IT-Vergabe

03. Juli 2014 11:43; Akt: 03.07.2014 12:20 Print

Berichte zeigen Mängel bei AHV-Stelle auf

Die ZAS der AHV ist in den letzten Monaten wegen Unregelmässigkeiten in die Schlagzeilen geraten. Nun bestätigen zwei Berichte des Bundes Unregelmässigkeiten.

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Die IT-Vergabe bei der ZAS erfolgte nicht nach den Regeln. (Bild: Keystone)

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Zwei Berichte bestätigen Medienberichte, worüber es bei der Vergabe von IT-Aufträgen Unstimmigkeiten gab. Die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) der AHV sei gar nicht ermächtigt gewesen, Beschaffungen in eigener Kompetenz vorzunehmen, teilte die Eidg. Finanzverwaltung (EFV) am Donnerstag mit. Überdies habe die ZAS die geltenden Bestimmungen im Beschaffungsverfahren nicht eingehalten.

Fälle von Korruption oder Hinweise auf grösseren finanziellen Schaden wurden jedoch in der von der EFV angeordneten Untersuchung nicht festgestellt. Der Informatikbetrieb der ZAS sei stets funktionsfähig gewesen. Auch die Versicherten merkten nichts von den Mängeln: Die Rentenzahlungen wurden laut EFV zuverlässig ausgerichtet.

Kein Schaden entstanden

Die EFV hatte eine Untersuchung des Beschaffungsprozesses und der Vertragsabwicklung angeordnet, nachdem Anfang Jahr Unregelmässigkeiten ans Licht gekommen waren. Eine zweite Untersuchung des EFV nahm gleichzeitig die Datensicherheit unter die Lupe.

Denn auch hier lief nicht alles rund: Im September 2013 hatte die ZAS die EFV informiert, dass geschützte Personendaten auf den Computer eines externen IT-Beraters geflossen waren, dessen Mandat bereits drei Monate vorher beendet worden war.

Wie die Untersuchung zeigt, entstand dadurch kein Schaden. Allerdings wurden Probleme in der Projektabwicklung und Lücken im Kontrollsystem der ZAS-IT entdeckt. Um diese Probleme sowie die Mängel im Beschaffungswesen zu beheben, seien inzwischen die nötigen Massnahmen ergriffen worden, schreibt die EFV. Die ZAS ist das Zentralorgan des Bundes für die AHV, die IV und die Erwerbsersatzordnung. Sie hat ihren Hauptsitz in Genf.

(sda)