Social-Media-Stars

13. Januar 2017 14:48; Akt: 14.01.2017 10:52 Print

Bendrit und Gülsha mischen SRF-«Arena» auf

von J. Büchi - Junge müssten «den Finger rausnehmen» und sich mehr für Politik interessieren, findet Jonas Projer. Deshalb holt der SRF-Moderator sich Verstärkung ins TV-Studio.

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Gülshas Facebook-Eintrag nach der Sendung sagt alles: Was man zum Strassenfonds NAF abstimmen soll, ist ihr nach dieser Sendung jedenfalls nicht klar. Nach 60 Minuten Diskussion mit Gästen aus der Politik fragt Moderator Jonas Projer, wie das Thema bei den Followern von Bendrit und Gülsha angekommen ist. «Vielleicht muss man sich auch noch mehr informieren», meint Bendrit. «Facepalm», bilanziert Gülsha. Seine Facebook-Videos katapultieren ihn nun in eine der wichtigsten Politsendungen des Landes: Bendrit Bajra diskutiert am 13. Januar in der SRF-«Arena» mit. Auch die ehemalige Joiz-Moderatorin Gülsha Adilji wird in der Sendung mitdiskutieren. Moderator Jonas Projer will damit die jungen Stimmbürger ansprechen: «Die Jungen müssen jetzt endlich den Finger rausnehmen und sich mehr für harte Politik interessieren statt nur fürs Dschungelcamp», findet er. Er habe Bendrit und Gülsha eingeladen, weil sie auf ihren Kanälen viele Junge erreichten, so Projer. Die beiden seien als Beobachter im Studio. «Sie berichten und senden auf ihren eigenen Kanälen, was sie wollen. Und dann tragen sie Feedback und Kommentare live in die Sendung zurück», erklärt der Moderator. Bereits vergangene Woche setzten die «Arena»-Macher auf die Jugendkarte. In der «Zukunfts-Arena» diskutierte Juso-Präsidentin Tamara Funiciello ... ... mit ihrem jungfreisinnigen Kollegen Andri Silberschmidt ... ... dem JSVP-Chef Benjamin Fischer ... ... und Tino Schneider von der Jungen CVP. «Das war ein tolles Experiment. Die gesamte Sendung wurde am TV von 145'000 Zuschauern geschaut», sagt Jonas Projer.

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«Arena»-Moderator Jonas Projer erwartet in seiner heutigen Sendung illustre Gäste, wie er auf Twitter verkündet: Dabei bezieht er sich allerdings nicht auf Bundespräsidentin Doris Leuthard, die im Studio für den neuen Strassenfonds NAF kämpfen wird. Seine Vorfreude («wir gehen ‹all in›») gilt vielmehr den beiden Jungstars Bendrit Bajra und Gülsha Adilji.

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Doch was haben der Facebook-Star und die Jugendmoderatorin mit der doch eher technischen Verkehrsvorlage zu tun? «Wir wollen, dass auch Junge etwas von der ‹Abstimmungs-Arena› zum Strassenfonds mitbekommen – Junge, die sonst eher wenig ‹Arena› schauen und oft auch nicht abstimmen gehen», sagt Projer auf Anfrage von 20 Minuten.

«Geht an die Urne!»

Und der Moderator wird noch deutlicher: «Die Jungen müssen jetzt endlich den Finger rausnehmen und sich mehr für harte Politik interessieren statt nur fürs Dschungelcamp.»


«Geht an die Urne!», appelliert der 35-Jährige an die jungen Stimmbürger. Gülsha und Bendrit seien heute Abend als Beobachter im Studio. «Sie berichten und senden auf ihren eigenen Kanälen, was sie wollen. Und dann tragen sie Feedback und Kommentare live in die Sendung zurück.» Das Ziel sei, dass sich die Jungen eine Meinung zu den Abstimmungen bilden könnten. «Auf welchem Kanal, ist mir erst mal egal.»

Bendrit will mit Leuthard über Blitzer reden

Bendrit Bajra freut sich auf den Auftritt. «Jonas Projer hat mich spontan angefragt und ich sagte mir: ‹Warum nicht?›» Er will den Politikern insbesondere Nachhilfe in Sachen Werbung via Social Media geben. «Manche denken, sie könnten einfach ein Plakat posten und dann stimmen die Jungen für sie. Aber so funktioniert das nicht.»

