Schweizer Armee

26. Juli 2018 21:23; Akt: 26.07.2018 21:23 Print

Trotz finanzieller Anreize macht kaum einer weiter

Seit kurzem können angehende Offiziere von einem finanziellen Zustupf bei zivilen Aus- und Weiterbildungen profitieren. Das Interesse daran hält sich aber in Grenzen.

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Um den seit Jahren anhaltenden Mangel an Offizieren in der Schweizer Armee zu bekämpfen, setzt der Bundesrat seit Beginn dieses Jahres auf finanzielle Anreize. So erhalten angehende Offiziere bis zu 14'400 Franken an Studium oder Sprachschule bezahlt.

Wie die «Luzerner Zeitung» und das «St. Galler Tagblatt» nun berichten, hält sich das Interesse an diesem Angebot aber in Grenzen. Lediglich zwölf Gesuche sind bisher eingegangen – bewilligt wurden davon fünf. Die anderen sieben Gesuche wurden abgelehnt, weil sie entweder unvollständig waren oder von Personen gestellt wurden, die aufgrund ihres Ausbildungsdatums kein Anrecht auf das Angebot hatten, sagt Armeesprecher Stefan Hofer zur «Luzerner Zeitung».

Obwohl die Anzahl der Anmeldungen durchaus gering ist, will die Armee am Angebot festhalten und denkt sogar daran, es auszubauen. Künftig könnten auch Unteroffiziere von solchen Ausbildungsgutschriften profitieren.

Neue Zahlen nächstes Jahr

Um die Attraktivität der Offiziersausbildung hochzuhalten, lancierte die Armee als zweite Massnahme ausserdem eine engere Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen. Seit rund zwei Jahren kann die Offiziersausbildung in der Schweizer Armee ans Studium angerechnet werden. So müssen an der Universität weniger Kurse belegt werden.

Wie sich die Angebote auf den Offiziersmangel auswirken werden, kann noch nicht beurteilt werden – die letzten Zahlen liegen bereits zwei Jahre zurück. Eine Einsicht könnte die Armeeauszählung im Frühjahr 2019 geben.

(fur)