Berufliche Vorsorge

04. September 2018 16:19; Akt: 04.09.2018 17:16 Print

Zinsen für Pensionskasse sollen sinken

Die Guthaben im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge sollen 2019 nur noch zu 0,75 statt zu 1 Prozent verzinst werden.

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Der Mindestzinssatz der beruflichen Vorsorge soll sinken. Seit dem 1. Januar 2017 beträgt er 1 Prozent. (Symbolbild)

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Die Guthaben im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge (BVG) sollen im nächsten Jahr nur noch zu 0,75 Prozent verzinst werden. Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge empfiehlt dem Bundesrat, den Mindestzinssatz zu senken.

Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu wie viel Prozent das Vorsorgeguthaben der Versicherten im BVG-Obligatorium mindestens verzinst werden muss. Zuletzt hatte der Bundesrat den Zinssatz auf das Jahr 2017 gesenkt, von 1,25 auf 1 Prozent. Dieser Satz gilt auch im laufenden Jahr.

Nun empfiehlt die BVG-Kommission, ihn 2019 zu senken, wie sie am Dienstag mitteilte. Die Vorschläge der Kommissionsmitglieder reichten von 0,25 Prozent bis 1,25 Prozent. In der Schlussabstimmung habe sich eine knappe Mehrheit für 0,75 Prozent und gegen 1 Prozent ausgesprochen, heisst es in der Mitteilung.

Entscheidend für die Festlegung der Höhe des Mindeszinssatzes ist die Entwicklung der Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften.

Travail Suisse: Entscheid der BVG-Kommission unverständlich

Für Travail Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist dieser Entscheid nicht nachvollziehbar. Die Kommission hätte gute Gründe gehabt, den Mindestzins bei 1 Prozent zu belassen, heisst es in einer Mitteilung. Die Pensionskassen erzielten letztes Jahr Renditen zwischen 6 und 8 Prozent. Der Entscheid werde das Vertrauen der Versicherten in die 2. Säule nicht stärken, heisst es weiter.

(nag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MSP am 04.09.2018 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So nicht!

    Nein nein und nochmals Nein! Solange die Schweiz Geld verschenken kann hier und dort und überall, sehe ich ganz anderswo Sparpotenzial! Switzerland First!

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  • Mäc Mei am 04.09.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Säu Häfeli Säu Deckeli

    Der Zinssatz sollte einen Mindestsatz und einen variablen "Gewinnbeteiligungssatz" von 30% am Gewinn beinhalten. Die machen Gewinne auf unsere Kosten mit unserem Geld - und wenn's nicht mehr reicht jammern sie beim Staat und wir retten es mit den unseren Steuern.

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  • Stefan küng am 04.09.2018 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gahts na

    Und jedes Jahr Millionen Gewinn mit unseren Geldern. Das kanns ja nicht sein das die Scherre noch weiter auseinander geht. Dazu kommt der Umwandlungssatz der auch immer mehr sinkt. Es sind viele die nicht Millionen verdienen und es sich kaum leisten können auch noch in die 3. Säule einzuzahlen. Hier sollte deingend ein Zeichen gesetzt werden und den Gewinn auch auf unsere Konten zu verteilen schliesslich ist es UNSER Geld. Schlussendlich bezahlen wir am Schluss wieder mit Sozialleistungen der Gemeinde.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jockin am 07.09.2018 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reichen Pensionskasse gesenkt werden

    Reichen Pensionskassen sollen. Gesenkt werden.

  • Umwand Lungssatz am 05.09.2018 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Ich bin überzeugt, dass die linken Pensionskassen bzw. deren Stiftungsräte die höhere Rendite erwirtschaften und die kleineren versicherungstechnischen Risiken (du wirst älter als drin Vater, klar!) aufweisen. Jeder Stiftungsrat kann höher verzinsen, wenn die notwendigen Reserven und Rückstellungen geäuffnet sind. Viel Glück Unia & Co.

    • Xeno72 am 06.09.2018 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Umwand

      Es gibt weder "linke" Pensionskassen noch "rechte" Turnhallen.

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  • Ueli der Schweizer am 05.09.2018 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    Typische bürgerlicher Politik.

    Obwohl die Pensionskassen über 5% Prozent Rendite erwirtschaften, werden die Versicherten, wenn es an die SVP, CVP, BDP und FDP liegt, mit 0,75% Verzins belohnt oder besser gesagt betrogen! Welche Politiker aus welche Parteien missbrauchen die Aufsichtsräte und verdienen dort riesen Beträgen? Genau dieselbe Politiker die die Pensionskassen in Ihren Anliegen unterstützen. Auch hier regiert mal wieder das grosse Geld und die wenigste privilegierte verdienen das Geld, dass die schweizerische Bevölkerung an Beiträge einlegt. Denk an den SVP Slogan: Sozialwerke sichern, Missbrauche bekampfen.

    • Xeno72 am 07.09.2018 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ueli der Schweizer

      Die Stiftungsräte der (echten) PKs sind paritätisch zusammengesetzt. Melden Sie sich für den SR ihrer PK.

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  • Daniel Jäggi am 05.09.2018 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Das Gauner-Gremium...

    ...wieder einmal mehr zeigt sich diese "Kommission", was sie wirklich ist. Wenn man dann noch weiss, welche Madame Christine Egerszegi (FDP), Präsidentin dieses Vereines ist, muss man sich nicht mehr wundern. Wetten, dass unsere Bücklinge unter der Bundeskuppel dem Antrag folgen werden...

  • Daisydream am 05.09.2018 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gahts no

    Die Staatsangestellten stellen Forderungen jenseits von gut 7nd böse. Gleichzeitig wird darüber informiert, dass die Pensionskassen weniger verzinsen wollen. Hier sollen wir mehr bezahlen via Steuern, da sollen wir aber weniger bekommen. Wer sieht den Fehler?!