Ferienzeit

05. Juli 2013 22:22; Akt: 06.07.2013 04:35 Print

Autonummern-Abfrage hilft Einbrechern

von Samuel Hufschmid - Autonummern-Abfragen per Handy könnten gemäss Polizei von Einbrechern missbraucht werden. Moderne Technik birgt neue Gefahren - kann aber auch helfen.

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Einbrecher setzen bei der Suche nach leerstehenden Häusern auch auf Internet und Handy. Möglicherweise nutzen sie sogar die Halterabfrage, um sich an Ferienorten oder auf Raststätten über verreiste Hauseigentümer zu informieren. Die Kantonspolizei Bern ist entsprechenden Hinweisen bereits nachgegangen, wie Polizeisprecherin Simona Benovici sagt. «Der Verdacht, dass die Autonummernabfragen von Einbrecherbanden zu diesem Zweck missbraucht werden, konnte aber nicht erhärtet werden.»

Ein Berner Rentnerpaar hatte Anfang April beobachtet, wie Unbekannte auf einer Autobahnraststätte ihr Autoschild inspizierten und geht davon aus, dass eine Halterabfrage durchführt wurde, wie sie gegenüber der «Berner Zeitung» erzählten. Zurück in ihrer Wohnung stellten sie fest, dass während ihres spontanen Ausflugs eingebrochen wurde.

Einbrecher informieren sich auch auf Facebook & Co.

Sicher ist, dass Einbrecher vermehrt auch moderne Kommunikationsmittel einsetzen, um leere Wohnungen und Häuser zu finden. «Aufgrund von Facebook-Einträgen oder Abwesenheitsmeldungen auf Telefonbeantwortern kam es bestimmt schon zu Einbrüchen, genaue Zahlen liegen jedoch nicht vor», sagt der Baselbieter Polizeisprecher Meinrad Stöcklin. Er gehe davon aus, dass insbesondere soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter von Einbrechern sehr genau verfolgt würden, um zu erfahren, ob jemand in den Ferien weilt.

Die Kantonspolizei Solothurn rät, keine Abwesenheitsnachrichten auf den Telefonbeantworter zu sprechen und auf entsprechende Statusmeldungen via Facebook und Twitter zu verzichten. Zudem soll mittels Zeitschaltuhr an einer Lampe der Eindruck eines bewohnten Hauses erweckt werden. Die moderne Technik hilft jedoch nicht nur Einbrechern, sondern erlaubt auch kreative Abwehrmassnahmen, wie unsere Bildstrecke zeigt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Auto Sperren am 06.07.2013 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Autonummer sperren lassen!

    Man kann doch die Autonummer mit einem Antrag sperren! Im Kanton ZH ist es jedenfalls so.

  • Hans Jörg am 06.07.2013 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    kleiner Tip

    Sollte bei einem eingebrochen worden sein, so kann er sicher beim Strassenverkehrsamt die letze(n) ip(s) abgefragt werden. Mit der IP ab zu der Polizei und schwub hast deinen Einbrecher (geht natürlich nur wenn er wirklich über die Abfrage die Adresse rausgefunden hat und natürlich auch nur wenn er normal im Internet unterwegs ist und nicht mit blockierter IP)

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  • Dayana am 05.07.2013 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz -> Wiederspruch

    Schon komisch, unsere daten kann und darf jeder über autonr. abrufen aber daten von steuerbetrûger werden geschützt! Tragisch und volle wiederaprüche unser gesetz!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lothar Hiestand am 07.07.2013 03:51 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz ist gewährleistet!

    Tipp für alle, die es noch nicht wissen. In der Schweiz kann man für Privatpersonen und Organisationen, ausgenommen KAPO, die Halterauskünfte beim Strassenverkehrsamt Ihres Zulassungskantons sperren lassen und schon ist das Problem gelöst! Also Herr Widmer, haben Sie noch Fragen? Dann wenden Sie sich doch an Ihr Strassenverkehrsamt, die helfen Ihnen weiter.

  • Th. Widmer am 07.07.2013 01:01 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Sauerei...

    Ich hatte niemals mein Einverständis gegeben, dass meine Autonummer Online oder anderst für jedermann Abrufbar ist. Das ist ein Skandal, und sollte Datenschutzrechtlich VERBOTEN sein. Doch unsere Justiz interessiert das Volksanliegen überhaupt nicht. Hier in Basel spielt es eh bald keine Rolle mehr, Basel soll ja Autofrei werden, doch solange man ein Fahrzeug mit BS hat, ist die Adresse Hinterlegt. Eine Willkommene Einladung für Einbrecher. Vielen lieben dank ihr Behörden, die uns die Bürger NICHT Schutzen.

