Endlich!

06. Mai 2012 16:59; Akt: 06.05.2012 16:59 Print

Bärensichere Abfallkübel fürs Unterengadin

Der Kanton Graubünde macht vorwärts. Nach dem Auftauchen von M13 sollen im Unterengadin bärensichere Abfallkübel aufgestellt werden. Die 80 Kübel kosten rund 150 000 Franken.

(Video: Keystone)
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Eigentlich sehen sie ganz normal aus, die bärensicheren Abfallkübel, die in den nächsten Wochen im Unterengadin nach und nach ausserhalb von Dörfern installiert werden. Doch es sind keine gewöhnlichen Abfalleimer. Das zeigt allein der stolze Preis von 1800 Franken pro Stück (siehe Video).

Die Abfallkübel wurden an den Kanten und Scharnieren extra verstärkt. Das Herzstück der Kübel ist laut Marco Schnyder, Betriebsleiter der Herstellerfirma Brüco Swiss, das spezielle Schloss. Es weist eine Zieh- und Drehverschluss auf, den Bären nicht bedienen können und der wohl selbst für Menschen etwas gewohnheitsbedürftig ist. Lässt man den Kübeldeckel nach der Abfallentsorung wieder fallen, schliesst er automatisch.

Test im Bärenpark

Dass die Abfalleimer wirklich bärensicher sind, zeigten ausgiebige Tests im Bärenpark in Goldau. Dort wurden die Kübel während 14 Tagen im Bärengehege aufgestellt - und trotz grossen Anstrengungen gelang es keinem Tier, die Kübel zu öffnen oder sich mit ihrem starken Gebiss durch die Aussenwand der Kübel zu beissen.

Das Aufstellen der Kübel bringe alleine allerdings nichts, mahnt der Bundner Regierungsrat Mario Cavigelli gegenüber dem Regionaljournal von Radio DRS. Leider landeten die Abfälle noch zu oft nicht im, sondern neben dem Kübel. Erfahrungen zeigten zudem, dass die Kübel oftmals nicht richtig verschlossen würden. Hier brauche es noch vermehrt Aufklärung.

Bereits im Frühjahr 2011 wurden am Ofenpass und im Münstertal rund 30 bärensichere Abfallkübel aufgestellt. Die Erfahrungen mit diesen Kübeln seien recht gut, heisst es seitens des Kantons Graubündens. Der Kanton hat sowohl die Abfalleimer im Münstertal als jetzt auch die Kübel fürs Unterengadin finanziert.

(uwb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • T.C. am 06.05.2012 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    2000 Franken für einen Kübel...rechne!

    Damit könnte ein gewöhnlicher Kübel für 50 SFr. 40 mal von einem Bären kaputt gemacht und ersetzt werden...da hat eine Exekutive nicht so fest die grauen Zellen gebraucht, scheint es mir.

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  • Vanessa am 06.05.2012 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja CHF 2000 für einen Kübel...

    Die Schweiz hat eindeutig zuviel Geld. Fast 2.000 Franken für einen Kübel!! Ich kann für CHF 50 bei Hornbach euch einen Kubel kaufen und für CHF 10 eine Metallvorrichtung anhämmern und für CHF 10 ein Zahlenschloss. Der Code ist 000, das muss noch für CHF 1 auf den Kübel aufgeschrieben werden. Den Kübel verkauf ich euch für CHF 100! Spass bei Seite: Mein Vater ist Handwerker und könnte für CHF 500 garantiert auch einen Kübel machen, wo nur Menschenhände diesen öffnen können mit kleinem Metall-Schlitz. Aber eben... schön das Geld aus dem Fenster werfen!

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  • Leo Hotz am 06.05.2012 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Abschuss-Freigabe!

    Die Schweizer sind echt bescheuert! Der Steuerzahler soll 150'000 Franken locker machen, um baerensichere Abfallkbel zu beschaffen und aufzustellen. Diese Plschtierchenmentalitaet stinkt zum Himmel! Besser waere es, dieses unpassende Vieh zum Abschuss freizugeben, bevor etwas gravierendes passiert!

Die neusten Leser-Kommentare

  • gradwanderig joe am 07.05.2012 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    kübel von küblis

    Naja, es gibt schon hunderttausende von Bärenabfallkübel und ihre system...... neu muss das rad erfunden werden.

  • Dominik Gräub am 07.05.2012 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    billigere alternative

    Wieso haben die extra solche kübel entwickeln müssen? Es gibt schon genügend vorhanden Kübel: Kanada/USA habe schon lange solches zeug und die Zürikübel sind soweit ich weiss auch ziemlich sicher, halten ja auch ne handgranate aus und die öffung ist auch zu klein für bären

  • Dänu am 07.05.2012 06:48 Report Diesen Beitrag melden

    Panische Schweizer..

    Ein Land läuft panisch gegen ne Wand, nur weil ein Foto eines Bären aufgetaucht ist. Schon unheimlich, wie naturfremd wir doch mittlerweilen sind und uns auch immer mehr von dieser entfernen. Zwar glauben die Leute, sie kehren zurück zur Natur doch weit gefehlt. Es werden "natürliche" Ersatzprodukte gewählt. Die richtige Natur hat nach wie vor keine Chance.. lachhaft. Lasst den Bären einfach mal Bär sein und alles wäre längst eingependelt und erledigt. Aber ne, jede Sichtung wird wie der Kontakt zu einer fremden Spezies aufgepusht. Normalste Dinge, die uns immernoch aufscheuchen wie die Fliege

  • Andreas am 07.05.2012 02:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wem nützt das?

    Man könnte den Bären auch einfach abschiessen und dann wäre allen geholfen. Es gibt nicht den geringsten Grund, warum es in der dicht besiedelten Schweiz einen Bären haben soll.

    • Hudi am 07.05.2012 23:07 Report Diesen Beitrag melden

      genau

      dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Wort für Wort stimmt.

    • roger am 08.05.2012 09:12 Report Diesen Beitrag melden

      Die Schweiz

      ist nicht überall dicht besiedelt und wenn, dann wäre dies ein Problem, welches man nicht durch den Abschuss von Bären löst.

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  • Richi Poor am 06.05.2012 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Totgefahren

    Eines Tages wird der Teddy dann doch totgefahren und dann WHAT? Ganz Graubünden für Millionen Bärensicher und kein Bär?