Pädophilie

23. Februar 2011 13:29; Akt: 23.02.2011 13:54 Print

Berufsverbot für Pädokriminelle ausweiten

Pädokriminelle sollen künftig einfacher mit einem Berufsverbot belegt werden können. Der Bundesrat hat eine Vorlage dazu in die Vernehmlassung geschickt.

storybild

Der Bundesrat will gegen Pädokriminelle eine härtere Linie fahren. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Gemäss dem geltenden Gesetz kann ein Gericht nur berufliche Tätigkeiten verbieten. Neu sollen auch ausserberufliche Tätigkeiten verboten werden können - zum Beispiel Tätigkeiten in einem Sportverein oder bei den Pfadfindern.

Weiter soll ein Pädokrimineller auch dann nicht mehr als Lehrer arbeiten dürfen, wenn er sich in der Freizeit und nicht während der Arbeit an Kindern vergangen hat. Heute kann ein Berufsverbot nur bei einer Straftat verhängt werden, die in Ausübung einer beruflichen Tätigkeit begangen wurde.

Bei gewissen Taten direkt Berufsverbot

Schliesslich sollen in Zukunft bestimmte Sexualstraftaten gegen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zwingend zur Verhängung eines Tätigkeitsverbotes führen, wie das Justiz- und Polizeidepartement mitteilte.

Das neue Tätigkeitsverbot soll durch ein Kontakt- und Rayonverbot ergänzt werden. Damit könnten Kontakte verhindert werden, die der Täter zur Begehung von Straftaten ausnützen könnte, schreibt das EJPD. Zum Beispiel könnten mögliche Opfer vor häuslicher Gewalt oder Stalking geschützt werden.

Die Vorlage des Bundesrates geht auf eine Motion zurück. Der Bundesrat schlägt eine Änderung der Bundesverfassung, des Strafgesetzbuches, des Militärstrafgesetzes und des Jugendstrafgesetzes vor.

(sda)