100 Franken für Autobahn

12. Juli 2013 11:07; Akt: 12.07.2013 13:09 Print

Bürgerliche kämpfen für die teure Vignette

Im November werden wir über den Preis der Autobahn-Vignette abstimmen. Die Gegner haben den Abstimmungskampf diese Woche gestartet. Jetzt hält das Pro-Komitee dagegen.

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Über den Preis für die Autobahnvignette wird zwar erst im November abgestimmt. Dennoch ist der Abstimmungskampf schon in vollem Gang. Am Dienstag reichten die Gegner die Unterschriften für das Referendum ein. Es waren mehr als doppelt so viele wie nötig. Offenbar sträubt sich das Volk gegen den Preisaufschlag.

Aus Sicht des bürgerlichen Komitees «Ja zur Vignette» ist die Erhöhung des Vignettenpreises von 40 auf 100 Franken aber dringend nötig. Nur so könne der Bund die rund 400 Kilometer Strassen unterhalten, die er von den Kantonen übernehme, so das bürgerliche Komitee.

Gespaltene SVP

Wer Nein sage zur Preiserhöhung, der sage Nein zu guten und sicheren Nationalstrassen. Es sei «rational nicht zu erklären», dass sich im Referendumskomitee ausgerechnet Personen und Verbände engagierten, die sich sonst grundsätzlich für den Strassenverkehr einsetzten.

In der Frage des Vignetten-Preises ist vor allem die SVP nicht geschlossen. Das Referendum wurde von den SVP-Nationalräten Walter Wobmann und Nadja Pieren lanciert.

Die Verantwortung für die Kampagne der Befürworter haben die BDP und die CVP übernommen. Im Ja-Komitee sitzen aber auch Vertreter der FDP und der SVP.

Die bürgerlichen Befürworter geben zu bedenken, das der Vignettenpreis letztmals 1995 angepasst wurde. Eine Preiserhöhung von 60 Franken entspreche knapp einer Tankfüllung pro Jahr. Das Autofahren in der Schweiz sei im internationalen Vergleich weiterhin günstig.

(zum/sda)