Wakkerpreis 2009

13. Januar 2009 11:04; Akt: 13.01.2009 14:47 Print

Ausgezeichnetes Yverdon-les-Bains

Der Wakkerpreis 2009 geht an die Waadtländer Kleinstadt Yverdon-les-Bains. Der Schweizer Heimatschutz würdigt mit der Auszeichnung den Umgang Yverdons mit dem öffentlichen Raum - nicht nur in der historischen Altstadt.

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Das 'Maison d'Ailleurs' in Yverdon-les-Bains. Das Museum fuer Science-Fiction, Utopien und aussergewöhnliche Reisen ist um das ehemalige Kasino (links) erweitert worden. Der Busbahnhof auf dem Bahnhofplatz. Die Luzerner Architekten Bosshard und Luchsinger sowie der Landschaftsarchitekt Stefan Köpfli schufen rechtzeitig zur Expo.02 ein Bindeglied zwischen Altstadt und Bahnhof. Pavillons im 'Parc des Rives'. Der Park am Ufer des Neuenburgersees wurde nach der Expo.02 durch das Architekturbuero Localarchitecture und die Landschaftsarchitekten von Paysagestion in Lausanne umgestaltet. Der Wakkerpreis 2009 des Schweizer Heimatschutzes (SHS) geht an Yverdon-les-Bains (VD). Die Stadt am Neuenburgersee wird damit fuer den vorbildlichen Umgang mit dem öffentlichen Raum ausgezeichent. Busbahnhof Das 'Centre de psychiatrie du Nord vaudois' (CPNVD). Die psychiatrische Klinik des Genfer Architekturbueros 'Devanthery et Lamuniere' in der Form eines uebergrossen 'H' wurde im Jahre 2003 eingeweiht Busbahnhof Pavillons im 'Parc des Rives' Das 'Centre de psychiatrie du Nord vaudois' Das 'Centre professionnel du Nord vaudois' (CPNV). Die Unterrichtsräume, die Turnhalle und die Ateliers im Neubau des Lausanner Bueros Brauen und Wälchli konnten 1998 den Berufsschuelern übergeben werden. Das 'Centre professionnel du Nord vaudois' (CPNV) Das 'Centre professionnel du Nord vaudois' (CPNV) Die 'Haute Ecole d'Ingenierie et de Gestion du Canton de Vaud' im 'Centre Saint-Roch'. Die ehemalige Produktionsstätte von Paillard-Bolex, wo Klassiker wie die Schreibmaschine Hermes Baby oder die Bolex-Filmkameras ihren Ursprung nahmen. Das 'Centre de psychiatrie du Nord vaudois'

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Yverdon habe bereits an der Expo.02 mit dem neu gestalteten Bahnhofplatz auf sich aufmerksam gemacht. Seither versuche Yverdon die Verbindung zwischen Altstadt und See wieder aufzuwerten, begründete der Schweizer Heimatschutz (SHS) am Dienstag die Preisvergabe. Altstadtkern und Seeufer waren im 19. Jahrhundert durch die Eisenbahn und Industriezonen getrennt worden.

Jüngstes Beispiel für diese Entwicklung sei der letztes Jahr eingeweihte Parc de Rives. Auf diesem Teil der früheren Arteplage setzten Landschaftsarchitekten mit wenigen baulichen Elementen Akzente und schufen eine geschätzte Erholungszone.

Auch der Umgang mit der Altstadt sei sorgfältig. Sie werde nicht zum Museum gemacht, sondern sei lebhaft und authentisch. Die modernen Eingriffe zeugten vom behutsamen Umgang mit dem gebauten Erbe.

Der mit 20 000 Franken dotierte Wakkerpreis wird der Stadt am 27. Juni übergeben. Seit 1972 zeichnet der Heimatschutz mit diesem Preis jedes Jahr Gemeinden für vorbildliche Leistungen in der Siedlungs- und Ortsbildentwicklung aus. Im letzten Jahr war Grenchen Wakkerpreisträger.

(sda)