Preisüberwacher

19. September 2016 11:11; Akt: 19.09.2016 16:00 Print

Billett-Tarife steigen weniger stark als geplant

Bis zu fünf Prozent mehr hätten GA-Kunden 2017 zahlen müssen. Das hat Preisüberwacher Stefan Meierhans verhindert.

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Nach zähen Verhandlungen: Die von den ÖV-Unternehmen geplanten Preiserhöhungen für 2017 werden über Rabatte kompensiert. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Die Preiserhöhungen beim GA und bei anderen ÖV-Billetten fallen für 2017 weniger drastisch aus als vorgesehen: Nach intensiven Verhandlungen hat sich der Preisüberwacher mit den Transportunternehmen auf ein Preis- und Massnahmenpaket von 50 Millionen Franken geeinigt.

Die Massnahmen sehen Rabatte und Preissenkungen vor. Die Vereinbarung führt dazu, dass die von der Branche des öffentlichen Verkehrs beschlossenen Billettpreiserhöhungen von durchschnittlich drei Prozent teilweise kompensiert werden, wie der Preisüberwacher Stefan Meierhans mitteilte.

Rabatt kompensiert Preisanstieg

Die Massnahmen kommen in erster Linie den Besitzern und Besitzerinnen von Generalabonnementen (GA) zugute, die mit einer Preiserhöhung von teilweise über fünf Prozent am stärksten vom Tarifanstieg betroffen sind. GA-Besitzende erhalten bei nahtloser Erneuerung automatisch einen Rabatt, die den Preisanstieg entweder teilweise oder vollständig kompensiert.

Aus technischen Gründen kommt dieser Erneuerungsrabatt nicht bereits beim Fahrplanwechsel per 11. Dezember 2016 zum Tragen, sondern erst ab dem 1. Februar 2017. Er gilt entsprechend für Nahtloserneuerungen bis und mit 31. Januar 2018.

9-Uhr-Karte wird nicht abgeschafft

Weiter werden die Juniorkarten neu zu 15 statt wie bisher 30 Franken pro Jahr angeboten. Eine neu ins Sortiment aufgenommene Kinder-Mitfahrkarte, welche an keine verwandtschaftliche Beziehung zum Kind geknüpft ist, kostet ebenfalls 15 Franken pro Jahr. Damit kann ein Kind zwischen 6 bis und 16 Jahren in Begleitung des Inhabers der Karte in öffentlichen Verkehrsmitteln ein Jahr lang gratis mitreisen.

Zudem hat sich der Preisüberwacher erfolgreich dafür eingesetzt, dass die 9-Uhr-Karte zum Halbtax sowie der Multitageskartenrabatt 6 für 5 zum anstehende Fahrplanwechsel hin nicht abgeschafft werden.

Erhöhung von drei Prozent angekündigt

Dieser Einigung waren lange und zähe Verhandlungen vorausgegangen. Bereits im Februar hatte die Branche des öffentlichen Verkehrs eine Erhöhung der Billettpreise von drei Prozent per Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2016 angekündigt. Hauptgrund für den Anstieg der Tarife für den öffentlichen Verkehr sind die Trassenpreise, die der Bund auf Ende 2016 weiter erhöht. Die Trassenpreiserhöhung 2017 beträgt 100 Millionen Franken.

Nach Berechnungen des Preisüberwachers überstiegen die geplanten Tariferhöhungen allerdings die zulässigen Werte. Stefan Meierhans beschrieb die Verhandlungen auf Anfrage als «mühsam» und «wahnsinnig langwierig». Über das Resultat zeigte er sich einigermassen zufrieden. «Wir haben immerhin die Hälfte der 100 Millionen Franken wieder reingeholt». Dies sei besser als nichts.

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) kommentiert die Einigung positiv. Er begrüsst, dass unter anderem das Halbtax-Abo, Gleis 7 und Fahrten durch den neuen Gotthard-Basistunnel nicht teurer werden. Die Preisspirale im öffentlichen Verkehr müsse aber ein Ende haben. Die Preise des öffentlichen Verkehrs seien in den letzten zehn Jahren um dreissig Prozent gestiegen.

(ij, map/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • N S am 19.09.2016 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum...

    müssen die Preise eiglentlich stetig steigen? Der Service bleibt ja gleich?..

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  • Fantomas am 19.09.2016 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Sollten gar nicht steigen, besser wäre die vielen sinnlosen Jobs in den Büroetagen streichen. Es braucht nicht auf 8 Angestellte 4 Chefs die nicht's zu tun haben.

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  • Supermän am 19.09.2016 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzocker!!!

    Noch höher???? Da soll mir jemand sagen, das Autofahren teurer ist.....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • PM am 19.09.2016 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz ist das einzige Land in Europa

    Die Schweiz ist das einzige Land in Europa das die Senioren unterschiedlich, das heißt: Die Männer gegenüber den Frauen diskriminiert.

  • Züri am 19.09.2016 21:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Züri

    Viel zu viel Personal beim SBB . Für viel Lohn nicht viel arbeiten! Letzte Woche hat 6 SBB Personal mein Billett kontrolliert ! Für ein Billett Kontrollieren 6 Personen unglaublich ! Logisch Denn wir müssen noch mehr bezahlen.

  • PM am 19.09.2016 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt da die Logik

    Die Frauen können das GA Senioren ein Jahr früher beziehen und können es im Schnitt noch länger benützen als die Männer!

  • D.N. am 19.09.2016 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    meine Meinung

    Macht was ihr wollt, ich fahre Auto. Immer mehr werden auf die gleiche Idee kommen, wenn ihr so weitermacht.

  • PM am 19.09.2016 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diskriminierung beseitigen

    Herr Meierhans soll schauen, dass die Männer beim GA Senioren gegenüber den Frauen nicht diskriminiert werden.