Viren-Überträgerin

27. September 2019 13:59; Akt: 27.09.2019 13:59 Print

Tigermücke breitet sich immer mehr aus

Die Asiatische Tigermücke ist zum ersten Mal in Genf gesichtet worden. Das müssen Sie über die Insekten wissen.

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Die Asiatische Tigermücke fällt durch ihre schwarz-weisse Musterung auf und ist nicht grösser als ein 5-Räppler. Sie gilt als aggressiv und als potenzieller Krankheitsüberträger. Hier sieht man die schweizweit wichtigsten Fundorte der Asiatischen Tigermücke. Sie werden meist mit Lastwagen oder Reisefernbussen eingeschleppt. Da die Mücke die Eier an kleine Wasseransammlungen legt, sollten Kannen, Behälter und Topfschalen umgekippt werden, damit sich kein Wasser ansammelt. Lange Ärmel und Hosen, sowie Anti Brumm helfen gegen die Mückenstiche. Auch die Behörden der beiden Basel warnen vor der aus Asien eingeschleppten Mücke. Das Merkblatt zeigt, wo sich die Biester rund um Haus und Garten gern einnisten. Die Mücken vermehren sich in stehendem Wasser. Solche Fallen für Eier der Tigermücke sind in Regionen der Schweiz aufgestellt und werden regelmässig kontrolliert. Die zweite Art von Fallen lockt ausgewachsene Mücken mithilfe spezieller Duftstoffe und CO2 an. Die Tiere werden gefangen und anschliessend untersucht. Die folgenden Abbildungen zeigen, wie sich die eingeschleppte Mücke seit 2005 in Europa ausgebreitet hat. Bereits fünf Jahre später war eine Zunahme zu verzeichnen. Im Zuge des Klimawandels wird vorausgesagt, dass weitere Gebiete ein Überleben der asiatischen Tigermücken potentiell ermöglichen. Eine regelmässige Überwachung der Asiatischen Tigermücke in West- und Zentraleuropa wird laut Swiss TPH in Basel immer wichtiger. Die Asiatische Tigermücke könnte Krankheiten wie das Dengue-Fieber oder das Chikungunya-Fieber übertragen. Laut Dr. Gabi Müller sind bis jetzt aber in der Schweiz noch keine Fälle bekannt.

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Die Asiatische Tigermücke breitet sich in der Schweiz zunehmend aus. Nun sind erstmals Exemplare dieser Stechmückenart in Genf entdeckt worden. Erst kürzlich war sie auch in Kanton Schaffhausen nachgewiesen worden.

Zuvor war die Mückenart schon in den Kantonen Zürich und Basel aufgetaucht. Die Tigermücke breitet sich seit Jahren in Europa aus, indem sie den internationalen Waren- und Personenverkehr als Transportmittel nutzt. Sie ist potentielle Überträgerin von tropischen Viruserkrankungen wie Dengue-, Zika- und Chikungunyafieber.

Damit sie eine solche Krankheit übertragen, müssen sie zuvor aber eine infizierte Person gestochen haben. Eine lokale Krankheitsübertragung gab es in der Schweiz bisher nicht. Die Ansteckungsgefahr ist somit praktisch gleich null.

(fss/sda)