Flug in die Heimat

09. Februar 2015 17:05; Akt: 09.02.2015 18:06 Print

Ausreisende Asylbewerber kosten 8,5 Millionen

Die Kosten für das Ausfliegen von abgewiesenen Asylsuchenden geht in die Millionen. 8'590 Personen mussten im letzten Jahr die Schweiz verlassen.

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Eine bulgarische Familie von Asylsuchenden wird auf dem Flughafen Zürich-Kloten von Polizisten zu einem Swiss Flugzeug gebracht, das sie nach Bulgarien zurückbringt. (Bild: Keystone/Archivbild)

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Das Ausschaffen von abgewiesen Asylbewerbern kostet die Schweiz jedes Jahr Millionen. 2014 wurden 8'590 Personen abgewiesen und ausgeflogen. Kosten: 8,5 Millionen Franken. Ein Drittel der Kosten entfallen auf 41 Sonderflüge.

Diese Flüge sind laut dem Bund «Ultima Ratio» und kommen nur zum Zug bei Personen, die sich der Ausschaffung wiederholt widersetzen. Diese Personen werden in Administrativhaft genommen.

Die Kosten für die Sonderflüge, mit denen im vergangenen Jahr 252 Asylsuchende ausgeschafft wurden, beliefen sich auf rund 2,8 Millionen Franken, wie Céline Kohlprath, Sprecherin des Staatssekretariats für Migration (SEM), gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

Von den 8'590 Personen, welche die Schweiz verliessen, reisten 2'444 selbständig aus. In 6146 Fällen begleitete die Polizei die Person bis zum Flugzeug.

Bei den 8,5 Millionen Franken handelt sich nicht um die Gesamtkosten. Laut Kohlprath kommen noch die Kosten für die Polizeibegleitung hinzu. Das SEM führe aber keine entsprechende Statistik.

Ausserdem musste der Bund im vergangenen Jahr fast 3'000 Flüge annullieren oder umbuchen, mit denen Ausländerinnen und Ausländer hätten ausgeschafft werden sollen. Die Kosten dafür beliefen sich auf 390'000 Franken. In der Westschweiz gab es mehr Annullierungen als in der Deutschschweiz, dies vor allem wegen fehlender Haftplätze.

(sda)