IZRS-Chef

29. Dezember 2013 12:10; Akt: 29.12.2013 12:10 Print

Blancho spricht in Berliner Radikalen-Moschee

Nicolas Blancho, Chef des Islamischen Zentralrates der Schweiz, hat in der Berliner Al-Nur-Moschee referiert. Das Gotteshaus gilt als Treffpunkt der radikalen Islamistenszene.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Die Fallen des Satans»: So lautete der Titel des Vortrags, den Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS), am Samstag in der Berliner Al-Nur-Moschee hielt. Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, wird die Moschee von den deutschen Sicherheitsbehörden mit Argusaugen beobachtet. Gemäss dem aktuellen Jahresbericht des Berliner Verfassungsschutzes sind vor allem die mehrtägigen Islamseminare problematisch - genau an einem solchen sprach der IZRS-Chef. Diese Veranstaltungen dienen laut den Sicherheitsbehörden der Vermittlung extremistischer Ideologie und der Vernetzung von Salafisten.

Blancho sorgte in der Vergangenheit mit seiner Nähe zu radikalen Muslimen immer wieder für Schlagzeilen. Mehrere vom IZRS eingeladene Hassprediger wurden von der Schweiz mit Einreiseverboten belegt. In einem viel diskutierten Auftritt in der Arena des Schweizer Fernsehens verteidigte Nicolas Blancho unter anderem die Steinigung in islamischen Ländern.

Kung-Fu und umstrittene Referenten

Das Seminar in Berlin gilt als gezieltes Gegenprogramm zu den christlichen Feiertagen. Für die Teilnehmer gibt es Koranunterricht, Kung-Fu-Training, Kindervorträge und ein Kinoabend. Neben Blancho treten in der Al-Nur-Moschee weitere umstrittene Personen auf. So etwa Abdullah Frank Bubenheim - ein Konvertit, der die deutsche Gesellschaft in einem Web-Eintrag als «Abfallhaufen» betitelte und Muslime in Deutschland zum Widerstand aufrief.

Nicolas Blancho konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

(ram)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Shimu Trachsel am 29.12.2013 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Diskriminierung

    "...ein Konvertit, der die deutsche Gesellschaft in einem Web-Eintrag als «Abfallhaufen» betitelte..." Im umgekehrten Fall ging ein Aufheulen durch die Islamische Welt und der Blogger würde verhaftet und angeklagt.

    einklappen einklappen
  • Hotdogy am 29.12.2013 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Gift und Galle der Ungebildeten

    Man stelle sich vor: Es steht mitten in Teheran auf dem "Platz der Revolution" ein iranischischer Konvertit und bezeichnet lauthals die arabische Gesellschaft und Werte als Abfallhaufen! Wie lange würde es wohl dauern bis zu seiner "Beseitigung"? Der Westen muss unbedingt aufhören solch gemeingefährlichen Menschen wie Blancho, Bubenheim, Rems und Co. gesellschaftlich zu tolerieren, sie schüren Völkerhass und verbreiten unter hauptsächlich ungebildeten Menschen der muslimischen Welt eine verfälschte Auffassung westlicher Kultur! Weg mit ihnen!

  • Martin am 29.12.2013 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    IZRS verbieten

    Radikale Glaubensgemeinschaften sollten in der Schweiz verboten werden. Wäre höchste Zeit die Keimzelle von Aufwieglern zu beseitigen. Islam hat Platz in der Schweiz solange er nicht radikal oder aufhetzend ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Muslim am 31.12.2013 01:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ewige Lästerei

    Wenn ich mir die Kommentare anschaue (wie immer mit nicht allzu hohen Niveauerwartungen) muss ich denken, man ist nicht zufrieden dass es in der CH "Meinungsfreiheit" gibt. Entweder soll es sie ganz geben oder gar nicht. Denn diese ewige Lästerei über diesen Mann geht einem so auf den Nerv. Gibt es nicht andere Probleme wie Wirtschaftskrise oder weiss der Teufel was?

  • Franz Bodenmüller am 30.12.2013 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur schade

    Schade und eine Schande, dass der IZRS in den Medien immer noch so viel Präsenz hat. Verbieten den Verein! Ich kenne mehrere balkan-Muslime, alles flotte Typen, über den IZRS regen die sich noch mehr auf als wir. Diese Extremisten (eine kleine Minderheit) der Grund dafür, dass die Muslime in der Schweiz einen so schlechten Ruf haben. Warum ignorieren die Medien den IZRS nicht und wenden sich bei Interviews und Berichten nicht liebe an gemässigte Organisationen die eine grosse Mehrheit der Muslime in der Schweiz vertritt?

  • Ali Baba am 30.12.2013 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reale Bedingungen

    Ich würde ihm 20 Jahre Wüste unter ärmlichen Verhältnissen empfehlen wo er seinen Glauben jeden Tag leben kann. Oder im hintersten Afghanistan in einer Felsenhöhle. Hier in der CH ist es einfach zu erzählen was man gerade will. Er isst am Morgen ein knuspriges Brötchen mit Kafi oder Tee, ist vermutlich berufstätig und trägt saubere Kleidung. Das könnte es einfacher machen Geschichten zu erzählen! Wer Gewalt sät, erntet entsprechend. Denk dran...

  • holderer am 30.12.2013 01:40 Report Diesen Beitrag melden

    Einseitigkeit/Uneinsichtigkeit

    Konvertiert ein Muslim,macht er sich strafbar,ist Bedrohungen ausgesetzt bis Todesstrafe.Im Gegenzug wird Konversation unter radikalen vorangetrieben.Für mich billige Handlanger/Vorbereiter für die wahren Religionshasser.Alles und jeden als Ungläubiger zu betiteln ist einfach krank.z.B.Koran16:93 Gott führe auf den rechten Weg oder in die Irre,wen er wolle.Offen ist somit wer ist der Irre!Der Normale-oder Radikale Muslim? Radikales Gedankengut hat keinen Platz in unserer Gesellschaft, mind.Verbannung an den Entstehungsort.

  • Lorik S. am 29.12.2013 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Wenn ich schon IZRS lese, kriege ich einen Würgereiz! Ein Skandal, dass diese Prediger in der Schweiz propagieren dürfen und Steinigungen und Nicht-Gefährlich gleichzeitig in den Mund nehmen.