Ab Montag

26. Oktober 2013 23:20; Akt: 26.10.2013 23:21 Print

Auf einen Schlag 20 Prozent mehr Einbrüche

von Vroni Fehlmann - Die Versicherungsgesellschaft Allianz Suisse warnt vor einem massiven Anstieg von Einbrüchen mit der Zeitumstellung. Die Hauseigentümer sollen ihre Heime besser schützen.

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Ab Montag nehmen die Einbrüche laut der Allianz wieder massiv zu. (Bild: Colourbox)

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Am Sonntag ist es wieder so weit, die Uhren werden wie jedes Jahr eine Stunde zurück gestellt. Und damit steigt offenbar auch die Gefahr eines Einbruchs: Die Allianz Suisse verzeichnet jedes Jahr direkt nach der Zeitumstellung auf einen Schlag rund 20 Prozent mehr Schadensmeldungen. Im ganzen Winter sind es rund 30 Prozent mehr Fälle als im Sommer, wie es in einer Mitteilung heisst. Laut dem Bundesamt für Statistik gäbe es im November fast doppelt so viele Einbrüche wie etwa im Juli.

Dass es bei einer Zeitverschiebung von nur einer Stunde zu einem solch massiven Anstieg kommen kann, begründet Allianz-Sprecher Harry Meier mit der Dämmerung: «Es handelt sich eben um eine entscheidende Stunde. Vorher hatten Sie bei Feierabend noch Tageslicht, danach ist es bereits dunkel. Täter nutzen die frühe Dunkelheit und schlagen zu, bevor Haus- oder Wohnungsbesitzer zu Hause sind.» Im Durchschnitt verursache ein Einbruch 5'275 Franken Schaden. Im Jahr 2012 betrug die Gesamtsumme der Schäden 24 Millionen Franken.

Keine Büsche und gute Nachbarn

Laut Meier liegt das Kernproblem bei der fehlenden Sensibilisierung der Hauseigentümer und Mieter. «Die Schweiz ist ohnehin ein attraktives Land für Einbrecher, weil es eine reiche Nation ist, die noch nicht genug Wert auf den Einbruchsschutz legt.» Jörg Zinsli, Leiter Schaden bei der Allianz Suisse, bestätigt: «Im Schutz der Dunkelheit ist es für Diebe oft ein Leichtes, sich an schlecht gesicherten Türen und Fenstern zu schaffen zu machen, ohne von den Nachbarn oder Passanten gesehen zu werden.» Laut der Kantonspolizei Basel-Stadt reiche den Tätern in 90 Prozent der Fälle ein Schraubenzieher, um in eine Wohnung zu gelangen.

Die eigenen vier Wände können laut Meier mit einfachen Mitteln sicherer gemacht werden. Er rät beispielsweise, in der Wohnung oder ums Haus herum Lichtquellen, Alarmanlagen oder Bewegungsmelder zu installieren. Diese wirkten abschreckend. Mit Zeitschaltuhren liessen sich auch Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sichern. Ausserdem solle man dafür sorgen, dass keine Büsche die Sicht zu den Fenstern und Eingängen versperren. Denn diese würden Einbrechern zusätzlichen Schutz bieten. Äusserst effektiv seien auch gute Türen mit sicheren Schlössern, welche laut Meier derzeit bei vielen Schweizern noch fehlten. «Am meisten wert sind allerdings gute Nachbarschaftsverhältnisse.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bürger am 27.10.2013 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kuscheljustiz

    Nicht die Reiche Schweiz fördert Einbrüche, sondern der lasche Umgang mit den Einbrechern.

  • Bernereidgenosse am 27.10.2013 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem liegt eindeutig in Bern

    Am Problem vorbeiwursteln! Nein nicht wir Bürger müssen was machen der Staat hat die Aufgabe uns zu schützen. Wenn der Staat (Politiker) das nicht hinkriegen, dann wählt die Unfähigen ab und schickt sie in die Wüste

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  • Markus Wälchli am 27.10.2013 00:25 Report Diesen Beitrag melden

    mir wurde vor dem Schlafzimmer

    Mir wurde vor dem Schlafzimmer wo mein Motorrad abgestellt ist, in diesem Jahr 2 mal das Kontrollschild vom Motorrad geklaut! Ich wohne in Biel, wie mir bei der wiederbeschaffen auf dem Strassenverkehrsamt gesagt wurde sei das in Biel NORMAL!! Täglich gingen Verlustmeldungen ein! Hat die linke Politik versagt?? Mit Zeitumstellung hat das nichts zu tun!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel Amsler am 27.10.2013 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Zeitumstellung.... Werbung?

    Ach ja Allianz........... 1. Allianz einer der schlechtesten Versicherungen der Schweiz. 2. Einfach den Bürgern die Schuld zu schieben. 3. Noch einfacher der Zeitumstellung die Schuld zu schieben. Keine Versicherung zahlt gerne, vor allem die Allianz nicht. Die Einbrecher richtig straffen, und es spricht sich rum. Danach haben wir es ruhiger

  • Peter am 27.10.2013 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklicher Schutz

    Nach dem letzten Einbruch meinte die Polizei das es keinen wirklichen Schutz dagegen gibt. Vielleicht hilft wirklich nur ein Hochspannungszaun!

  • Ivan Salianov am 27.10.2013 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Zu naiv

    Ich bin in vielen Ländern unterwegs, aber soviel Unbekümmertheit wie in der Schweiz habe ich nirgends gesehen!

  • Karl Manz am 27.10.2013 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Unternehemens Berater

    Ja genau. Die Behoerde ist untaetig und viel zu milde mit den Einbrechern.

  • Graupe am 27.10.2013 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Einbruch in Wohnung oder Haus

    Wer hat was in einem fremden Haus oder Wohnung ohne Voranmeldung zu suchen? Ich denke niemand, oder wo ist der Anstand geblieben. Ich möchte allen diesen Befürwortern von Herzen gönnen wenn sie nachts ungebetenen Besuch bekommen und die Kinder ein Trauma und die erwachsenen einen Frust erleben, weil man sich nicht wehren sollte. Liebe Egoisten lässt euch mal ein solches Szenario durch den Kopf gehen, wenn es euch selbst auch mal treffen könnte.