«Falscher» Name

09. Juni 2019 05:46; Akt: 09.06.2019 09:08 Print

Vermieter diskriminieren Kosovaren und Türken

Ihr Name erschwert Ausländern in der Schweiz die Wohnungssuche. Dies zeigt eine Studie des Bundes.

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Die Untersuchung im Auftrag des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) kommt zum Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Wohnung besichtigen zu dürfen, steigt oder sinkt, abhängig davon, mit welchem Namen ein Bewerbungstext gezeichnet ist, wie der «SonntagsBlick» berichtet.

Eine Forschungsgruppe der Universitäten Genf, Neuenburg und Lausanne hatte zwischen März und Oktober 2018 über 11'000 Anfragen für Wohnungsbesichtigungen verschickt. Sie meldeten sich auf reale Wohnungsanzeigen in der ganzen Schweiz und zeichneten die einen Bewerbungen mit typisch einheimischen Namen, die anderen mit Namen, die auf eine Herkunft aus Deutschland, Frankreich, Italien, dem Kosovo und der Türkei schliessen lassen.

«Personen mit einem kosovarischen oder türkischen Namen haben eine deutlich geringere Chance, zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen zu werden», schreiben die Autoren. Besonders gross ist das Handicap für Menschen mit dem «falschen» Namen, wenn sie sich für eine sehr günstige Wohnung eines privaten Vermieters interessieren: Bei solchen Objekten ist ihre positive Antwortrate fast zehn Prozentpunkte tiefer als für Personen mit Schweizer Namen.

(scl/sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Dieser Hass auf Ausländer lieben wir sehr... Es lebe die Insel Schweiz... – Martial2

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Remo S. am 09.06.2019 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Ich wohne in einem 20 Familien Wohnblock. 15 Namen am Briefkasten kann ich nicht aussprechen.

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  • H.T. SH am 09.06.2019 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine Liegenschaft, meine Entscheidung

    Ich nehme an, im Ausland werden auch die Einheimischen bei der Wohnungssuche bevorzugt. Man könnte doch mal darüber eine Studie machen, aber auch diese interessiert wohl niemanden wirklich.

  • Ehemaliger Vermieter am 09.06.2019 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefallen lassen

    Man kann hier nicht alle über einen Leisten schlagen, aber wenn ich Probleme hatte mit Mietern (fehlende Zahlungen bis hin zu gar nicht mehr bezahlen, Streit mit Nachbarn, Sachbeschädigungen usw.), dann waren es halt solche. Und in der Schweiz ist der Mieterschutz so gross, dass es zT bis zu einem Jahr dauerte, bis ich meine Wohnung wieder frei hatte. Es hat nichts mit Diskriminierung sondern viel mehr mit Eigenschutz aufgrund wiederholter schlechter Erfahrungen zu tun. Irgendwann muss einfach Schluss sein. Dennoch habe ich immer allen eine Chance gegeben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hs am 10.06.2019 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht von ungefähr

    Ob diese Geschichte so wie dargestellt immer der Wahrheit entsprechen sei dahingestellt. Im übrigen gilt für viele Vermieter der Spruch: "Gebranntes Kind scheut das Feuer."

  • Barbara S. am 10.06.2019 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ein CH-Paar ...

    ohne Migrationshintergrund und sagen von sich sie seien "Eidgenosse". Beide vom Sozialstaat abhängig. Bezahlen die Rechnungen und Mieten nicht. Jammern dann, weil ihnen nicht geholfen wird (Wohnung finden/Umzug etc.) und reklamieren über Ausländer am Sozialtropf. Für alles andere gibt es das Gesetz inkl. Mietrecht nebst anderen Stellen, welche bei der Wohnungssuche in ihrem beschränkten Rahmen helfen können.

  • Stavi am 10.06.2019 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen

    Es würde mich nicht erstaunen, wenn deswegen eine politische Initiative erfolgt. Irgendwann wurde gesagt, es wären höchstens 8'000.... Jedes Jahr überweisen 200'000 Kosovaren geschätzte 1.8 Milliarden Euro in den Kosovo. Geld, dass nie mehr in die CH-Wirtschaft zurück kommt. Und: trotz allem kommen die Leute, beklagen inkl.

  • C.H. am 10.06.2019 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht die Schuld bei Anderen suchen

    Klischees und Vorurteile kommen nicht einfach aus der Luft. Evtl. sollte jemand mit einem fremdländischen Namen sich in seiner eigenen Kultur umschauen und schauen, was da schief läuft, resp. was nicht in die Schweiz gehört.

  • Peter Kägi am 10.06.2019 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Namen

    Hört auf ich selber Vermieter hab eine Familie aus dem Kosovo super Leute keine Probleme. Ich bin bin auch Mieter in unserem Haus nur Probleme mit Mietern aus der eu (D). Wir Schweizer sollten uns Anpassen. Es kommt nicht auf Namen.