Schweizweite Regelung

15. März 2019 12:19; Akt: 15.03.2019 12:19 Print

Stärkerer Jugendschutz bei Games und Filmen

Um Minderjährige vor Gewalt oder Pornografie zu schützen, soll der Jugendschutz schweizweit einheitlich werden. Bisher war dies Sache der Kantone.

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Der Bundesrat will den Jugendschutz bei Games und Filmen schweizweit einheitlich regeln. Damit sollen Minderjährige vor Gewalt oder Pornografie geschützt werden. Der Bundesrat hat am Freitag die Vernehmlassung dazu eröffnet.

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Die neue Regelung soll alle Kinos, Videotheken, Online-Versandhandel, Verkaufsstellen und Videoportale zu Alterskennzeichnungen und -kontrollen verpflichten. Heute ist das Sache der Kantone, die das Problem in der Regel den Branchen überlassen.

Auch Videoplattformen betroffen

Die Branchen sollen auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Der Bundesrat schlägt vor, dass die Systeme zur Altersklassifizierung und die Regeln zur Alterskennzeichnung sowie zur Alterskontrolle in erster Linie von den Akteurinnen im Film- und Videospielebereich entwickelt werden. Die Jugendschutzregelung könnte vom Bundesrat für verbindlich erklärt werden.

Auch Anbieterinnen von Videoplattformen sollen in die Pflicht genommen werden. Das neue Gesetz sieht eine Rechtsgrundlage vor für Schweizer Anbieterinnen solcher Plattformen und Portale, die sich an die soeben revidierte EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) anlehnt.

Plattformen müssten Altersprüfung einführen

Anbieterinnen von Abruf- und Plattformdiensten im Filmbereich mit Sitz in der Schweiz hätten vergleichbare gesetzliche Verpflichtungen wie solche mit Sitz oder Tochtergesellschaft in der EU. Sie würden zudem verpflichtet, ein System zur Altersüberprüfung einzurichten. Damit will der Bundesrat ein europaweit vergleichbares Jugendschutzniveau gewährleisten. Die Vernehmlassung dauert bis am 24. Juni 2019.

(vro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cat's Eye am 15.03.2019 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aha

    ..."für Schweizer Anbieterinnen solcher Plattformen und Portale, die sich an die soeben revidierte EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) anlehnt." Soso. Da hat jemand mit dem Finger geschnippst (wer wohl) und jetzt muss wieder gespurt werden?

    einklappen einklappen
  • Dave74 am 15.03.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Spricht sich rasch rum

    Das einzige, was ich daran begrüsse ist, dass es endlich mal schweizweit vereinheitlicht werden soll, denn z.B. bei Filmen besteht die Gefahr, dass ein im Solothurnischen gekaufter Film im Bernischen dann plötzlich "verboten" sein soll. Alles andere ist überflüssig, denn die Umgehung von Sperren und/oder Verboten spricht sich schneller rum als früher und das wiederum führt in einen "gefährlicheren" Untergrund in dem man auch leichter Zugang zu wesentlich härteren Dingen findet. So erschwert man sich die Kontrolle nur.

  • G. Stapo am 15.03.2019 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt geht das wieder los

    Sie wollen uns zum x-ten mal vor uns selber Beschützen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • oki am 03.04.2019 04:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht Nützlich

    verbotene (such in alten Zeiten Mal verboten) Software ist doch gerade deswegen interessant obwohl man sie sonst (berechtigterweise) ignoriert würde. Wer wirklich Medien konsumieren möchte wird dies tun vor allem die Rechner fitte Jugend außer man kontrolliert so wie in China (selbst im Iran und Saudi Arabien werden solche Verbote umgangen.

  • Globetrotter am 19.03.2019 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot In App Käufe

    in app Käufe sollten verboten werden. Die Peer Spirale dreht immer schneller und wer sich nicht ausstattet kommt unter Psychodruck. Hunderte von Franken werden so den Kindern aus der Tasche gestohlen...

  • Grosspapa am 18.03.2019 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Leicht verführbare Jugend

    Der Geschichtsunterricht wird in der Schweiz seit Jahren vernachlässigt. Dies eröffnet den Hasspredigern und Hassvideos ein breites Feld von leicht verführbaren Jugendlichen. Wohin dies führt, wissen besonders die Alten unserer Gesellschaft.

  • Stefan S. am 17.03.2019 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hält eh niemand ein

    Tut mir leid das ist aber ein Witz. Es wird sich eh niemand daran halten. Netflix wird dadurch miese machen da gute Serien oder Filme ab 18 sind. Eben so Game hersteller. Rainbow 6 Suege oder Rocket League oder GTA sind auch stark vertreten von Minderjährigen.

  • Rebel son am 17.03.2019 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche richtung

    In der schweiz ist nach gesetz alles ausser pornographie ab 16. Wir übetnehmen einfach von deutschland geprüft, da die schweiz zu klein ist für eine eigene fsk stelle. In dänemark werden filme selbst geprüft und was nicht geprüft ist, ist ab 18. So kann es vorkommen das walt disney filme ab 18 sind... Ea ist schwierig, verbote auszusprechen und strengerer schutz, macht ja alles intressanter. In erster lini liegt es an der erziehung, aber wo bleibt die in einer leistungsgesellschaft wo beide elternteile arbeiten und kaum zeit für die kinder haben.