Wahlen 2011

06. Januar 2011 10:56; Akt: 06.01.2011 16:01 Print

Brunner will Blocher für den Ständerat

SVP-Parteipräsident Toni Brunner plant die Eroberung des Ständerats, wo die SVP bisher nur viertstärkste Kraft ist. Wahlkampflokomotive soll dabei Christoph Blocher sein.

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Parteipräsident Toni Brunner (l.) will mit Christoph Blocher und anderen SVP-Spitzenvertretern den Ständerat erobern. (Bild: Keystone)

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Die SVP will ihre Vertretung im Ständerat ausbauen. Parteipräsident Toni Brunner hat darum alt Bundesrat Christoph Blocher als Zürcher Ständeratskandidaten ins Spiel gebracht. Im Thurgau sucht derweil alt Bundesrats-Kandidat Roland Eberle das politische Comeback.

SVP-Parteipräsident Brunner hatte gegenüber dem «Tages-Anzeiger» gesagt, Ziel sei es, im Herbst in allen Kantonen einen eigenen Ständeratskandidaten in den Wahlkampf zu schicken.

Im Kanton Zürich sollte nach Meinung des SVP-Präsidenten Blocher ins Rennen steigen. Blocher werde «wahrscheinlich erst im April» entscheiden, ob er für den National- oder Ständerat kandidiere, sagte der Sprecher des SVP-Vizepräsidenten auf Anfrage.

Bereits 1987 hatte der damalige Zürcher Nationalrat Blocher erfolglos für den Ständerat kandidiert. Parteipräsident Brunner selbst blieb 2007 der Einzug in die kleine Kammer verwehrt.

Comeback im Thurgau

Dem Rufe des SVP-Präsidenten folgend, meldete sich am Donnerstag im Thurgau mit Roland Eberle ein bekanntes Gesicht auf der politischen Bühne zurück.

Eberle, 12 Jahre lang SVP-Regierungsrat und als solcher im Jahr 2000 Bundesratskandidat, liess die Parteileitung wissen, er stehe für eine Ständerats-Kandidatur zur Verfügung.

Der 57-Jährige tritt Ende März als Chef des Schleifmittelherstellers sia Abrasives zurück. Er bestreitet, dass der Schritt etwas mit der möglichen Kandidatur zu tun hat

Mit dem Auftritt Eberles kommt es im Thurgau zu einem SVP- Zweikampf um die Nachfolge von Ständerat Hermann Bürgi. Obwohl dieser seinen Rücktritt noch nicht offiziell gemacht hat, steht neben Eberle Urs Schneider in den Startlöchern.

Schneider ist seit 1996 im Kantonsrat und Vizedirektor des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV). Für den Nationalrat kann Schneider nach eigenen Worten nicht kandidieren, da dort bereits SBV- Präsident Jacques Bourgeois (FR) sitzt. Die Thurgauer SVP- Delegierten entscheiden am 7. April.

Die SVP verfügt als stimmenstärkste Partei der Wahlen 2007 aktuell über sechs Sitze im Ständerat. Am grössten ist die Deputation der CVP mit 16 Sitzen, gefolgt von der FDP (12) und der SP (9). Die Grünen halten zwei Mandate, die BDP eins.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mäx Hasler am 06.01.2011 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Veteranen

    Also alles was recht ist, aber wir brauchen keine Veteranen in der Regierung. Mit 50 bekommt ja ein Büezer auch keine Stelle mehr.

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  • Katja Berger am 06.01.2011 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit unerwünscht, Blocher muss weg!

    Vielen Kritikern passt es einfach nicht dass Blocher nicht von Almosen irgendwelcher Departementer oder Unternehmen abhängig ist die es ihm schwierig machen Fakten und Zustände anzusprechen die gewisse Kreise lieber verschweigen und zum Tabu erklären. Da kann er unverblühmt seine Meinung sagen und dafür fürchtet sich die heuchlerische Politelite. Deshalb musste er auch aus dem Bundesrat. In der Wirtschaft hat er deshalb soweit gebracht, weil dort solche Qualitäten gefragt sind. Deshalb verstecken sich viele Linkswähler lieber beim Staat oder beim Kanton, da haben sich alle lieb.

