Schweizer Wetter

31. Juli 2014 08:30; Akt: 31.07.2014 09:44 Print

Auf nasse Nacht folgt Zwischenhoch

In der Nacht auf Donnerstag ist es vor allem in der Zentral- und Ostschweiz nochmals zu kräftigen Niederschlägen gekommen. Jetzt sorgt ein Zwischenhoch für freundlicheres Wetter.

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Blick über den Genfersee von Lausanne aus, am Morgen des 31. Juli. «Wegen des andauernden Regens haben wir 20 cm Wasser im Garten», schreibt Leser-Reporter A. Meyer aus Erzenholz bei Frauenfeld TG. Für die Nacht auf den 31. Juli haben Meteorologen bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter vorausgesagt. «Nicht nur die Menschen leiden unter den aktuelle Wetterkapriolen», erinnert uns Leser-Reporter Pascal Rupp. Er hat beobachtet, wie sich eine Maus bei Erlen TG an Land gerettet hat. Wegen der starken Regenfälle wurden erhebliche Mengen Schwemmholz in Schweizer Seen gespült. Auf dem Brienzersee wird das Treibgut mit Schwemmholzsperren gebunden. Schiffsführer werden aufgefordert, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Die Hochwasser führende Aare im in der Matte nach erneuten heftigen Regenfällen am Dienstag, 29. Juli 2014. Am Nachmittag des 29. Juli zogen gleich mehrere Funnel über Schweizer Seen. Funnel sind Vorstufen von Wasserhosen, ... ... die aber die Wasseroberfläche nicht berühren. Laut Meteonews sind diese Trichterwolken ungefährlich. Am Morgen nach dem Unwetter werden im Rheintal die Schäden begutachtet. Mit vereinten Kräften wird der Schlamm aufgetürmt ... ... und abtransportiert. Das Ausmass der Schäden wird erst in ein paar Tagen klar sein. In Berneck SG helfen alle bei den Aufräumarbeiten mit. Auch in Bumbach im Kanton Bern gibt es nach einem Hangrutsch viel zu tun. In Altstätten SG steht ein Restaurant unter Wasser. Blick aus der Vogelperspektive auf Altstätten SG am Dienstagmorgen, 29. Juli. Wassermassen wälzen sich durch die Stadt. Die Aufräumarbeiten sind im vollen Gang. Land unter in Altstätten: Sogar Autos werden mitgerissen, wie Videos von 20 Minuten-Leser-Reportern zeigen. Flut in Altstätten SG. Ein Leser-Reporter hofft nur noch auf ein Ende. In Altstätten steht die Ringgasse unter Wasser... Wie auch der Bahnhof. Wo die Fluten wieder nachlassen, zeigt sich ein Bild der Zerstörung. Galterenbach im Kanton Fribourg: Wasser über statt unter der Brücke. In Luthern ist eine Strasse zerstört worden. In Sempach stand der TCS-Campingplatz teilweise unter Wasser. Die meisten Camper nahmens laut TCS mit Humor. «Heute schwimmen wir im Zelt und nicht im See», scherzen die Campingbewohner. Auch in Agno ist der Zeltplatz überflutet. Die Ilfis in Emmental wird zum reissenden Fluss. «Fussballplatz oder Schwimmbad?», fragt ein Leser aus Menznau. Im Appenzellerland hagelt es: Ein Bild aus Gais. Auch in Hütten ZH kam es am Montagabend zu Überschwemmungen. Aus Schüpfheim LU erreichen uns ebenfalls dramatische Bilder. Im Kanton Luzern sind innert weniger Stunden um die hundert Schadensmeldungen eingegangen. Die Feuerwehr steht im Dauereinsatz. In Muttenz steht ein Keller unter Wasser. Auch in Wallisellen ZH beginnt es nach dem Feierabend mit dem Regen. Der Bahnverkehr ist durch das Unwetter im Emmental gestört. Das Emmental steht wieder unter Wasser. In Zäziwil sind Strassen überflutet. Der Kreisel gleicht einem Bach. Auch in Wolhusen LU fahren die Autos durchs Wasser. «In Mirchel/Oberhünigen verwandelten sich die Strasse innert kürzester Zeit in einen Bach und die Weiden in einen See», schreibt ein Leser. In Luthern LU braucht es ebenfalls Wasserfahrzeuge. Das Wasser bahnt sich seinen Weg ... ... auch durch das Dorf. In Biel Benken BL sind dunkle Wolken und Blitze zu sehen. In Luthern stehen Gärten unter Wasser. In Allschwil BL hat der Hagel einen Pavillon zerfetzt. Auch im Tessin in Agno sieht es düster aus. Die Gewitterfront hat Basel erreicht. In Basel gab es am Nachmittag viel Regen und Hagel. Einige Strassen waren schnell unter Wasser. Dunkle Wolken über Seftigen BE. Am Montagnachmittag fielen in Flüh SO riesige Hagelkörner. Auch in Muttenz fiel eine Menge Hagel. Weisse Körner gab es auch in Laufental BL. Warnstufe Rot für die westlichen Vor- und Hochalpen sowie fürs Berner Oberland auf dem Wetterportal Meteonews.

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Am letzten Tag eines der nassesten Sommermonate seit Messbeginn baut sich ein Zwischenhoch aus, das die Luft abtrocknet und am Donnerstag für freundliche Verhältnisse sorgt.

Gemäss Meteonews wird es am Donnerstag im Westen recht sonnig und auch im Osten ist eine langsame Wetterbesserung in Sicht. Die Temperaturen betragen zwischen 22 bis 26 Grad. Im Süden ist es schön bei sommerlichen 30 Grad.

In der Nacht hat es allerdings wieder kräftig geregnet, womit die Regensummen an einigen Stationen nochmals deutlich angewachsen sind. Am meisten Regen fiel laut dem Wetterportal von Mittwochabend um 17 Uhr bis Donnerstagmorgen um 7 Uhr auf dem Titlis mit 52 Millimeter, gefolgt vom Säntis mit 48 mm.

Schon zum Nationalfeiertag am Freitag muss man vor allem in den Bergen am Nachmittag wieder mit Gewittern und Platzregen rechnen. Das erhöht die Erdrutsch- und Überschwemmungsgefahr erneut.

Heikle Lage wegen nasser Vorgeschichte

Der Mittwoch hatte mit nur gelegentlichem Regen zwar eher ruhig begonnen. Doch im weiteren Verlauf wurden die Niederschläge wieder häufiger und intensiver. «Die Schweiz befindet sich nach wie vor in einem Tief», sagte Meteorologe Klaus Marquardt von Meteonews.

Eigentlich war der Mittwoch ein «normal wüster» Tag, es herrschte keine Unwetterlage. Weil die Böden vom starken Regen der letzten Tage aber schon gesättigt waren, wurde die Situation als weiter heikel eingeschätzt, die Gefahr von Hochwasser, Hangrutschen und Murgängen ist noch nicht gebannt.

Die Wetter-Lage der letzten Tage im News-Ticker:

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(kko/sda)