Gleichstellung

21. Mai 2019 10:41; Akt: 21.05.2019 11:17 Print

SP fordert Elternzeit und günstige Kitas

Schutz vor sexueller Belästigung, bezahlbare Krippen, Teilzeitarbeit für Väter und Mütter: Das sind die Forderungen der SP zur Gleichstellung.

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Die SP-Bundeshausfraktion packt im Wahljahr ein halbes Dutzend ihrer Kernforderungen zur Gleichstellung in einen Sechspunkteplan. Diese Offensive soll in der nächsten Legislatur Früchte tragen.

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Die SP-Abordnung im Bundeshaus will von 2019 bis 2023 nach einer «verlorenen Legislatur» die Gleichstellung voranbringen und damit zahlreiche Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützen. Dafür brauche es neue Mehrheiten im Parlament, so der Tenor am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bern zu dieser Wahloffensive.

Krippen und Arbeitsschutz

Die SP-Parlamentarier fordern in ihrem Plan eine echte Elternzeit und gute Rahmenbedingungen für berufstätige Eltern, gute und bezahlbare Krippenplätze für alle, eine Alimentenbevorschussung für alle, die Anerkennung der Angehörigenpflege, eine harte Bestrafung von Lohndiskriminierung sowie einen besseren Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Die entsprechenden Massnahmen sollen durch Anpassungen der jeweiligen gesetzlichen Grundlagen umgesetzt werden.

Mit einem Vater- und Mutterschaftsurlaub von je mindestens 14 Wochen und anschliessend mindestens 10 Wochen Elternzeit für beide Elternteile strebt die SP eine angemessene Teilhabe zwischen Mann und Frau bei der Kinderbetreuung von Anfang an an.

Zudem will sie Arbeitgeber zwingen können, Jungeltern nach der Geburt eine Umstellung auf Teilzeitarbeit zu ermöglichen. Zur Kinderbetreuung für alle verlangt die Partei, dass sich Staat und Arbeitgeber stärker an der Finanzierung der externen Kinderbetreuung beteiligen und entsprechende Qualitätsvorgaben machen. Zudem müsse die Finanzierung national vereinheitlicht werden.

Nur sieben Kantone bevorschussen Alimente

Weiter sollen gemäss dem Sechspunkteplan neu alle Kantone Unterhaltsbeiträge vorschiessen müssen, wenn die Unterhaltspflichtigen die Beiträge nicht zahlen. Heute tun dies nur sieben Kantone, und diese Beiträge sind zudem unterschiedlich hoch. Ausbleibende Unterhaltsbeiträge sind laut SP ein Grund, weshalb viele Alleinerziehende in die Armut rutschen.

Mit einer schweizweiten Betreuungszulage für pflegende Angehörige und Betreuungszeit für Arbeitnehmende, die Angehörige pflegen, will die SP ebenfalls mehr Chancengleichheit erreichen. Arbeitnehmende sollen zudem ihren Beschäftigungsgrad um maximal 20 Prozent reduzieren können, wenn sie dauernd Angehörige pflegen.

Ansprechspersonen für Belästigte

Um die Löhne von Frauen wirksamer zu schützen, postuliert die SP jährliche betriebsinterne Lohnanalysen in Unternehmen ab fünfzig Mitarbeitenden. Der Nationalrat will dieses Instrument erst für Firmen mit mindestens hundert Vollzeitstellen einführen. Fehlbare Betriebe sollen auf einer öffentlich zugänglichen schwarzen Liste landen. Im Wiederholungsfall sollen den Unternehmen Bussen bis zu 40'000 Franken drohen.

Schliesslich schweben der SP in Unternehmen ab fünfzig Angestellten externe Ansprechpersonen für Mitarbeitende vor, die sich am Arbeitsplatz sexuell belästigt fühlen. Unternimmt der Arbeitgeber zu wenig, um sexuelle Belästigungen zu verhindern, soll er höhere Entschädigungen an die Opfer zahlen müssen.

(kat/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia Zil lig am 21.05.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nichts

    wenn die SP Vorschläge bringt, kostet es viel, und bringt nichts

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  • Michi am 21.05.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich gehe mal davon aus

    Dass alle Fordernden von SP solche Arbeitsplätze anbieten.

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  • Maxxxxxxxxxx am 21.05.2019 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ledige sollten mehr Pflichten haben

    Und Ledige sollten die Pflicht haben, alles zu bezahlen was die Eltern so fordern. Wie war das noch mal, jeder ist gleich vor dem Gesetz. Schweizer-Gesetzbuch eines der lustigsten Witz-Bücher das ich kenne

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jaja am 22.05.2019 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hr. aebischer

    Das einzige was unseren planeten noch retten könnte ist, weniger menschen. Ob hr. aebischer das weiss?

  • A.Scheurer am 22.05.2019 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Eltern lassen sich nicht Finanzieren !

    Aber es ist natürlich bepuem wenn man das Offerriet bekommt ! Alles gesponsert von der SP

  • Pewter Sturzenegger am 22.05.2019 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    immer nur fordern

    In der Küche triffst Du nie einen SPler an. Die profilieren sich nur am Tisch, wenn es um die Essensverteilung geht.

  • Fränzi am 22.05.2019 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Lachen

    Am besten fängt die SP zuerst einmal an ihren Laden in Ordnung zu bringen.

  • Vreni am 22.05.2019 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Es solle aber bitte die bezahlen die von den Forderungen profitieren. Ich konnte leider keine Kinder haben. Wenn ich mit meine Steuergeld und Sozialleistungen an alle wünsche bestimmter Volksgruppen bezahlen muss, warum soll ich noch arbeiten gehen?

    • Aaaach am 22.05.2019 09:05 Report Diesen Beitrag melden

      Sind

      Wir wieder mal in der Trötzli Phase.....

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