Wehrpflicht abschaffen

14. Juli 2013 21:17; Akt: 14.07.2013 21:39 Print

Bürgerliche fallen Maurer in den Rücken

Am 22. September stimmt die Schweiz über die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht ab. Die linken Parteien sind dafür. Nun erhalten sie unerwartete Unterstützung von rechts.

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Für VBS-Chef Ueli Maurer ist Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht undenkbar: «Wehrpflicht ist Bürgerpflicht», lautet sein Motto.

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Die Fronten bei der allgemeinen Wehrpflicht sind klar: SP und Grüne wollen sie bei der Abstimmung vom 22. September abschaffen. Die bürgerlichen Parteien sind geschlossen für deren Erhaltung. Doch nun bekommt die GSoA-Initiative plötzlich Unterstützung von rechts, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Das Komitee «Bürgerliche gegen die Wehrpflicht» ist überzeugt, dass eine freiwillige Miliz die Schweizer Armee stärkt.

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Soll die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft werden?
45 %
36 %
19 %
Insgesamt 40280 Teilnehmer

«Die heutige Wehrpflicht ist unflexibel und ineffizient», sagt Hauptmann Silvan Amberg. Er ist Präsident des bürgerlichen Ja-Komitees und glaubt, dass eine Miliz der Armee helfe, die richtigen Leute zu finden.

Freiwilliges Milizsystem hat sich bewährt

Auch Feuerwehr und Politik würden auf freiwilliger Ebene bestens funktionieren, sagt die Thurgauer Jungfreisinnige Linda Brunner. Das aktuelle System der allgemeinen Wehrpflicht sei «diskriminierend und überholt», da der Wehrzwang nur für Männer gelte.

Hier würde Ueli Maurer vehement widersprechen: Für den Verteidigungsminister gehört der obligatorische Militärdienst zum Selbstverständnis der Schweiz. «Wehrpflicht ist Bürgerpflicht», lautet sein Motto. Diese Aufgabe können man nicht an bezahlte Freiwillige delegieren.

Angst, dass bei Wegfallen der Wehrpflicht nur noch Rambos ins Militär wollen, hat das bürgerliche Komitee nicht. Im Gegenteil: Durch die Freiwilligkeit würden die Schweizer Armee «über motivierte Soldaten verfügen».

Für den Waadtländer FDP-Nationalrat Fathi Derder kostet das aktuelle System zu viel. Er glaubt, dass ein Berufsheer billiger wäre. «Die Gsoa-Vorlage ist ein guter Steilpass, um über solche Fragen diskutieren zu können», sagte er gegenüber 20 Minuten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 0815 Bürger am 16.07.2013 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Dienstpflicht und Gleichberechtigung

    Die Dienstpflicht sollte bestehen bleiben, denn sie ist auch für mehrere Aufgaben geeignet. Hingegen könnten die Frauen ja eine "Dienstpflicht" im Spital berreich absolvieren. Hiervon würden alle Profitieren.

  • Noch nie so viele Konflikte wie Heute am 17.07.2013 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Feuerwehr funktioniert?

    Was funktioniert, die Feuerwehr und Politik? Das ich nicht lache. Im Kanton Zürich haben Feuerwehren schwiriegkeiten Nachwuchs zu finden, müssen fusionieren und Ämter auf kommunaler Ebene möchte auch niemand mehr übernehmen. Ach ja und an Alle welche immer von "Diskriminierung" sprechen, mindestens die armen Leute auf der Welt wissen, dass die Welt nicht "gerecht" ist.

  • Justin.W am 14.07.2013 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorfreude

    Also ich weiss nicht was einige Junge haben, ich freue mich aufs Militär! Also "Nein" stimmen bitte...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ulrika am 17.07.2013 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Hausfrau ins Militär?

    OK, warum denn nicht. Welcher Arbeitgeber aber gibt den Männern in der Zeit frei? (KEIN URLAUB), falls Kinder im Haushalt sind? Fühlen sich die Männer denn der "Frauenhausarbeit" gewachsen? Kochen, Einkaufen, Waschen, Bügeln etc.?

    • Alex am 17.07.2013 22:57 Report Diesen Beitrag melden

      uhm ja, wir fühlen uns dem gewachsen

      Willkommen in einer sich emanzipierenden Welt

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  • Noch nie so viele Konflikte wie Heute am 17.07.2013 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Feuerwehr funktioniert?

    Was funktioniert, die Feuerwehr und Politik? Das ich nicht lache. Im Kanton Zürich haben Feuerwehren schwiriegkeiten Nachwuchs zu finden, müssen fusionieren und Ämter auf kommunaler Ebene möchte auch niemand mehr übernehmen. Ach ja und an Alle welche immer von "Diskriminierung" sprechen, mindestens die armen Leute auf der Welt wissen, dass die Welt nicht "gerecht" ist.

  • Kreis am 17.07.2013 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Lohngleichheit

    Die Frauen plädieren auf Lohngleichheit. Wenn sie JA abstimmen, dann wird die Lohngleichheit besser umgesetzt. Denn man dreht sich im Kreis: Arbeitgeber denken, warum soll sie gleich viel wie er verdienen, wenn er länger arbeiten muss und ins Militär muss? Vergesst auch nicht: 1971 haben Männer für das Frauenstimmrecht abgestimmt, ohne zu meckern, dass sie ins Militär müssen

  • Verärgerter Mann am 17.07.2013 01:04 Report Diesen Beitrag melden

    @ Ueli Maurer

    Siehst du nicht, wie die Rechte der Männer untergraben werden?

    • Fröhlicher Mann am 17.07.2013 20:21 Report Diesen Beitrag melden

      Mhmm

      Es gibt Rechte und Pflichten. Sollen wir nun plötzlich das Recht haben unsere Pflichten nicht mehr zu erfüllen?? Mhmm

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  • Ch. Gerber am 16.07.2013 22:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, auch für Frauen

    Ich finde auch, dass Frauen ins Militär gehen sollten, und zwar ebenfalls mit Pflicht. Alle schreien nach Gleichberechtigung, also warum nicht auch hier? Bei der Heirat gibt es die Gleichberechtigung ja eh nicht, da muss auch schon länger was passieren. Das Militär ist wichtig, und Sollte in jedemfall eine Pflicht bleiben, inkl. für Frauen.

    • aerocool am 16.07.2013 22:40 Report Diesen Beitrag melden

      Eines nach dem anderen

      Das könnte man diskutieren, wenn Frauen auch den selben Lohn wie Männer erhalten. Grunsätzlich stimmt es natürlich!

    • Sebastian am 17.07.2013 13:48 Report Diesen Beitrag melden

      Immer die selbe Mähr!

      Immer wieder taucht dier selbe Spruch auf. => Ja wenn Lohn blabla dann... Das ist Blödsinn! Frauen sind heute besser gestellt als Männer, siehe Kinderzuteilung bei Trennung, Privilegien bei Scheidung, frühere Pension, langeres Leben, usw, usw. Die Frauen fordern nur Rechte. Pflichten wollen sie nicht übernehmen. Sie sind m.A.n. der heutigen Reche nicht würdig.

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