06. April 2005 23:16; Akt: 06.04.2005 23:20 Print

Beugt Kiffen Schlaganfällen vor?

Der Wirkstoff von Cannabis (THC) kann gemäss einer Studie Arteriosklerose vorbeugen und damit die häufigste Todesursache in den Industriestaaten verringern.

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Das THC der Hanfpflanze lagert sich an den so genannten CB2-Rezeptoren von Immunzellen ab und blockiert damit die Entwicklung von Entzündungen, die sich bei Arteriosklerose bilden. Diese Entzündungen sind mitverantwortlich für die allmähliche Verstopfung der Blutgefässe – eine der Hauptursachen für Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universitätsklinik Genf.

«Bei nur einer Studie können die Ergebnisse noch nicht als medizinisch geprüft betrachtet werden», sagt Janine Messerli von der Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme. Auch könne von Ergebnissen bei Tierversuchen nicht auf dieselbe Wirkung beim Menschen geschlossen werden. Der US-Experte Michael Roth warnt überdies davor, aus der Studie abzuleiten, dass das Kiffen Arteriosklerose vorbeugen kann.

(SDA/nm)