Bundespersonal

29. Dezember 2019 11:09; Akt: 29.12.2019 18:42 Print

Beamte dürfen Pendeln zur Arbeitszeit zählen

Gute Nachricht für die Pendler unter den Bundesangestellten: Wer auf dem Weg ins Büro arbeitet, darf die Zeit vollständig anrechnen lassen.

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Die vier Gewerkschaften des Bundespersonals hatten letztes Jahr verlangt, dass die Pendler schon auf dem Weg ins Büro einstempeln dürfen. Auf diese Forderung geht die Bundesverwaltung jetzt ein – die entsprechende Richtlinie wird per 1. Januar angepasst, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Einzig der direkte Vorgesetzte muss dazu seinen Segen geben.

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Bist du dafür, dass bei Staatsangestellten die Arbeit im Zug angerechnet wird?

Bisher durften die 38'000 Bundesangestellten den Arbeitsweg nur in Ausnahmefällen anrechnen lassen, zudem konnte der Vorgesetzte den Arbeitsweg auch nur teilweise zur Arbeitszeit zählen.

«Bedürfnis nach mehr Flexibilität»

Für Anand Jagtap, Sprecher des Eidgenössischen Personalamtes, ist die Neuerung zeitgemäss: «Mit der Richtlinie stellen wir sicher, dass die mobilen Arbeitsformen in der Bundesverwaltung einheitlich umgesetzt werden.»

Es bestehe ein grosses Bedürfnis «nach mehr Flexibilität bei den Arbeitsformen», sagte er zur Zeitung. Wie viele Stunden Arbeit Bundesbeamte künftig in Zügen verrichten werden, konnte Jagtap nicht abschätzen.

62 Minuten unterwegs

Laut dem Bundesamt für Statistik verbringen Schweizer pro Arbeitstag durchschnittlich 62 Minuten mit Pendeln. Den Trend zum mobilen Arbeiten gibt es auch in der Privatwirtschaft. Gemäss einer vom TCS veröffentlichten Studie von 2018 von MRC Marketing Research & Consulting, kann aber nur eine Minderheit den Arbeitsweg anrechnen lassen: Acht Prozent der befragten Berufstätigen war diese Möglichkeit gegeben.

Arbeitest du im Bus oder im Zug? Zählt die Pendelzeit zur Arbeitszeit? Und kannst du dich im Zug konzentrieren? Berichte uns im Formular unten von deinen Erfahrungen!


(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lucien am 29.12.2019 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Geduldeter Pleonasmus

    Im Klarext heisst dies, bereits auf dem Arbeitsweg schlafen.

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  • guter Steuerzahler am 29.12.2019 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Von ZH nach Bern

    In der Zeit eine E-Mail verschicken als "Hallo, ich arbeite" und eine Stunde aufschreiben ? Wer kontrolliert das ?

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  • Nein nein am 29.12.2019 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    In unserer Firma durften das die Büro Mittarbeiter auch machen. Sie schauten im Zug Netflix und liessen die komplette Fahrt als Arbeitszeit anrechnen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • I'M ERNST am 12.01.2020 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Aha

    Sehr gut also alle entlassen die mehr als 50km weit weg wohnen.

  • Watch out am 03.01.2020 03:47 Report Diesen Beitrag melden

    Versteckte fallen überall

    Bei mier damals als mitarbeiter im Logistik bereich, Temporär, hat man mir expliziet klar gemacht, das ich keine Vergütung sondern nur einen Stunden Lohn bekomme, der mir zu wenig war, weil mein Abo leider nur bis Zürich reichte und nicht weiter.

  • AEB am 02.01.2020 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so!

    Obs sie jetzt im büro pennen oder im zug spielt doch keine rolle! Man könnte ihnen aber ihren arbeitsplstz streichen um wenigstens kosten zu sparen....

  • nicht wichtig am 02.01.2020 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pff

    Naja Hauptsache das dürfen die steuerzahler nicht mitentscheiden ist ja nicht deren Geld sondern die des.... Vergessen.

  • Personalassistentin am 02.01.2020 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Niveaulos!

    @Reto Ich frage mich,welcher Chef Sie angestellt hat,mit so einem Niveau sollte es zu keiner Anstellung kommen. Wahrscheinlich hatten Sie Vitamin B und sonst nichts zu bieten!