Daraus, dass er in der Schweizer Politik nicht gerade sattelfest ist, macht Bendrit kein Geheimnis. «Ich gehe selten abstimmen, viele Sachen sind mir auch zu kompliziert. Wenn es um so etwas Wichtiges wie die Durchsetzungsinitiative geht, dann rede ich aber schon mit.»

Bundespräsidentin Leuthard kenne er als Autofan natürlich: «Wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich sie heute Abend auf die vielen Blitzer auf den Strassen ansprechen. Vielleicht lässt sich ja da etwas machen.»

Jugend-«Arena» hat eingeschlagen

Die «Arena»-Macher setzen bereits zum zweiten Mal in Folge auf die Jugendkarte: Am vergangenen Freitag diskutierten Andri Silberschmidt (Jungfreisinnige), Tamara Funiciello (Juso), Benjamin Fischer (JSVP) und Tino Schneider (JCVP) im Studio über das Thema «Zukunft» – Livestream auf Facebook inklusive.

Für Moderator Projer fällt die Bilanz positiv aus: «Das war ein tolles Experiment. Die gesamte Sendung wurde am TV von 145'000 Zuschauern verfolgt.» Das entspreche einem Marktanteil von fast 17 Prozent. «Weitere 30'000 Views und weit über 1000 Kommentare gab es bei den Facebook-Streams.»

Für seinen jüngsten Coup erntet Projer auf Twitter Lob, aber auch Kritik. «Ich sehe, man hat Personen mit Relevanz gewählt», schreibt ein Nutzer ironisch. Und ein anderer rät den «Arena»-Machern, die anwesenden Politiker mit Namens-Täfeli zu versehen, damit die beiden Jungstars nicht ins Rudern kommen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Parteiloser am 13.01.2017 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Komitik?

    Bendrit? Der schaffts ja nicht mal halbwegs komisch zu sein (als "Komiker" notabene) und nun soll er auch noch über Politik diskutieren? Im Ernst?

    einklappen einklappen
  • Firehouse am 13.01.2017 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aus und vorbei

    Bitte nicht diese Gülsha. Hoffte, ich müsse die nie wieder in der Glotze sehen.

  • Bujar Iljazi am 13.01.2017 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bekim

    Na Super, Bendeit ist schon lange out

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pantoffelpunk am 14.01.2017 16:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn des Lebens.....

    montypython Mehr fun wie das was in der arena abgeht

  • Escobar am 14.01.2017 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selber schuld

    Bin 22 und gehe seit ich 18 bin abstimmen. Jedoch habe ich das Vertrauen in die Politik verloren, alles nur interessen der Grosskonzerne und der Wirtschaft und Grossverbände o. Pharma etc oder eigene. Keine Politik mehr für das Land und die Bürger, der Mitterstand blutet und wird wortwörtlich ausgepresst. Die schönen Tage der Schweiz sind gezählt, seit diesem Jahr gehe ich nicht mehr an die Urne.

  • ChrisT am 14.01.2017 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die wollen bloss spielen

    War ein guter Zug von Arena mal das Desinteresse dieser Netz-Stars (haha) zu entlarven. Die interessiert nur die schnelle Kohle. Keine Ahnung vom wirklichen Leben. Aber für die Generation HIMYM und Big Bang T grade noch passabel

  • BÜC am 14.01.2017 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hat e keinen Sinn..

    egal welcher Politiker, sie sind einfach alle unglaubwürdig. Jeder sagt nur das, was ihm zugute kommt. Selbst wenn man sich für Politik interessiert, mann kann sich selbst garkeine richtige Meinung bilden, da mann garnicht an alle relevanten Infotmationen kommt.. Selbst wenn mann Abstimmt, muss man damit rechnen das es nicht so umgesetzt wir wie es abgestummen wurde.. Deshalb sehe ich keinen Sinn dahinter Abzustimmen. Es wird ja sowiso nicht richtig umgesetzt..

  • Wiederkehr am 14.01.2017 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese beiden

    ungeliebten Gäste sind keine Stars