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  • Georg Spähti am 06.01.2011 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    20min und der Anti-SVP Reflex

    Ist schon traurig wie 20min den Anti-SVP Reflex ausnützt. In andern Beiträgen gibt es stundenlang keine Kommentare die freigeschaltet werden aber wenn gegen die SVP gemotzt wird dauert es max. 1 Stunde bis die ersten Kommentare online verfügbar sind.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul Buchegger am 06.01.2011 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Blocher nimmt sich schon, was er will

    Da braucht er nicht von andern zuerst darum gebeten zu werden. Auch nicht vom SVP-Präsidenten, der unter ihm, dem Vizepräsidenten, arbeiten darf.

  • Peter Luginbühl am 06.01.2011 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Pfui SVP

    Es ist recht amüsant wie hier wieder alle SVP Hasser völlig hysterisch werden, wenn sie schon nur Blocher lesen. Aber angesichts der drohenden Wahlniederlagen völlig verständlich. Aber eben, den Kapitalismus überwinden und die Armee abschaffen in einer Zeit wo alle anderen ausser in Europa aufrüsten sind sicher viel wichtiger als die bösen SVP Themen. Pfui Pfui Pfui SVP, Pfui Blocher und so ....

    • Dan am 06.01.2011 17:18 Report Diesen Beitrag melden

      Schubladendenken

      Schon lustig, wie die SVP Wähler immer glauben, es gäbe nur sie und alle anderen seien Linke. Es gibt auch noch Leute die weder links noch rechts wählen, sondern einfach nur einen klaren Menschenverstand aufweisen!

    • Birne am 07.01.2011 11:23 Report Diesen Beitrag melden

      Ääähm Ne

      Also ich Wähle weder links noch rechts, sondern das was meiner Meinung nach das Bessere ist. Und Blocher, gehört nicht in den Ständerat, und das ganz einfach weil nichts vernünftiges ruas kommt, wenn er den Mund öffnet, und nicht weil er von der SVP ist.

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  • Mario Morcote am 06.01.2011 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Das würde.....

    Das würde noch fehlen-im Club der Interessenvertreter - ein altender Politiker - welcher jede Anstandsregel missachtet.Nein danke.

  • Katja Berger am 06.01.2011 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit unerwünscht, Blocher muss weg!

    Vielen Kritikern passt es einfach nicht dass Blocher nicht von Almosen irgendwelcher Departementer oder Unternehmen abhängig ist die es ihm schwierig machen Fakten und Zustände anzusprechen die gewisse Kreise lieber verschweigen und zum Tabu erklären. Da kann er unverblühmt seine Meinung sagen und dafür fürchtet sich die heuchlerische Politelite. Deshalb musste er auch aus dem Bundesrat. In der Wirtschaft hat er deshalb soweit gebracht, weil dort solche Qualitäten gefragt sind. Deshalb verstecken sich viele Linkswähler lieber beim Staat oder beim Kanton, da haben sich alle lieb.

    • Jörg am 06.01.2011 17:12 Report Diesen Beitrag melden

      Jawohl!

      Exakt! Gut formuliert!

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  • Sven Tschan am 06.01.2011 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Er hat es nicht nötig...

    Alt BR Blocher hat es nicht nötig in den SR zu kommen, setzt sich aber für die Schweiz ein und ist ein kompetenter Politiker und CEO. Bevor man ihn kritisiert, soll es doch mal einer ihm nachmachen...

    • Ou nei! am 06.01.2011 13:46 Report Diesen Beitrag melden

      Bloss nicht!

      Hoffen wir doch schwer, dass es ihm niemand nachmacht! Er hat diesem Land schon genügend Schaden zugefügt, da braucht es keinen Zweiten!

    • Birne am 06.01.2011 13:57 Report Diesen Beitrag melden

      Naja......

      ALso daser ein guter CEO ist, das kann man noch durchgehen lassen ja. Aber guter Politiker eher nicht, das was der als Politiker macht, könnte ich gerad auch noch.

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