Werner C.

26. Juni 2016 18:47; Akt: 29.11.2018 17:15 Print

Bei ihm fand die Polizei den 12-jährigen Paul

Ein lediger 35-jähriger Koch versteckte den vermissten Paul in seiner Wohnung. Er soll sonst schon Kinder «zum Spielen» dorthin gelockt haben.

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Werner C. versteckte den vermissten Paul offenbar bei sich in der Wohnung. Er soll mit dem Zwölfjährigen im Internet «Minecraft» gespielt haben. Wie Paul S. zu Werner C. nach Deutschland kam, ist noch unklar. Werner C. soll laut Medienrecherchen keinen Fahrausweis besitzen. Der 35-Jährige soll als Jugendlicher und junger Erwachsener bei einer Pflegefamilie in Flensburg gewohnt haben. Dort soll Werner C. auch seine Ausbildung zum Hilfskoch absolviert haben. Acht Tage lang wurde er vermisst: Der ZwölfjährigePaul S. wurde von der Sondereinheit SEK in Düsseldorf befreit. Das Profil von «Minecraft»-Fan Paul. In dieser Wohnung wurde er in der Nacht auf Sonntag, 26. Juni, vom SEK aufgefunden. «Auf Ersuchen der Schweizer Behörden gelang in der vergangenen Nacht die Festnahme eines 35-jährigen Mannes, der im Verdacht steht, massgeblich für das Verschwinden von Paul verantwortlich zu sein», heisst es in einer Mitteilung der Polizei. Am späten Samstagabend hätten sich die Hinweise verdichtet, dass sich in einer Wohnung an der Oranienburger Strasse der vermisste Schüler aufhalte. Ein Spezialeinsatzkommando stürmte gegen 1.30 Uhr die Wohnung des Düsseldorfers Werner C. Paul sei körperlich unverletzt, geben die Behörden an. Seine Eltern waren noch in der Nacht nach Düsseldorf gereist, um bei Paul zu sein. Man schliesse einen sexuellen Übergriff auf den Knaben nicht aus, heisst es seitens der Polizei. Ein Beamter mit einer Kiste unterwegs in die Wohnung des Festgenommenen. Werner C. war laut Polizei bisher nicht als pädophil bekannt. Er soll aber andere Einträge im Strafregister haben.

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In der Wohnung von Werner C.* fand die Polizei in der Nacht auf Sonntag den vermissten 12-jährigen Paul S.* aus Gunzgen SO, schreibt die deutsche Zeitung «Kölner Express». Er war am vergangenen Samstag, 18. Juni, verschwunden. Eine Woche später hat die Polizei die Wohnung des 35-Jährigen im Stadtteil Hassels in Düsseldorf gestürmt und Paul dort körperlich unversehrt aufgefunden.

Klar ist: Werner C. und Paul S. spielten im Internet zusammen ein Online-Game. Gut möglich, dass es sich dabei dabei um Minecraft handelte. Paul gab in seinem Chat-Profil bekannt, dass er aus Gunzgen im Kanton Solothurn stamme und 12 Jahre alt sei. Wie genau die beiden miteinander Kontakt aufnahmen, ist aber noch unklar. Auch weiss die Polizei bis jetzt nicht, wie Paul zu Werner C. nach Düsseldorf kam. Der ledige Koch hat offenbar keinen Fahrausweis.

Wegen weiterer Delikte der Polizei bekannt

Laut Nachbarn verhielt er sich in den letzten Tagen auffällig. Er habe niemanden mehr in seine Wohnung gelassen. Ausserdem habe er Arbeiten, die er gemeinsam mit Nachbarn machen wollte, immer wieder verschoben.

Im Internet hat Werner C. eine Homepage aufgeschalten. Dort bietet sich der Koch auch für Arbeiten aller Art an. Nebst Hilfe beim Umzug und Gassi gehen mit dem Hund würde er auch «auf Ihr Kind aufpassen oder Hausaufgaben machen und so weiter».

Schon vorher ist einem Nachbarn aufgefallen, dass C. öfters Kinder mit in seine Wohnung nahm und vorgab, dort mit ihnen zu spielen. Der Düsseldorfer Polizei ist der Mann nicht als pädophil bekannt. Er hat aber wegen anderen Delikten Einträge in seinem Strafregister.

*Namen bekannt

(ann)