Grüne Partei

26. November 2013 17:52; Akt: 26.11.2013 18:05 Print

Balthasar Glättli übernimmt Fraktionspräsidium

Die Grünen haben den Zürcher Nationalrat Balthasar Glättli zum neuen Fraktionspräsidenten gewählt. Er übernimmt das Amt des Genfer Nationalrates Antonio Hodgers.

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«Benjamin» in der Bundespolitik: Balthasar Glättli führt die Fraktion der Grünen neu an. (Bild: Keystone)

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Die Grüne Nationalrat Balthasar Glättli wurde am Dienstag mit 13 von 15 Stimmenzum neuen Fraktionspräsident seiner Partei gewählt. Der Zürcher wird Nachfolger des Genfer Nationalrates Antonio Hodgers, der Genfer Staatsrat wird. Mit dem 41-jährigen Glättli übernimmt damit wiederum ein junger Politiker den Stab.

Hodgers verliess die nationale Politbühne nach einer herzlichen Umarmung seines Nachfolgers. Grund dafür ist, dass das Amt des Genfer Staatsrates gemäss Genfer Kantonsverfassung nicht mit einem nationalen Mandat vereinbar ist.

Doch Glättli politisiert nach eigenen Angaben auf der gleichen Linie wie sein Vorgänger, und zwar im Zentrum der Grünen Fraktion. Er habe daher weder einen Links- noch einen Rechtsrutsch im Sinn. Sein Ziel sei es, das breite aber auch tiefe Wissen der Grünen «sichtbarer und spürbarer machen». In der Fraktion seien enorm viele Kompetenzen gebündelt.

Fussball in der Politik

In diesem Sinne sieht sich Glättli als «offensiver Mittelspieler», der das Spiel lese, sich nach vorwärts orientiere und «möglichst viele Bälle den Kolleginnen und Kollegen zuspielt».

Das Amt sei für ihn eine Ehre, «aber auch eine Aufgabe, die ich mit Respekt angehe», sagte ein strahlender Glättli nach der Wahl. Vor allem freue ihn der Vertrauensbeweis, sei er doch ein «Benjamin» in der Bundespolitik. Glättli wurde erst vor zwei Jahren in den Nationalrat gewählt.

Langjährige Politerfahrung

Zuvor war er während 13 Jahren Mitglied des Stadtzürcher Gemeinderates. Bei der Wahl in die Zürcher Legislative war er jüngstes je gewähltes Mitglied und wurde von der Fraktion gleich zum Fraktionspräsidenten gewählt. Von 2004 bis 2008 war Glättli Co-Präsident der Grünen Kanton Zürich. In diese Zeit fiel auch die Abspaltung der GLP von den Grünen.

Seit 2013 ist der Zürcher Politiker ausserdem Vizepräsident des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbandes. Glättli engagiert sich vor allem im Asylbereich und für die Bürgerrechte und meldet sich regelmässig in der US-Geheimdienstaffäre zu Wort. Weiter wehrt er sich gegen den Kauf der Gripen-Kampfjets.

(sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Auch wenn ich als SVP Wähler eher selten mit der Herrn Glättlis Politik einverstanden bin, finde ich es trotzdem eine gute Wahl. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Grünen und Linken, hat Herr Glättli noch Anstand und Respekt gegenüber anders denkenden. Gratulation! – SVP Wähler

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas Nobel am 26.11.2013 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh nein!

    Oh nein! Passt aber zu den Grünen.

    einklappen einklappen
  • Louis am 27.11.2013 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Grüne sind selber Schuld

    Wie kann man nur diesen Oberjammeri (hat öffentlich gejammert, dass er zuviel zu tun hat im NR) zum Fraktions-Präsidenten machen. Zudem ist dieser Glättli ziemlich blass und farblos im NR; hat einfach dass Gefühl, überall rein reden zu müssen, obwohl er zum Teil das Thema nicht versteht.

  • W.Tell am 26.11.2013 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ein Grüner Politiker mehr der meint die Welt erfunden zu haben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pizzajola am 27.11.2013 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Farblos

    Ein Politiker bei dem ich den Eindruck habe, er weiss nicht was er redet. Nun, die Grünen wollen ihn, so sollen sie ihn haben. Ich muss mit ihm ja nicht verkehren.

  • Louis am 27.11.2013 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Grüne sind selber Schuld

    Wie kann man nur diesen Oberjammeri (hat öffentlich gejammert, dass er zuviel zu tun hat im NR) zum Fraktions-Präsidenten machen. Zudem ist dieser Glättli ziemlich blass und farblos im NR; hat einfach dass Gefühl, überall rein reden zu müssen, obwohl er zum Teil das Thema nicht versteht.

  • B. Kerzenmacher am 27.11.2013 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn...

    die Mörgelis, Darbellays, Levrats, Müllers auf Parteitagen brüllen, dann ist das Protz-Pratz, der Schweizer Löwe. Wenn Glätti es denen nachzumachen versucht, dann ist das nur Pfeifen im dunklen Walde.

  • karin am 27.11.2013 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Hätte schlimmer kommen können

    Gibt Schlimmeres. Er setzt sich wenigstens für bezahlbaren Wohnraum ein. Und im Gegensatz der SP/JUSO ist er kein Wirtschaftsverhinderer. Allerdings sollte er in der Asyl- und Einwanderungspolitik auch die Aengste der Bevölkerung mit einbeziehen.

  • ForumHexl am 27.11.2013 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgerechnet Glättli

    Vor nicht allzu langer Zeit hat der gleiche grüne Glättli gejammert, dass er viel zu viel Arbeit hat im Nationalrat und für diesen 70% Staats-Job mit weit über 100 000.-- zu wenig erhalte. Jetzt will er noch mehr Arbeit, damit er noch mehr jammern kann.