzustreiten, dass sie mit ihm Kontakt hatte. Die Zeitung zitierte auch andere Passagen aus dem Chatverkehr von Geri Müller und seiner Chatpartnerin.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Schweizer am 14.12.2014 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gerri Müller sitzt es aus!

    Der einzige der hier Verfehlungen gemacht hat ist Gerri Müller - als öffentliche Person ist er nicht tragbar, aber als linker kann man sich das ja leisten und aussitzen! Ein liberaler oder rechter Politiker wäre schon lange von seiner Partei abgesetzt worden, aber Herr Müller hat nichts gelernt und verzichtet sicher nicht einfach auf ZWEI lukrative Einkommen....

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  • aargau er am 14.12.2014 23:38 Report Diesen Beitrag melden

    Schier unglaublich

    Aber jede Woche müssen wir diesen GM in der Tagespresse mindestens einmal ertragen. Wann merkt er endlich, dass seine Zeit abgelaufen ist?

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  • kranken schwester am 15.12.2014 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    er kanns nicht lassen

    er kann es nicht lassen...wenn er schon nicht das rückgrat hatte um zurück zu treten, dann würde er nun besser still sein und gras über die geschichte wachsen lassen. aber der schuss könnte für ihn auch nach hinten losgehen....! aber wenn dann abgewählt, kann er ja wieder als pfleger im gesundheitswesen arbeiten.!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jupi Klug am 15.12.2014 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn

    Hat Baden wirklich keine andern Kandidaten für das Amt des Stadtammans.Armes Baden.

  • Studiosus am 15.12.2014 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zufall

    Patrick Müller ist heimatberechtigt in Lengnau AG. Was für ein Zufall!

  • Go Geri Team am 15.12.2014 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Geri Müller!

    Eigentlich ist es unglaublich, dass Geri Müller nun selber aufräumen muss. Er selber hat nachweislich nie eine Straftat begangen, bei den übrigen Beteiligten ist das bislang mehr als unklar. Dass diese zwielichtigen Gestalten sich nun nicht mehr länger hinter ihrer klebrigen und verdrehten Moral verstecken können und sich vor Gericht verantworten müssen, ist ein erster Sieg der Gerechtigkeit. Danke Geri Müller!

    • Geri Team 2 am 15.12.2014 13:16 Report Diesen Beitrag melden

      Tausend Dank!

      Genau so ist es. Gut gibt es Geri, der Recht und Gesetz in diesem Land zum Durchbruch verhilft. Danke Geri Müller!

    • Samichlaus am 15.12.2014 18:49 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Straftat, aber was?

      Das man sich bei so einem noch bedanken muss, sogar tausend mal finde ich das hinterletzte. Was hat denn das noch mit Gerechtigkeit zu tun. Wenn so einer noch gegen verdrehte, klebrige Moral sorgen muss, dann gute Nacht Baden..

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  • Spielt das eine Rolle? am 15.12.2014 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    So so

    Nacktheit ist etwas seeeehr schlimmes. Das hat uns die Kirche schon immer eingebläut. Im Zeitalter des iPhones ist es noch immer so. Eine schlimme Sache, diese Nacktheit. Als gar nicht schlimm gelten dagegen auch im i-Zeitalter das In-die-Pfanne-Hauen Andersdenkender. Das darf man, soll man. Denn Interessen müssen ja vertreten sein.

  • kranken schwester am 15.12.2014 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    er kanns nicht lassen

    er kann es nicht lassen...wenn er schon nicht das rückgrat hatte um zurück zu treten, dann würde er nun besser still sein und gras über die geschichte wachsen lassen. aber der schuss könnte für ihn auch nach hinten losgehen....! aber wenn dann abgewählt, kann er ja wieder als pfleger im gesundheitswesen arbeiten.!

    • Lukas am 15.12.2014 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kranke Schwester

      Absolut schwacher Kommentar. Wenn er schon in der Öffentlichkeit kritisiert wird, soll er auch aufzeigen können wie das soweit gekommen ist. Und das könnte auch für andere unangenehm werden. Warum also soll er ruhig sein und Gras wachsen lassen?

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