Neue Masche

15. Februar 2019 19:41; Akt: 16.02.2019 08:21 Print

Fake-Polizisten finden dreimal so viele Opfer

Betrüger haben eine neue Masche: Sie geben sich immer öfter als Polizisten aus. 2018 ereigneten sich fast 2500 solche Betrugsfälle.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wie das «SRF-Regionaljournal» am Donnerstag berichtete, sind die registrierten Fälle von Enkeltrickbetrügern seit 2017 rückläufig. Betrüger wenden dafür immer häufiger einen anderen Trick an und geben sich weniger als Verwandte, dafür häufiger als Polizisten aus.

Umfrage
Sind Sie oder jemand, den Sie kennen, Opfer von Enkeltrick- oder Polizeitrickbetrügern geworden?

Laut dem Bundesamt für Polizei stieg die Zahl der Fälle mit der neuen Betrugsmasche 2018 im Vergleich zum Vorjahr um das Dreifache: So wurden 2018 2500 Betrugsfälle gemeldet, von denen 50 erfolgreich waren. Die Dunkelziffer bei solchen Betrugsfällen sei hoch. «Zweifellos gibt es zahlreiche Menschen, die sich aus Scham nicht bei der Polizei melden», sagt Bernhard Graser von der Aargauer Kantonspolizei zu SRF.

So funktioniert die neue Masche

Die Betrüger rufen mit einer Nummer an, die am Telefon als 117 angezeigt wird, und informieren die Opfer beispielsweise darüber, dass ihr Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei. Man solle es abheben, die Polizei würde es dann zu Hause abholen. Vergessen dürfe man dabei nicht, dass die Opfer vor allem ältere Leute sind, die noch viel stärker an Autoritäten festhalten, sagt Graser zu SRF.

Die Polizei rät der Bevölkerung deshalb, kritisch zu sein und auf solche Telefonate nicht einzugehen. Stattdessen sollen Betroffene solche Vorfälle der Polizei melden.

(mm)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • schroray am 15.02.2019 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Provider in der Pflicht

    Nummernverfälschung auf Providerseite verhindern. Punkt.

  • äsä am 15.02.2019 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Speziell.....

    Jede Nummer kann zurückverfolgt werden, von jedem kann die Behörde alleine nur schon durch jedes Mail und dergleichen, alles nachvollzogen werden bis zum Eintritt der Volksschulen..... Aber Betrügern und SCHNUDERIS!!!! sind nicht zurückverfolgbar?????? Irgendwie stimmt etwas nich in unserem so SICHEREN System in der Schweiz!

    einklappen einklappen
  • Cavi33 am 15.02.2019 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Justiz müsste handeln

    Man muss, vor allem, die älteren Personen sensibilisieren. Zudem müssen den zuständigen Polizeistellen endlich die notwendigen Mittel und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Wenn dann ein Richter wieder zu Gunsten dieser Gauner entscheidet fühlen sich die Leute zu Recht verloren. Zu guter Letzt sind die ausgesprochenen Strafen so marginal dass man nur noch weinen kann.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bio am 16.02.2019 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SRF

    Service public, diese info muss zwingend in jedem möglichen Kanal geteilt werden. Soll heissen DRS1 und nicht Twitter... Eben für unsere Ältere Bevölkerung.

  • drino am 16.02.2019 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nr. Block.

    Ganz einfach, jede nicht gespeicherte Nr. Blockieren

  • Eugénie am 16.02.2019 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fake Anrufe

    Meine Mutter ist 90. ich habe ihr eingeschärft, sie solle nicht abnehmen wenn die 117 angezeigt wird. Und vor allem niemals zurück zu rufen wenn sie von einer unbekannten Nummer angerufen wird.

  • Yes We Can. am 16.02.2019 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man muss nur wollen!

    Der Bund könnte die Nr. 117 für nach aussen sperren. Also es wäre nur die Möglichkeit die Nr. 117 zu wählen aber nicht zu Empfangen. Wäre heute eine Umsetzung von wenigem Aufwand.

  • m.h. am 16.02.2019 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung

    Naja viele hier nurzen Handys und PCs aber haben anscheinend keine Ahnung von Websicherheit. Es gibt Leute die Hacken das Verteidigungsmimisterium der USA. Die USA gibt weis ich was für Cybersicherheit aus also wie habt ihr das Gefühl das sich Kommunikationsunternehmen besser schützen können? Es gibt kein 100 prozentigen Schutz sobald etwas eine Verbindnung hat ist es anfällig. Wer das nicht glaubt nun ja sorry, dass ich euch aus den Träumen gerissen habe.

    • polo am 16.02.2019 21:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @m.h.

      recht hast du ja, aber was hat das mit den falschen polizisten zu tun?

    einklappen einklappen