67 Prozent gestresst

08. November 2019 18:55; Akt: 08.11.2019 18:55 Print

Beamte sind nach der Arbeit zu müde für Hobbys

Wie eine Umfrage des VPOD bei seinen Mitgliedern zeigt, ist die Mehrheit der Staatsangestellten nach Feierabend zu müde für Freizeitaktivitäten.

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«Was machst Du nach dem Feierabend?» – «Nichts», ist die Antwort der meisten Angestellten bei den öffentlichen Diensten. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des VPOD bei seinen Mitgliedern. Zwei Drittel können sich nach einem Arbeitstag nicht mehr aufraffen zu einem Kino- oder Konzert-Besuch oder zum Tanzengehen – sie sind zu müde.

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Schuld an diesem Zustand sind vor allem Zumutungen jenseits des jeweiligen Kerngeschäfts, wie die Online-Umfrage «Kollegin, Kollege, wie geht es dir?» des Verbandes des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) ergab, an der rund ein Zehntel der Mitglieder teilgenommen hat. Das Ergebnis wurde am Freitag am VPOD-Kongress in St. Gallen vorgestellt, wie aus einer Mitteilung des Verbandes hervorgeht.

67 Prozent fühlen sich gestresst

Zwar sind 68 Prozent der knapp 3500 Antwortenden mit ihrer Arbeitssituation ganz oder eher zufrieden, und 76 Prozent sind wenigstens leidlich gesund. Bei der Arbeit fühlen sich aber 67 Prozent gestresst. Und einen Anstieg der psychischen Belastung am Arbeitsplatz in den letzten 4 Jahren bejahen 74 Prozent.

Aus der Umfrage geht klar hervor, dass weder die Belegschaft noch die Vorgesetzten der Hauptgrund für die Misere sind. Mit den Kolleginnen und Kollegen verstehen sich 94 Prozent gut; ein mindestens anständiges Zeugnis für die Chefin oder den Chef gibt es von 61 Prozent der Antwortenden. Man finde bei der vorgesetzten Stelle mit seinen Anliegen Gehör, heisst es in der VPOD-Mitteilung.

Für die eigentliche Arbeit zu wenig Zeit

Hingegen stellen demnach 84 Prozent fest, dass die administrativen Aufgaben in den vergangenen vier Jahren zugenommen haben. Der Satz «Für den eigentlichen Inhalt meiner Arbeit habe ich zu wenig Zeit» erzielte eine Zustimmung von 63 Prozent, 60 Prozent beklagen übermässige Zergliederung und Zerstückelung ihrer Arbeit.

Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent gibt sogar an, den Job nicht so machen zu können, «wie ich es mir vorstelle und wie ich es gelernt habe».

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Josh Walker am 08.11.2019 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles gut

    Keine Angst ihr lieben Beamten, das geht all den anderen Arbeitnehmer genauso.

    einklappen einklappen
  • mel am 08.11.2019 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Total K.O

    Mag nach der Arbeit meistens auch nichts mehr machen und arbeite nicht im Büro sondern in der Pflege. Bournout nr. 2 lässt grüssen.

  • Die Pessimistin am 08.11.2019 20:27 Report Diesen Beitrag melden

    Je nach dem

    Kommt darauf an, in welchem Bereich und auf welcher Stufe man angestellt ist, je höher die Verantwortung, desto weniger Stress. Jedenfalls war das beim Kanton so, wo ich kurze Zeit war, Vorgesetzte kamen und gibgen, wie es ihnen passte, mussten ja auch keine Zeit erfassen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • The Fiend am 09.11.2019 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • WaleLi am 09.11.2019 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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  • Acapulco am 09.11.2019 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Job Description

    Das Mitarbeiter unter solchen Verhältnissen Stress haben können ist möglich."Für den eigentlichen Inhalt meiner Arbeit habe ich zu wenig Zeit". Also müssen doch die Stellenbeschriebe endlich angepasst werden. Oder haben diese Leute gar keinen und sind angestellt worden um irgend etwas zu machen?

  • Lipö am 09.11.2019 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach das tut mir leid

    Glaubt mir den Angestellten die einiges weniger verdienen und abgesichert sind geht es doch nach einen 10 Stundentag irgendwie gleich Seltsam nicht?!

  • wirzwei am 09.11.2019 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mein Fazit ist eine

    Verweichlichte Gesellschaft.