    • winkelried am 07.07.2013 07:14 Report Diesen Beitrag melden

      Typisches Sommerlochthema!

      Gegen den Eintrag im Telefonbuch hast du aber nichts? Du weisst aber schon das man seine Daten sperren lassen kann? Sogar noch einfacher als die Telefonbucheinträge. Bevor man auf die Behörden schimpft und nach dem Kindergärtner ruft sollte man sich erst mal selber informieren.

    • Donald am 07.07.2013 12:10 Report Diesen Beitrag melden

      @winkelried

      Ich verstehe Th. Widmer schon. Viele Leute wissen das eben gar nicht. Vor 10 Jahren war das nicht so einfach wie heute. Damals musste man noch die Polizei oder Aukunft anrufen. Man bekam die gewünschten Informationen, musste aber doch eine gewisse Hemmschwelle überschreiten. Die Strassenverkehrsämter sollten mit der jährlichen Rechnung darauf hinweisen, dass man die Nummer sperren bzw. so leicht abrufen kann.

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  • Souichi Sugano am 06.07.2013 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz???

    Ich bin nicht Einverstanden, dass die Polizei, resp. die Behoerden, meine Autonummer Online zum Nachlesen veroeffendlichen, so das man meinen Namen und Adresse seht. Ein Skandal ist das!!! Zudem wenn jemand mit mir Kontakt aufnehmen moechte, kann er einen Antrag bei der Polizei machen, und ueber diese Nachfragen, den normalen weg, und nicht einfach Online. Unglaublich. Am ende ist entweder Eingebrochen, oder schlimmer, Raubueberfall mit Vergewaltigung, oder weniger Schlimm, nur ein Verkratztes Auto vor der Haustuere Stehen. Hoert endlich auf, unsere Daten ins Netz zu stellen. > Datenschutz!

    • Inkognito am 07.07.2013 03:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sperren

      Kannst die Nummer ja sperren. Habe ich auch gemacht :-)

    • roger am 07.07.2013 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      Aehmm...

      das ist nicht DEINE Autonummer, sondern sie gehört dem Staat und wurde Dir vermietet. Und wenn Du nicht willst, dass man auf die Daten zugreifen kann, dann sperren lassen.

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  • Martin am 06.07.2013 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Rückprüfung auf Abfrage der Autonummer

    Die Polizei könnte ja schauen wo eingebrochen wird und ob die Autonummer der Eigentümer abgefragt wurde. Aber es sind vermutlich noch 10'000 Prepaid Handy im Umlauf vor allem im Ausland. Da wird man wohl nie rausfinden wer das ist obwohl es auch da Möglichkeiten gäbe natürlich ^^. Wer die Autonummer zuletzt abgefragt hat wäre schon mal höchst verdächtig.

    • A. Diez am 07.07.2013 12:03 Report Diesen Beitrag melden

      Prepaid

      Lieber Martin. Man wird seit 2001 jetzt auch registriert, wenn man ein Prepaid Handy kauft.

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  • Datenverbraucher am 06.07.2013 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    Es braucht mehr Überwachung

    Die Leute, welche soche Abfragen machen, machen sich verdächtig. Das hilft der Polizei. Die Handydaten sind da. Dann kann man sie auch auswerten. Die Verfügbarkeit von viel Überwachungsdaten hilft eher der Polizei als den Einbrechern. Überwachungskamerabilder sind oft sehr hilfreich.

    • Souichi Sugano am 06.07.2013 21:08 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch...

      Es braucht NICHT mehr Ueberwachung, sonder mehr Datenschutz. Oder finden Sie das normal, dass unsere Behoerden, Name und Adressen Online fuer jederman einsehbar laden, wenn man nur eine Autonummer eingibt? Das ist eigendlich der richtige Skantal, dass mit unseren Daten grobfahrlaessig umgegangen wird. Die Ueberwachung hat bis heute nichts gebracht, und wird auch nichts bringen, da nur die Buergerinnen und Buerger ueberwacht werden, nicht die, die ueber die Grenze kommen und uns bestehlen, Vergewaltigen und Ausrauben.

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